Gemeinsam mit digitalen Editionsprojekten sowie Partnerinnen und Partnern aus Forschung und Wissenschaft setzen wir innovative digitale Vorhaben um. In zwei Teams vereindie Abteilung Digitale Produktion und Plattformen Expertenwissen aus Technik, Fach- und Informationswissenschaft sowie Bibliothekswesen unter einem Dach.  

Digitalisierungszentrum

Das Digitalisierungszentrum der Zentralbibliothek Zürich (Digiz) ist ein Kompetenzzentrum für Retrodigitalisierung in der Schweiz. Wir scannen nach internationalen Standards alle Arten von Bibliotheksbeständen wie etwa Handschriften, alte Drucke, Grafiken, Fotografien, Kartenmaterial oder Musikalien. Darüber hinaus digitalisieren wir Titelseiten und Inhaltsverzeichnisse aus Neuanschaffungen der ZB und anderer Institutionen für den Bibliothekskatalog swisscovery. 

Plattformen und Daten

Das Team Plattformen und Daten unterstützt externe Forschungsprojekte, setzt eigene Digitalisierungsvorhaben um und erarbeitet digitale Editionen. Wir erstellen die dafür notwendigen Metadaten und begleiten und koordinieren den gesamten Digitalisierungsprozess.  

Aktuell erarbeiten wir in zwei Projekten digitale Editionen besonderer Bestände der ZB, der Korrespondenz von Hans Georg Nägeli und der Schriften von Jeanne Hersch. Ab 2026 werden wir zusammen mit externen Partnerinnen eine digitale Ausgabe der Erstausgaben von Johanna Spyris Werken aufbauen.  

Externe Editions- und Forschungsprojekte, die eine Digitalisierung von ZB-Beständen wünschen, beraten wir hinsichtlich Umsetzung und Vorgehensweise. Darüber hinaus führen wir kontinuierlich Veranstaltungen und Workshops durch, in denen wir den intensiven Austausch mit Forschung und Wissenschaft sowie mit anderen Gedächtnisinstitutionen pflegen.  

Informationen zu unseren laufenden und abgeschlossenen Digitalisierungs- und Forschungsprojekten finden Sie auf der Projekte-Webseite.

Aktuelles

Digitale Edition der Korrespondenzen von Hans Georg und Hermann Nägeli

In der digitalen Edition der Korrespondenzen von Hans Georg und Hermann Nägeli werden erstmals die Briefe der Zürcher Musikverleger aus dem 19. Jahrhundert digital zugänglich gemacht.  

Digitale Neuauflage der Schriften von Jeanne Hersch

Die digitale Neuauflage der Schriften von Jeanne Hersch versammelt erstmals alle Texte der grossen Schweizer Philosophin.

Johanna Spyri: Digitale Edition der Erstausgaben

Die digitale Edition der Erstausgaben von Johanna Spyri (1827–1901) versammelt erstmals sämtliche Erzählungen und Romane der Schweizer Autorin und macht sie an einem Ort zugänglich.

Digitale Produktion und Plattformen

dpp@zb.uzh.ch

Retrodigitalisierung für Forschungsprojekte

Wir bieten Forschungsprojekten die Retrodigitalisierung von Quellenmaterial aus ZB-Beständen an. Im gemeinsamen Gespräch analysieren wir die genauen Bedürfnisse und erarbeiten die projektspezifischen und passenden Lösungen (Bild- und Metadaten, Datenformate und -transfer u.a.). Zudem werden zuverlässige Angaben zum finanziellen und zeitlichen Aufwand errechnet. So sind die genauen Kosten sowie Produktions- und Lieferzeiten gegenüber Forschungsförderern ausweisbar. 

Folgende Aspekte sind für die Planung relevant: 

  • Um welche ZB-Bestände handelt es sich? Bitte auch die Signaturen und, falls möglich, die Anzahl Seiten resp. Laufmeter angeben.  
  • Kurzbeschreibung des Vorhabens 
  • Projektdauer und Termine; aktueller Projektstand 

Wir empfehlen Forschungsprojekten, die über 100 Scans benötigen, sich frühzeitig – aber spätestens während des Verfassens des Forschungsantrags – mit uns in Verbindung zu setzen. Bitte beachten Sie: Die Zentralbibliothek kann aus konservatorischen o.ä. Gründen von einer Digitalisierung absehen. 

PD Dr. Jesko Reiling, Leiter Digitale Produktion und Plattformen

jesko.reiling@zb.uzh.ch

+41 44 636 40 63

Kooperationen mit Forschung und Wissenschaft

Mit Fachwissen und Engagement beteiligt sich die ZB an universitären Forschungsprojekten. Die Metadaten werden dabei gemäss den projektspezifischen Anforderungen erstellt und erfüllen höchste wissenschaftliche Standards. Das wissenschaftliche und technische Fachpersonal der ZB entwickelt mit Ihnen projektspezifische Erschliessungsvarianten und Datenmodelle: Gern unterstützen wir innovative Lösungen, die einen Mehrwert versprechen. 

Unsere nationalen und internationalen Kooperationen werden von privaten und staatlichen Förderinstitutionen unterstützt und sind eng mit der akademischen Forschungslandschaft vernetzt. Im Rahmen unserer eigenen Editionsprojekte bearbeiten und erschliessen wir wichtige Bestände und testen innovative Workflows. 

PD Dr. Jesko Reiling, Leiter Digitale Produktion und Plattformen

jesko.reiling@zb.uzh.ch

+41 44 636 40 63

Zeitungsdigitalisierung

Zeitungen sind wichtige Medien für die öffentliche Meinungsbildung und gehören zum historischen Kulturerbe. Für Forschung und Wissenschaft sind sie zentrale Quellendokumente. Deshalb digitalisiert die ZB als Kantons- und Stadtbibliothek Zürcher Zeitungstitel. Hierbei arbeiten wir eng mit Verlagen und historischen Ortsvereinen zusammen.  

Während wir Titel mit nationaler oder gar internationaler Reichweite wie etwa die NZZ oder den Tages-Anzeiger auf der nationalen Zeitungsplattform e-newspaperarchives.ch bereitstellen, publizieren wir lokale Titel auf der Zurich Open Plattform (ZOP).  

PD Dr. Jesko Reiling, Leiter Digitale Produktion und Plattformen

jesko.reiling@zb.uzh.ch

+41 44 636 40 63

Bestellungen und Aufträge

Digitalisierung von Beständen der Zentralbibliothek Zürich

Digitalisate (PDFs) von Aufsätzen aus Zeitschriften und Sammelbänden oder von vollständigen Büchern, bei denen das Urheberrecht abgelaufen ist (vor 1900), können Sie bequem via swisscovery bestellen. Für weitere Reproduktionen aus dem allgemeinen Bestand wenden Sie sich bitte an die Fernleihe, für Digitalisate aus den Spezialsammlungen an die jeweilige Sammlung.  

Wir behalten uns vor, bei konservatorisch heiklen Materialien auf die Digitalisierung zu verzichten. 

Eine Scan-Operatorin der ZB scannt einen mittelalterlichen Handschriftenband. (ZB Zürich)

Digitalisierung von externen Beständen

Als Kompetenzzentrum für Retrodigitalisierung in der Schweiz bieten wir Bibliotheken, Archiven und Museen Beratungen zum Scannen unterschiedlicher Materialien an. Sofern es unsere Kapazitäten zulassen, digitalisieren wir gegen Rechnung auch externes Material. Vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Fachspezialistinnen und -spezialisten.  

Roger Sutter, Leiter Digitalisierungszentrum

roger.sutter@zb.uzh.ch

Lieferfristen und Preise

Das Digitalisierungszentrum ist bemüht, Ihren Auftrag schnellstmöglich abzuwickeln. In der Regel erhalten Sie innerhalb einer Arbeitswoche einen Downloadlink für die Digitalisate, die wir für Sie erstellt haben. Bei grösseren Bestellungen ist mit längeren Lieferzeiten zu rechnen. 

Für die Kostenberechnung gilt die jeweils aktuelle Preisliste. Mit dem Absenden des ausgefüllten Auftragsformulars erteilen Sie den Auftrag und verpflichten sich zur Begleichung der Rechnung. 

Internationale Qualitätsstandards

Unser Digitalisierungszentrum bewirtschaftet einen umfangreichen Gerätepark, um der Vielfalt der Vorlagen (Formate, Materialien, Erhaltungszustand usw.) gerecht zu werden. Wir beobachten die technologische Entwicklung aufmerksam und sind durch entsprechende Anschaffungen (schnellere Scanner, Scanroboter, Workflow-Software) stets auf dem neusten Stand. 

Hinsichtlich der Scanqualität richten wir uns nach internationalen Standards in Bezug auf Format, Auflösung und Farbmanagement. Bei der Anschaffung von Scannern orientieren wir uns an den für die Digitalisierung von Kulturgütern entwickelten Qualitätsnormen von Metamorfoze und FADGI. Gescannt wird in TIFF, RGB, 24 Bit. Dieses Format stellt sicher, dass die Images mit Hilfe gängiger digitaler Langzeitarchivierungssysteme (DLZA) über Generationen hinweg lesbar bleiben.  

Plattformen, Portale und Metakataloge

Auf der Zurich Open Platform (ZOP) publiziert die ZB digitales Kulturgut aus und über Stadt und Kanton Zürich. Das Archivportal ZBcollections erlaubt die Recherche nach unseren Spezialsammlungsmaterialien aus den Bereichen Musik, Handschriften, Grafik und Fotografie. Darüber hinaus sind wir mit unseren Beständen auf zahlreichen kooperativen Plattformen, in fach- und medienspezifischen Portalen sowie in Metakatalogen präsent.  

Die Geschäftsstellen von e-manuscripta und dem Kartenportal.ch sind in der ZB angesiedelt, des Weiteren engagieren wir uns in den Leitungsgremien von e-rara, swisscollections, des Répertoire International des Sources Musicales (RISM) sowie des Graphikportals.  

Auswahl der wichtigsten Plattformen, Portale und Metakataloge

  • Auf der Zurich Open Platform (ZOP), dem Open-Access-Repositorium der Zentralbibliothek Zürich, werden Publikationen aus und über Zürich (Turicensia) öffentlich und kostenlos angeboten. ZOP macht digitale Turicensia der Gegenwart sowie digitalisierte Turicensia des 19. und 20. Jahrhunderts zugänglich. Auf der Plattform sind auch Bestände anderer Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen von Stadt und Kanton verfügbar.

  • In ZBcollections, einem Katalog der ZB-Spezialsammlungen (vor allem der Handschriften- und Musikabteilung und der Graphischen Sammlung), sind die in der Zentralbibliothek Zürich aufbewahrten Nachlässe, Familien- Firmen- und Gesellschaftsarchive sowie grosse Teile der Handschriften verzeichnet und erschlossen. 

  • Auf der Plattform e-manuscripta.ch werden digitalisierte handschriftliche Quellen aus Schweizer Bibliotheken und Archiven, unter anderem auch aus der Zentralbibliothek Zürich, öffentlich und kostenlos angeboten. Die Handschriften und Archivalien stammen aus mehreren Jahrhunderten, das Spektrum reicht von Texten, Briefen und Archivgut über Musikhandschriften bis hin zu Karten, Plänen und anderen graphischen Materialien.

  • Kartenportal.CH ist der zentrale Einstiegspunkt für die Internetrecherche nach gedruckten und digitalen Karten der Kartensammlungen (u.a. der Zentralbibliothek Zürich), Archive und Geodatenanbieter in der Schweiz.

  • Auf der Plattform e-rara.ch, einem Projekt der Elektronischen Bibliothek Schweiz e-lib.ch, werden digitalisierte alte Drucke aus Schweizer Bibliotheken, unter anderem auch aus der Zentralbibliothek Zürich, öffentlich und kostenlos angeboten. Als erster inhaltlicher Schwerpunkt werden die Schweizer Drucke des 16. Jahrhunderts digitalisiert und aufbereitet. Diverse thematische Kollektionen von gedruckten Büchern sowie gedruckte Karten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert erweitern das Angebot.

  • Im Graphikportal werden erstmals die Bestände graphischer Sammlungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam präsentiert und für die wissenschaftliche Recherche zur Verfügung gestellt. Es dient der Publikation von digitalen Inhalten zu Kunstwerken auf Papier, die vorzugsweise folgenden Sammlungsbeständen entsprechen: Handzeichnungen, Malerei auf Papier (inklusive Inkunabeln) sowie sämtliche druckgraphisch hergestellte Werke. Künstlerische Fotografie wird aufgrund der Vielfalt der Bestände zunächst ausgeschlossen.

    Das Graphikportal wird vom Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg betrieben, einer Einrichtung der Philipps-Universität Marburg. Der Zugang zu den Inhalten des Portals ist kostenfrei.

  • Die Datenbank dokumentiert mehr als 32.000 Musikhandschriften und 14.000 Musikdrucke aus 55 öffentlichen und privaten Musiksammlungen (Archive, Bibliotheken, Klöster und Privatsammlungen) der Schweiz. (Quelle: DBIS)

  • e-newspaperarchives.ch ist die Nachfolgeplattform von Presse suisse en ligne, die 2011 von der Schweizerischen Nationalbibliothek (NB) und der Médiathèque Valais gegründet wurde. Sie bietet Zugang zu den Archiven von Zeitungen aus der ganzen Schweiz, die von der Schweizerischen Nationalbibliothek und ihren kantonalen Partnern, unter anderem der Zentralbibliothek Zürich, digitalisiert und online gestellt wurden.

    Aus dem Raum Zürich sind die folgenden Zeitungen zur privaten Nutzung frei verfügbar (Stand Februar 2025):

  • Geschäftsstelle von e-manuscripta

    e-manuscripta ist die Plattform für digitalisierte handschriftliche Quellen aus Schweizer Bibliotheken und Archiven. Sie wird kooperativ von vier Schweizer Bibliotheken (Universitätsbibliothek Basel, ETH-Bibliothek Zürich, Schweizerische Nationalbibliothek und Zentralbibliothek Zürich) getragen; die Geschäftsstelle gehört zur Abteilung Digitale Produktion und Plattformen.

    Dr. Alexa Renggli, Leiterin Geschäftsstelle e-manuscripta

    contact@e-manuscripta.ch