Ukrainekrieg

Seit zwei Jahren führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Russische Truppen versuchen mit schwerem Artilleriebeschuss, Luftangriffen und Bodentruppen das Land unter ihre Kontrolle zu bringen. Der Krieg löste in Europa die grösste Fluchtbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg aus und brachte grosses Leid über das osteuropäische Land. Ein Ende ist nicht absehbar.

Seither ist das Interesse an Personen wie Selenskyj oder Putin, aber auch an der allgemeinen Geschichte der Ukraine markant gestiegen. Selbst das Kiewer Reich des Mittelalters ist plötzlich ein Thema.  

In der Zentralbibliothek finden Sie viele Publikationen, die Ihnen umfassende Informationen zu all diesen Aspekten vermitteln. Schauen Sie vorbei!

Roland Brülisauer


Erfolgreiche Literaturrecherche mit Lean Library


Ein neues Semester beginnt. Wissenschaftliche Arbeiten stehen an – oft verbunden mit umfangreichen Literaturrecherchen. Ein bedeutender Teil der Literatur ist heute online in Form von E-Books und Artikeln aus E-Journals zu finden. Ausserhalb des Netzwerks der ZB/UZH gestaltet sich die Recherche dabei oft schwierig, da nicht erkennbar ist, ob ein Artikel oder E-Book von der ZB/UZH lizenziert und im Rahmen unseres Online-Angebots unter Umständen kostenlos zugänglich ist.

Die Browser-Erweiterung Lean Library schafft Abhilfe. Schon bei einer einfachen Internetsuche weist Lean Library beim Aufrufen einer Verlagsseite darauf hin, falls die ZB bzw. die Universität Zürich Inhalte dieses Anbieters lizenziert hat. Durch einen Klick wird automatisch zur Anmeldeseite der UZH weitergeleitet und die gewünschten Dateien können heruntergeladen werden. Wie Lean Library eingerichtet wird, erfahrt ihr auf unserer Informationsseite.

Weitere Tipps für den Semesterstart findet ihr in früheren Beiträgen zu den wichtigsten E-Ressourcen und einer Buchreihe, die euch stark fürs Studium macht.

- Stephan Schmid

Fritz Pauli (1891–1968)

Fritz Pauli (1891–1968), Porträt Franz Schatzmann, 1925, Radierung und Kaltnadel (ZBZ, Graphische Sammlung, Schenkung der Erben Schatzmann / Copyright: Erben Pauli)

Der gebürtige Berner Künstler Fritz Pauli (1891–1968) gehört neben Ignaz Epper und Robert Schürch, mit denen er befreundet war, zu den drei grossen expressionistischen Vertretern in der Schweiz. Expressionismus meint, dass diese Kunstwerke eine übersteigerte und aufgewühlte Innenwelt abbilden, wie etwa in Paulis frühem Meisterwerk Gethsemane von 1917. Paulis Hauptarbeitsgebiet war die Druckgrafik, vor allem die Radierung. Bevor sich der Künstler im Tessin niederliess, arbeitete er von 1914 bis 1936 in seinem Zürcher Atelier im Kaspar-Escher-Haus.

Fritz Pauli fand bereits in der Zeit zwischen den Weltkriegen internationale Anerkennung. Seine Porträts, Landschaften und religiösen Themen überzeugen noch heute durch ihre technische Meisterschaft und ein intensives Formerlebnis. Die Kunstwerke zeichnen sich durch einen visionären Charakter, eine bisweilen geheimnisvolle Phantastik und durch einen von humanistischen Überzeugungen angetriebenen Impuls aus.

Fritz Pauli (1891–1968), Gethsemane, 1917, Radierung (ZBZ, Graphische Sammlung, Schenkung der Erben Schatzmann / Copyright: Erben Pauli)

Im Frühling 2023 erhielt die Graphische Sammlung der Zentralbibliothek Zürich von den Erben von Franz Schatzmann (1914–1961) dessen Sammlung als grosszügige Schenkung. Der Berner Buchbinder war ein früher Förderer und enger Freund des Künstlers und einer seiner bedeutendsten Sammler. Dieser wertvolle Bestand von rund 280 Zeichnungen und 520 Grafiken aus den Jahren 1907–1964 enthält einmalige Probe- und Zustandsdrucke, die den Katalog des graphischen Werkes des Künstlers zu vervollständigen halfen, wie der Autor Paul Freiburghaus 1982 festhielt.

Einer der Söhne von Fritz Pauli war übrigens der Architekt Manuel Pauli, der 1972/73 in Zürich die sogenannte Gemüsebrücke neu erbaute.

- Jochen Hesse

Aktuelles Recht im Alltag

Bild: Pixabay

In vielen Alltagsbereichen sind wir mit rechtlichen Fragen konfrontiert. Bei uns finden Sie aktuelle Ratgeber wie z.B. zu diesen Themen:

Das revidierte Erbrecht (seit 1. Januar 2023) reduziert den Pflichtteil der Erben, was eine höhere frei verfügbare Quote für den Erblasser ergibt. Dieser erhält dadurch mehr Spielraum, seinen Nachlass individuell zu gestalten. Hier finden Sie Bücher, die Ihnen bei der Erbschaftsplanung helfen.

Ob in der digitalen Welt unterwegs oder mit beiden Beinen im analogen Leben, täglich werden unsere Daten gesammelt und verwertet. Das neue Datenschutzrecht (seit 1. September 2023) soll unsere persönlichen Daten besser vor Missbrauch schützen. Erfahren Sie mehr über den Datenschutz.

Auch zu weiteren aktuellen Rechtsthemen wie beispielsweise zu Arbeits-, Familien- oder Mietrecht steht Ihnen bei uns nützliche Literatur zur Verfügung.


- Urs Brunner

Ein Rechtsbuch von europäischem Rang

Darf man von Nachbarbäumen herüberhängendes Obst ernten? Wie soll Diebstahl bestraft werden? Und wie der Betrug mit Massen oder mit Waagen? Solche und viele andere Fragen sind im Sachsenspiegel, dem ältesten deutschen Rechtsbuch, geregelt.

Eike von Repgow zeichnete zu Beginn des 13. Jahrhunderts die mündlich überlieferten Rechtsgewohnheiten im Auftrag eines Grafen auf und schuf damit zugleich eines der frühesten deutschen Prosawerke. Die Bestimmungen umfassen einerseits das in Sachsen geltende Recht der Bauern (Landrecht), andererseits das gesamteuropäische Lehnrecht, das die Ordnung der Feudalherren regelt.

Die Normen im Sachsenspiegel sind religiös begründet. In Paragraf 43 auf der hier abgebildeten Seite werden Sklaverei und Leibeigenschaft verworfen: Da der Mensch Gottes Ebenbild sei, gehöre er nur ihm und sonst niemandem.

Der Text ist in zahlreichen mittelalterlichen Handschriften überliefert und erschien 1474 zum ersten Mal im Druck. Die hier abgebildete Seite stammt aus einem Exemplar, das Anton Sorg 1481 in Augsburg gedruckt hatte und das sich im Besitz des Zürcher Säckelmeister Dominikus von Frauenfeld (gest. nach 1515) befand. Ein Zürcher Ratsherr schenkte das Buch 1635 der Stadtbibliothek Zürich.


- Christian Scheidegger

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