Wir bieten hier kostenfrei Arbeitsmaterialien zur Ergänzung oder Vertiefung des Unterrichts. Die einzelnen didaktischen Einheiten stellen jeweils originale Dokumente aus der Zentralbibliothek Zürich und ihren Spezialsammlungen in den Mittelpunkt. Diese werden in einen thematischen Rahmen gestellt, erläutert und für Lehrerinnen und Lehrer mit weiterführenden Literaturhinweisen ergänzt. Die Materialien werden als PDF-Dokumente angeboten. Die präsentierten Originaldokumente sind stets auch online verfügbar.

Die Schul(zeit)reisen sind Teil des strategischen Schwerpunkts Citizen Science der Zentralbibliothek Zürich.

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Wir starten dieses neue Angebot als Pilotprojekt mit Materialien zur Geschichte und Kulturgeschichte. Einheiten zu weiteren Fächern werden in regelmässigen Abständen dazukommen. 

Dabei sind wir auf Rückmeldungen von Ihnen, den Lehrerinnen und Lehrern, angewiesen!

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Kritik und Fragen. Wünschen Sie sich ein spezielles Thema? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

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Leben in Zeiten der Pandemie – Zürcher Gemeindechroniken über das Jahr 1918

Wie gingen die Menschen vor 100 Jahren mit einer Pandemie um? Die Zürcher Gemeindechroniken des Jahres 1918 enthalten Aufzeichnungen hierzu, nämlich zur Spanischen Grippe. Diese Berichte stehen neben jenen zu den Landwirtschaftserträgen, den Verhältnissen in Schule, Kirche und Vereinen, zum Kriegsende und zum Landesstreik.

Die Lernenden betrachten zwei Abbildungen eines Krankenzimmers und beschreiben was sie darauf sehen. Sie lesen beispielhaft die Schilderung aus Uster, und sie suchen Berichte aus der eigenen Wohngemeinde. Sie benennen Unterschiede und Parallelen zur heutigen Situation.

Stichworte

Spanische Grippe – Pandemie – Zürcher Gemeinden – 1918 – Gemeindechronik – Kanton Zürich

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Briefschreiben anno dazumal - Schreibanlass und Stil

Ein Jugendbrief des 19. Jh. zeigt den SchülerInnen frühere Konventionen und schärft ihr Bewusstsein für den Kulturwandel in unseren Kommunikationsformen, an dem auch sie beteiligt sind. 

Mit Alfred Escher wird ein prominenter Zürcher der Gründerzeit gewählt, der anhand weiterer (digitaler) Angebote im Internet näher kennengelernt werden kann.

Stichworte

Briefkultur des 19. Jh. – Schriftarten - Schreiben mit Feder und Tinte - Kalligrafie - Schreibstil - Alfred Escher - Metadaten - Digitale Briefedition

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Keine Angst vor alten Schriften! – Texte in Kurrentschrift lesen und verstehen

Wo liegen die Schwierigkeiten beim Lesen handschriftlicher Dokumente in Kurrentschrift und was ist überhaupt Kurrentschrift? Welche Buchstabenformen sind anders als bei unserer heutigen Schreibschrift und welche besonderen Regeln werden angewandt? Wie kann man einen Text in einer schwierigen Handschrift entziffern?

Die Lernenden entdecken die Charakteristika der Kurrentschrift und prägen sich einzelne Buchstabenformen ein; sie können ein kurzes Stück Text in einfacher, der Schulausgangsschrift entsprechender Kurrentschrift lesen oder entziffern; die Lernenden eignen sich eine Methodik zum Entziffern auch anderer Schriftarten und Handschriften an.

Stichworte

Kurrentschrift – Sütterlin – Deutsche Schreibschrift – gebrochene Schrift – Entziffern

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Die Schweiz und der Sklavenhandel – Eine Spurensuche in Einzeldokumenten

Anhand von Einzeldokumenten zum Geschick des Sklavenschiffs L’intrépide um das Jahr 1792 nähern wir uns der Frage nach der Beteiligung der Schweiz am Kolonialismus und insbesondere am Sklavenhandel.

Stichworte

Wirtschaftsgeschichte der Schweiz – Kolonialismus – Sklavenhandel – Schweizer Geschichte des 18. Jh.

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Der Züri-Putsch – ein Dialektwort geht um die Welt

«Putsch» ist eines der wenigen Schweizer Dialektwörter, die als Lehnwörter in andere Sprachen übergingen. Was aber war der «Züri-Putsch» von 1839?

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein Bewusstsein für die Konflikte, die mit der Säkularisierung des Bildungswesens in Zürich einhergingen, und lernen, politische Karikaturen zu interpretieren.

Stichworte

Regeneration (1830/31-1848) – Züri-Putsch – Straussenhandel – Bildungswesen – Trennung von Staat und Kirche – David Friedrich Strauss (1808-1874) – Bernhard Hirzel (1807-1847) – Begriffsgeschichte – Politische Karikatur

Für Lehrpersonen

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Schule in alter Zeit – Unterricht in Zürich vor 200 Jahren

In der Zürcher Volksschule herrschten vor 200 Jahren teilweise noch sehr ungeordnete Verhältnisse. Der Schwerpunkt des Schulunterrichts lag zu dieser Zeit meist auf dem Buchstabieren von Wörtern oder dem Abschreiben von Vorlagen. Nur vereinzelt, etwa in der Stadtzürcher Armenschule, wurde für die Zeit sehr fortschrittlich bereits nach den Methoden von Pestalozzi unterrichtet. Gottfried Keller schildert diesen Unterricht aus eigener Erfahrung in seinem «Grünen Heinrich».

Die Lernenden erhalten Einblicke in die Entwicklung und Geschichte des Schulunterrichts im 19. Jahrhundert.

Stichworte

Schule – Schrift – Pädagogik – Gottfried Keller – Probschrift – Kurrentschrift

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Eine Naturkatastrophe des 18. Jahrhunderts: Die Überflutung Küsnachts im Jahr 1778

Am 8. Juli 1778 ereignete sich in Küsnacht am Zürichsee ein schweres Gewitter. Gewaltige Wassermassen stürzten vom Küsnachter Berg herab. Das Dorfzentrum wurde überflutet und weitestgehend zerstört.

Ein Zeitgenosse, Johann Hegi, hielt in zwei Graphiken das Bild der Zerstörung fest, das sich ihm bot.

Der Weg zur Sensibilisierung für die Erfordernisse des aktiven Umweltschutzes führt hier über historische Dokumente, die wir verstehen und sachdienlich rekonstruieren lernen. Zugleich wird anhand exemplarischer Dokumente die Erweiterung des orts- und landschaftsgeschichtlichen Wissens gefördert.

Stichworte

Naturkatastrophe – Hochwasserschutz und Katastrophenprävention früher und heute – Küsnacht – Dorfbach / Wildbach

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Der jugendliche Gottfried Keller geht in den Wald

Wie hat ein Jugendlicher vor 200 Jahren die Natur erlebt? Die Lernenden werden mittels Bildern und Texten des Schülers Gottfried Keller vertraut mit Naturerlebnissen im 19. Jahrhundert. Anhand dieser Dokumente begegnen sie zugleich Formen selbständigen Arbeitens in damaliger Zeit.

Der Dichter des 19. Jahrhunderts zeigt sich in seiner späteren Prosa als Naturschützer der ersten Stunde. Doch am Anfang dieser Entwicklung steht die idyllisch-romantische Empfänglichkeit des Jugendlichen für die Erscheinungen der Natur.

Stichworte

Naturbetrachtung vor 200 Jahren – Literatur – Bildende Kunst – Gottfried Keller – Von der Romantik zum Realismus

Für Lehrpersonen

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Mädchenbildung im Zürich des 18. und 19. Jahrhunderts

Heute ist es selbstverständlich, dass sowohl Mädchen als auch Knaben ein Gymnasium besuchen oder ein Studium aufnehmen dürfen. Vor 150 Jahren war das anders. 1864 liess die Universität Zürich als erste Hochschule in der Schweiz auch Frauen zum Studium zu. Noch länger dauerte es, bis auch Gymnasialklassen für Mädchen eingerichtet wurden.

Welche Bildungswege standen Mädchen und jungen Frauen vorher in Zürich offen? Wir erfahren darüber mehr durch eine gedruckte Schulordnung von 1794 und aus dem Brief einer Schülerin von 1876.

Stichworte

Mädchenbildung – Schule im Zürich des 18. und 19. Jahrhunderts – Pädagogik – Briefkultur – Schulordnung vor 200 Jahren

Für Lehrpersonen

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Richard Wagner in Zürich: Konzerte des Jahres 1853

Wir lernen das Zürcher Konzertwesen um die Mitte des 19. Jahrhunderts kennen, das Richard Wagner (1813-1883) massgeblich mitprägte. Er lebte zwischen 1849 und 1858 in Zürich. Drei Werke des Kernkanons der Operngeschichte werden hier vorgestellt. Wir lernen Handschriften lesen und verstehen und erwerben Kompetenzen bei der Kontextualisierung historischer Dokumente.

Stichworte

Musikleben im 19. Jahrhundert – Richard Wagner – Konzerte – Chorgesang – Oper: «Der Fliegende Holländer» (Ballade der Senta) / «Tannhäuser « (Pilgergesang) / «Lohengrin (Brautlied)

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Zürcher Schulgeschichte(n) – Schule vor 250 Jahren

1. «Sapere aude»: Das Motto des Aufklärungszeitalters

Im Lateinunterricht des Zürcher Collegium Carolinum wurde im 18. Jahrhundert viel Wert auf die Kenntnis der Klassiker gelegt. Der Aufklärer Johann Jakob Breitinger (1701-1776) war Lehrer am Carolinum. Ihm war es sehr wichtig, das eigenständige Denken seiner Schüler nachhaltig zu befördern, weshalb der Horaz-Spruch «Sapere aude» [«Wage es, weise zu sein!»] von zentraler Bedeutung für sein Wirken war.

Anhand der Bildanalyse von Johann Caspar Füsslis Porträt Breitingers werden die Lernenden mit zentralen Aspekte des aufgeklärten Denkens vertraut gemacht.

Stichworte

Schule – Lateinunterricht – Epoche der Aufklärung – Johann Jakob Breitinger – Collegium Carolinum Zürich – Philosophie – Friedrich Schiller – Immanuel Kant

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2. Sprüche zum Nachdenken und Erinnern: Stammbuchblätter

Jemandem etwas ins «Stammbuch» schreiben: Das klingt heute ein wenig veraltet, war aber namentlich im 18. Jahrhundert eine gängige und beliebte Praxis. Belesene Zeitgenossen erkannten die Herkunft von Sinnsprüchen auch ohne die Angabe des jeweiligen Urhebers mühelos.

Wir gewinnen Einblicke in die Moral- und Wertvorstellungen des 18. Jahrhunderts, lernen handschriftliche Dokumente lesen und im historischen Kontext verstehen. 

Stichworte

Schule – Lernen und Studieren im 18. Jahrhundert – Epoche: Aufklärung – Salomon Gessner – Johann Caspar Lavater – Stammbuch/Album Amicorum/Poesiealbum – Sinnsprüche/Spruchweisheiten

Für Lehrpersonen

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