Wir bieten hier kostenfrei Arbeitsmaterialien zur Ergänzung oder Vertiefung des Unterrichts. Die einzelnen didaktischen Einheiten stellen jeweils originale Dokumente aus der Zentralbibliothek Zürich und ihren Spezialsammlungen in den Mittelpunkt. Diese werden in einen thematischen Rahmen gestellt, erläutert und für Lehrerinnen und Lehrer mit weiterführenden Literaturhinweisen ergänzt. Die Materialien werden als PDF-Dokumente angeboten. Die präsentierten Originaldokumente sind stets auch online verfügbar.

Die Schul(zeit)reisen sind Teil des strategischen Schwerpunkts Citizen Science der Zentralbibliothek Zürich.

Feedback

Wir starten dieses neue Angebot als Pilotprojekt mit Materialien zur Geschichte und Kulturgeschichte. Einheiten zu weiteren Fächern werden in regelmässigen Abständen dazukommen. 

Dabei sind wir auf Rückmeldungen von Ihnen, den Lehrerinnen und Lehrern, angewiesen!

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Kritik und Fragen. Wünschen Sie sich ein spezielles Thema? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

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Schweizer Kleinmeister – Eine vergleichende Bildbetrachtung

Stellen wir uns idyllische Schweizer Landschaften vor, so beziehen sich diese inneren Bilder vermutlich nicht selten auf Motive, die die sogenannten Kleinmeister im 18. und 19. Jahrhundert populär gemacht haben. Wir vergleichen drei Versionen eines solchen Bildes, das circa 1768 entstanden ist, und erfahren etwas über die Umstände und Bedingungen damaliger Kunstproduktion.

Stichworte

Bildende Kunst – Schweizer Kleinmeister – Kunstgeschichte der Schweiz – Tourismus im 18. und 19. Jahrhundert

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Panoramen – Zoomen mit Stift und Pinsel

Anhand mehrerer Panoramen und weiterer Ansichten einer kleinen Zürcher Gemeinde im 19. Jahrhundert, üben sich Schüler und Schülerinnen im genauen Beobachten. So bereiten sie sich vor, sich selber an einem Panorama zu versuchen.

Stichworte

Geologie – Kunstgeschichte der Schweiz – Tourismus – Hütten (Zürich) – Panoramen – Heinrich Keller (1778-1862) – Kartografie – Künstlerische Praxis – Kunstunterricht

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Ein Fest des Jahres 1698: Die Einweihung des neuen Zürcher Rathauses

Anhand zweier Neujahrsblätter der «Constaffleren und Feuerwerker» wird die Bedeutung des Rathausneubaus für das Zürcher Gemeinwesen vermittelt. Neben der städtischen Festkultur der frühen Neuzeit können so exemplarisch die «Neujahrsblätter» als typische lokale Publikationsform von enormer Kontinuität sowie traditionsreiche Gesellschaften der Stadtgeschichte kennen gelernt werden.

Stichworte

Stadtgeschichte Zürichs – Repräsentationsbauten des 17. Jahrhunderts  – Neujahrsblätter – bürgerliche Festkultur der frühen Neuzeit – Bildprogramme und Emblematik – städtische Gesellschaften

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Die Dichterin und die Fremdenpolizei – Else Lasker-Schüler im Schweizer Exil

Die jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler floh 1933 vor den Nationalsozialisten ins Schweizer Exil. Die Zürcher Fremdenpolizei verweigerte ihr letztlich einen dauerhaften Aufenthalt, so dass sie nach Palästina weiterziehen musste.

Die besonderen Lebensumstände von den Nazis verfolgter Personen im Schweizer Exil werden verstanden.

Stichworte

Else Lasker-Schüler – Exil – Nationalsozialismus – Judenverfolgung – Zürich – Fremdenpolizei

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Exkurs zur Staatskunde

Am Beispiel von Greifensee wird eine vertiefte Sicht auf die Geschicke einer Landvogtei während über 400 Jahren geboten, als sie und ihre zugehörenden Ländereien Eigentum von Zürich waren. Wir betrachten eine frühe Fotografie, einen noch älteren Plan der Schlossanlage und vertiefen uns in eine Handschrift – oder deren Transkription – zur Geschichte der Vogtei. Wir lernen Bild, Plan und Text miteinander zu vergleichen und suchen Informationslücken in einem Dokument mit Angaben aus einem zweiten zu ergänzen.

1. Landvogteien – Zum Beispiel jene von Greifensee

Stichworte

Landvogteien – Alte Eidgenossenschaft – Staatskunde – Stand Zürich – Greifensee

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

2. Landvögte – Zum Beispiel Salomon Landolt

Stichworte

Landvogteien – Alte Eidgenossenschaft – Staatskunde – Stand Zürich – Greifensee

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Leben in Zeiten der Pandemie – Zürcher Gemeindechroniken über das Jahr 1918

Wie gingen die Menschen vor 100 Jahren mit einer Pandemie um? Die Zürcher Gemeindechroniken des Jahres 1918 enthalten Aufzeichnungen hierzu, nämlich zur Spanischen Grippe. Diese Berichte stehen neben jenen zu den Landwirtschaftserträgen, den Verhältnissen in Schule, Kirche und Vereinen, zum Kriegsende und zum Landesstreik.

Die Lernenden betrachten zwei Abbildungen eines Krankenzimmers und beschreiben was sie darauf sehen. Sie lesen beispielhaft die Schilderung aus Uster, und sie suchen Berichte aus der eigenen Wohngemeinde. Sie benennen Unterschiede und Parallelen zur heutigen Situation.

Stichworte

Spanische Grippe – Pandemie – Zürcher Gemeinden – 1918 – Gemeindechronik – Kanton Zürich

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Briefschreiben anno dazumal - Schreibanlass und Stil

Ein Jugendbrief des 19. Jh. zeigt den SchülerInnen frühere Konventionen und schärft ihr Bewusstsein für den Kulturwandel in unseren Kommunikationsformen, an dem auch sie beteiligt sind. 

Mit Alfred Escher wird ein prominenter Zürcher der Gründerzeit gewählt, der anhand weiterer (digitaler) Angebote im Internet näher kennengelernt werden kann.

Stichworte

Briefkultur des 19. Jh. – Schriftarten - Schreiben mit Feder und Tinte - Kalligrafie - Schreibstil - Alfred Escher - Metadaten - Digitale Briefedition

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Keine Angst vor alten Schriften! – Texte in Kurrentschrift lesen und verstehen

Wo liegen die Schwierigkeiten beim Lesen handschriftlicher Dokumente in Kurrentschrift und was ist überhaupt Kurrentschrift? Welche Buchstabenformen sind anders als bei unserer heutigen Schreibschrift und welche besonderen Regeln werden angewandt? Wie kann man einen Text in einer schwierigen Handschrift entziffern?

Die Lernenden entdecken die Charakteristika der Kurrentschrift und prägen sich einzelne Buchstabenformen ein; sie können ein kurzes Stück Text in einfacher, der Schulausgangsschrift entsprechender Kurrentschrift lesen oder entziffern; die Lernenden eignen sich eine Methodik zum Entziffern auch anderer Schriftarten und Handschriften an.

Stichworte

Kurrentschrift – Sütterlin – Deutsche Schreibschrift – gebrochene Schrift – Entziffern

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Die Schweiz und der Sklavenhandel – Eine Spurensuche in Einzeldokumenten

Anhand von Einzeldokumenten zum Geschick des Sklavenschiffs L’intrépide um das Jahr 1792 nähern wir uns der Frage nach der Beteiligung der Schweiz am Kolonialismus und insbesondere am Sklavenhandel.

Stichworte

Wirtschaftsgeschichte der Schweiz – Kolonialismus – Sklavenhandel – Schweizer Geschichte des 18. Jh.

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Der Züri-Putsch – ein Dialektwort geht um die Welt

«Putsch» ist eines der wenigen Schweizer Dialektwörter, die als Lehnwörter in andere Sprachen übergingen. Was aber war der «Züri-Putsch» von 1839?

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein Bewusstsein für die Konflikte, die mit der Säkularisierung des Bildungswesens in Zürich einhergingen, und lernen, politische Karikaturen zu interpretieren.

Stichworte

Regeneration (1830/31-1848) – Züri-Putsch – Straussenhandel – Bildungswesen – Trennung von Staat und Kirche – David Friedrich Strauss (1808-1874) – Bernhard Hirzel (1807-1847) – Begriffsgeschichte – Politische Karikatur

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Schule in alter Zeit – Unterricht in Zürich vor 200 Jahren

In der Zürcher Volksschule herrschten vor 200 Jahren teilweise noch sehr ungeordnete Verhältnisse. Der Schwerpunkt des Schulunterrichts lag zu dieser Zeit meist auf dem Buchstabieren von Wörtern oder dem Abschreiben von Vorlagen. Nur vereinzelt, etwa in der Stadtzürcher Armenschule, wurde für die Zeit sehr fortschrittlich bereits nach den Methoden von Pestalozzi unterrichtet. Gottfried Keller schildert diesen Unterricht aus eigener Erfahrung in seinem «Grünen Heinrich».

Die Lernenden erhalten Einblicke in die Entwicklung und Geschichte des Schulunterrichts im 19. Jahrhundert.

Stichworte

Schule – Schrift – Pädagogik – Gottfried Keller – Probschrift – Kurrentschrift

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Eine Naturkatastrophe des 18. Jahrhunderts: Die Überflutung Küsnachts im Jahr 1778

Am 8. Juli 1778 ereignete sich in Küsnacht am Zürichsee ein schweres Gewitter. Gewaltige Wassermassen stürzten vom Küsnachter Berg herab. Das Dorfzentrum wurde überflutet und weitestgehend zerstört.

Ein Zeitgenosse, Johann Hegi, hielt in zwei Graphiken das Bild der Zerstörung fest, das sich ihm bot.

Der Weg zur Sensibilisierung für die Erfordernisse des aktiven Umweltschutzes führt hier über historische Dokumente, die wir verstehen und sachdienlich rekonstruieren lernen. Zugleich wird anhand exemplarischer Dokumente die Erweiterung des orts- und landschaftsgeschichtlichen Wissens gefördert.

Stichworte

Naturkatastrophe – Hochwasserschutz und Katastrophenprävention früher und heute – Küsnacht – Dorfbach / Wildbach

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt

Der jugendliche Gottfried Keller geht in den Wald

Wie hat ein Jugendlicher vor 200 Jahren die Natur erlebt? Die Lernenden werden mittels Bildern und Texten des Schülers Gottfried Keller vertraut mit Naturerlebnissen im 19. Jahrhundert. Anhand dieser Dokumente begegnen sie zugleich Formen selbständigen Arbeitens in damaliger Zeit.

Der Dichter des 19. Jahrhunderts zeigt sich in seiner späteren Prosa als Naturschützer der ersten Stunde. Doch am Anfang dieser Entwicklung steht die idyllisch-romantische Empfänglichkeit des Jugendlichen für die Erscheinungen der Natur.

Stichworte

Naturbetrachtung vor 200 Jahren – Literatur – Bildende Kunst – Gottfried Keller – Von der Romantik zum Realismus

Für Lehrpersonen

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Mädchenbildung im Zürich des 18. und 19. Jahrhunderts

Heute ist es selbstverständlich, dass sowohl Mädchen als auch Knaben ein Gymnasium besuchen oder ein Studium aufnehmen dürfen. Vor 150 Jahren war das anders. 1864 liess die Universität Zürich als erste Hochschule in der Schweiz auch Frauen zum Studium zu. Noch länger dauerte es, bis auch Gymnasialklassen für Mädchen eingerichtet wurden.

Welche Bildungswege standen Mädchen und jungen Frauen vorher in Zürich offen? Wir erfahren darüber mehr durch eine gedruckte Schulordnung von 1794 und aus dem Brief einer Schülerin von 1876.

Stichworte

Mädchenbildung – Schule im Zürich des 18. und 19. Jahrhunderts – Pädagogik – Briefkultur – Schulordnung vor 200 Jahren

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Richard Wagner in Zürich: Konzerte des Jahres 1853

Wir lernen das Zürcher Konzertwesen um die Mitte des 19. Jahrhunderts kennen, das Richard Wagner (1813-1883) massgeblich mitprägte. Er lebte zwischen 1849 und 1858 in Zürich. Drei Werke des Kernkanons der Operngeschichte werden hier vorgestellt. Wir lernen Handschriften lesen und verstehen und erwerben Kompetenzen bei der Kontextualisierung historischer Dokumente.

Stichworte

Musikleben im 19. Jahrhundert – Richard Wagner – Konzerte – Chorgesang – Oper: «Der Fliegende Holländer» (Ballade der Senta) / «Tannhäuser « (Pilgergesang) / «Lohengrin (Brautlied)

Für Lehrpersonen

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Zürcher Schulgeschichte(n) – Schule vor 250 Jahren

1. «Sapere aude»: Das Motto des Aufklärungszeitalters

Im Lateinunterricht des Zürcher Collegium Carolinum wurde im 18. Jahrhundert viel Wert auf die Kenntnis der Klassiker gelegt. Der Aufklärer Johann Jakob Breitinger (1701-1776) war Lehrer am Carolinum. Ihm war es sehr wichtig, das eigenständige Denken seiner Schüler nachhaltig zu befördern, weshalb der Horaz-Spruch «Sapere aude» [«Wage es, weise zu sein!»] von zentraler Bedeutung für sein Wirken war.

Anhand der Bildanalyse von Johann Caspar Füsslis Porträt Breitingers werden die Lernenden mit zentralen Aspekte des aufgeklärten Denkens vertraut gemacht.

Stichworte

Schule – Lateinunterricht – Epoche der Aufklärung – Johann Jakob Breitinger – Collegium Carolinum Zürich – Philosophie – Friedrich Schiller – Immanuel Kant

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2. Sprüche zum Nachdenken und Erinnern: Stammbuchblätter

Jemandem etwas ins «Stammbuch» schreiben: Das klingt heute ein wenig veraltet, war aber namentlich im 18. Jahrhundert eine gängige und beliebte Praxis. Belesene Zeitgenossen erkannten die Herkunft von Sinnsprüchen auch ohne die Angabe des jeweiligen Urhebers mühelos.

Wir gewinnen Einblicke in die Moral- und Wertvorstellungen des 18. Jahrhunderts, lernen handschriftliche Dokumente lesen und im historischen Kontext verstehen. 

Stichworte

Schule – Lernen und Studieren im 18. Jahrhundert – Epoche: Aufklärung – Salomon Gessner – Johann Caspar Lavater – Stammbuch/Album Amicorum/Poesiealbum – Sinnsprüche/Spruchweisheiten

Für Lehrpersonen

Arbeitsblatt