Johann Rudolf Rahn (1841–1912) gilt als Vater der Schweizer Kunstgeschichte und Denkmalpflege. In unserem Bestand befinden sich 10'000 Seiten von Briefen, die wir digitalisiert und auf e-manuscripta.ch veröffentlicht haben.

Zehn Jahre nach der grossen Retrospektive zum 100. Todesjahr von Rahn können Sie mit uns zusammen die Briefe im Transkriptionstool von e-manuscripta transkribieren und edieren. Am Ende veröffentlichen wir Ihre Arbeiten online auf der Plattform. Besuchen Sie unseren zweiten Workshop am 8. Oktober!

Das Projekt ist Teil des strategischen Schwerpunkts Citizen Science der Zentralbibliothek Zürich.

Anleitung

Sie möchten gerne mit dem Transkribieren der Rahn-Briefe weitermachen oder neu damit beginnen?

Ein kurzes Videotutorial bietet eine Einführung in das Transkribieren auf e-manuscripta.

Transkriptionen

Vorhandene Transkriptionen:

  • Für einige Briefe Rahns liegen bereits Transkriptionen vor, die jedoch noch nicht ins Transkriptionstool von e-manuscripta.ch eingefügt wurden. Sie können diese Briefabschriften aus Word-Dokumenten herauskopieren und ins Transkriptionstool einfügen.
  • Die Word-Dateien finden Sie online in unserem e-manuscripta-Forum.
  • In der Datei «Liste_Briefe_mit_Transkriptionen» finden Sie eine Übersicht der vorhandenen Abschriften, die Sie kopieren können. Über den dort aufgeführten Link gelangen Sie zum Briefdigitalisat auf e⁠-⁠manuscripta.ch. Die Spalte «Titel» enthält unter «Fundort» die Angaben zum Dateinamen (Bandnummer und Seitenzahl), unter welchem die zu diesem Brief gehörende Word-Datei zu finden ist. Öffnen Sie die Word-Datei mit der entsprechenden Bezeichnung. Dann können Sie den Text ins Transkriptionstool hineinkopieren.
  • Um sich an den Diskussionen im Forum beteiligen zu können, müssen Sie sich erst registrieren. Wie das geht, entnehmen Sie dieser Anleitung. Wir weisen Sie darauf hin, dass Ihre Registrierung erst von der Redaktion freigeschaltet werden muss, bevor Sie sich einloggen und mitdiskutieren können. Die Word-Dokumente können Sie ohne Registrierung einsehen und herunterladen.

Briefe ohne Transkriptionen:

  • Für viele weitere Briefe liegen noch keine Transkriptionen vor. Hier können Sie selbst Ihre Lesekünste unter Beweis stellen!
  • Als Einstieg empfiehlt sich eine Suche im Namensregister der Briefbände. Diese Register sind im Vorfeld des Workshops transkribiert worden und lassen sich mittels «Suche im Volltext» unter «Detailsuche» nach gewünschten Namen durchsuchen. Mit den dort anzutreffenden Seitenangaben finden Sie direkt zum gewünschten Brief.
  • Für die Briefwechsel von Rahn mit Heinrich Angst und Robert Durrer wurden aus den Registern der einzelnen Bände die Seitenzahlen in eine Liste übernommen und mit Direktlinks zu diesen Briefen in e⁠-⁠manuscripta.ch ergänzt. Diese Liste finden Sie im e-manuscripta-Forum unter dem Dateinamen «Liste_Briefe_ohne_Transkriptionen_Angst_Breitinger_Durrer».

Briefwechsel zwischen Rahn und Karl Bossard, 122 Briefe aus den Jahren 1878–1911

Jean Syndon-Faurie (Caniac-du-Causse 1869 - Paris 1937), Karl Bossard, 1909, Öl auf Leinwand

Der Goldschmid Karl Bossard (1846–1914) führte in Luzern ein international renommiertes Goldschmiedeatelier. Er fertigte Kunstobjekte für europäische Fürstenhöfe, Privatsammler in Übersee und Museen des In- und Auslandes. An der Pariser Weltausstellung 1889 wurde Bossard die Médaille d’or zugesprochen. In seinen Briefen bestellte Rahn bei Bossard über Jahrzehnte hinweg Becher, Schalen, Platten, Teller und Löffel als Geschenke für befreundete Mitglieder in Vereinen und Gesellschaften wie auch für Verwandte.


Briefwechsel zwischen Rahn und Robert Breitinger-Wyder, 3 Briefe aus dem Jahr 1898

Robert Breitinger (1841–1913), Selbstporträt, 1892, Silbergelatineabzug, Zentralbibliothek Zürich, Fotoarchiv

Robert Breitinger-Wyder wurde wie Rahn 1841 geboren und verstarb ein Jahr nach ihm 1913. Breitinger war Heizungsingenieur und Ofenfabrikant in Zürich. Im Alter von 45 Jahren begann er zu fotografieren, wie viele aus der damaligen gutbürgerlichen Gesellschaftsschicht Zürichs. Seine Arbeiten sind zwischen 1886 und 1910 in einem sachlichen Stil entstanden. Sie dokumentieren eine Phase des regen städtebaulichen Wandels von Zürich. Das Fotoarchiv der Zentralbibliothek hütet seinen Nachlass, der je circa 4'000 Glasnegativplatten und fotografische Originalabzüge umfasst.

Briefwechsel zwischen Rahn und Heinrich Angst, 91 Briefe aus den Jahren 1883–1912

Heinrich Angst von Regensberg, Kanton Zürich. Direktor des schweizerischen Landesmuseums.

Zusammen mit Heinrich Angst (1847–1922), dem ersten Direktor des Landesmuseums, und dem Kaufmann Heinrich Zeller-Werdmüller (1844–1903) verfolgte Angst das Projekt, in Zürich ein Landesmuseum aufzubauen. Ein wichtiger Schritt hierhin war die Landesausstellung 1883 in Zürich. Rahn war Fachexperte der Gruppe «Alte Kunst», für die Angst eine Reihe Glasgemälde zur Verfügung stellte. Angst, Zeller-Werdmüller und Rahn bemühten sich, für das Museum Schweizer Glasgemälde aus dem Ausland zurückzukaufen oder durch Erwerb vor einem Verkauf ins Ausland zu schützen. In ihrer Korrespondenz lässt sich dieses Engagement in vielfältiger Weise nachvollziehen.


Briefwechsel zwischen Rahn und Robert Durrer, 59 Briefe aus den Jahren 1887–1911

Robert Durrer, 1934

Rahn zog den späteren Nidwaldner Staatsarchivar Robert Durrer (1867–1934) früh zur Erarbeitung der «Statistik schweizerischer Kunstdenkmäler» der Kantone Solothurn und Thurgau bei. In der Folge betraute er ihn mit der Bestandsaufnahme des Kantons Unterwalden. Der Briefwechsel dokumentiert den fachlichen Austausch zwischen Rahn und Durrer. Über drei Jahrzehnte hinweg entstand Durrers Lebenswerk, ein umfangreiches Buch, das zum Prototyp der Kunstdenkmälerbände der Schweiz werden sollte und für dessen erste Lieferung Rahn bereits 1899 das Vorwort verfasste.


Rangliste

Die Rangliste wird regelmässig aktualisiert. Stand: 1. September 2022

Benutzername

Anzahl Seiten

Hunziker, Edith

19

Foletti, Benedetta

6

Abegg, Regine

5

Hausheer, Yvonne

4

BS

3

Vogler, Vanessa

1

sybik

1


Total
39


Veranstaltung

Während einem Transkriptionsworkshop am 7. Mai 2022 haben wir verschiedene Briefwechsel zwischen Rahn und wichtigen Korrespondenzpartnern ausgewählt und transkribiert. Einen ganz herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!

Kontakt

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