Etzensperger, Fritz (1913–1990)


Sänger

Signatur: Mus NL 141

Musikhandschriften. - 0.4 m.
 


Fritz Etzensperger wurde am 21. April 1913 in Uster geboren. Nach der Sekundarschule besuchte er die Kunstgewerbeschule in Zürich mit darauffolgender Ausbildung zum Lithographen. 1935 entschied er sich nach einem Musikstudienaufenthalt in Italien für den Besuch des Berner Konservatoriums, wo er Theorie und Sologesang sowie Klavier bei H. Steingrube studierte.

1942 wurde er Mitglied des Madrigalensembles unter Robert Blum und wirkte dort unter anderem bei der Uraufführung von Frank Martins Oratorium Le vin herbé mit. 1944 gründete Etzensperger das Zürcher Vokalduo. In den Jahren 1945/46 gehörte er dem Vokalensemble der Schola Cantorum Basiliensis an. 1953 berief ihn Karl Matthaei als Lehrer für Sologesang an die Musikschule und das Konservatorium Winterthur. Im In- und Ausland setzte sich Etzensperger besonders für schweizerische Gegenwartsmusik, vor allem Othmar Schoecks Liedgut, ein.

Etzensperger lebte als Konzertsänger (Bariton), Gesangspädagoge und Chorleiter in Herrliberg (Kanton Zürich), wo er 1990 starb.

 

Quelle:

Schuh, Willi (Hrsg.), Schweizer Musiker-Lexikon 1964, Zürich 1964