Elisabeth Bosshart-Rothwell (1883–1970)


Sängerin

Signatur: Mus NL 105

Musikmanuskripte, Musikdrucke. - 0.1 m.
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Elisabeth Bosshart-Rothwell wurde am 15. Oktober 1883 als Elisabeth Wolff in Deutschland geboren. Über ihre Ausbildung zur Sopranistin ist nichts bekannt. Wahrscheinlich anfangs der 1900er Jahre hörte sie der amerikanische Impresario Henry Savage in Mannheim und engagierte sie nach New York. 1910 heiratete sie den amerikanischen Dirigenten Walter Henry Rothwell (1872-1927). Damit beendete sie vorerst ihre Opernkarriere und konzentrierte sich auf den Liedgesang. 1926 trennten sich Elisabeth und Walter Henry Rothwell. Elisabeth zog mit ihren beiden Kindern zurück nach Deutschland, wo sie ihre Operntätigkeit wieder aufnahm. Ab 1927 war sie für drei Jahre in Königsberg engagiert, danach wirkte sie als Gesangslehrerin in Berlin. Aufgrund der politisch gespannten Lage verliess Elisabeth Rothwell zu Beginn der 30er Jahre Deutschland und übersiedelte mit ihren zwei Kindern und dem Schweizer Dirigenten Robert Bosshart (1899-1937), den sie in Königsberg kennengelernt hatte, nach Lugano. 1932 heiratete sie Bosshart. Nach dessen Tod zog sie nach Zürich. Zu ihren Schülerinnen gehörte u. a. Edith Mathis.

Der Nachlass besteht aus einer Sammlung vorwiegend englischsprachiger Liedkompositionen (46 Musikhandschriften und 28 Musikdrucken). Zu erwähnen sind neben einem Autograph Henry Cowells die rund 40 Musikhandschriften mit Liedkompositionen amerikanischer und nach den USA emigrierter Komponistinnen wie Marion Bauer, Margaret H. Bucklee, Fannie Charles Dillon, Zudie Harris-Reinecke, Wells Hively, Rosalie L. Hausmann, Ethel Glenn Itier, M. Hennion Robinson und Mabel Wood Hill.

Elisabeth Bosshart-Rothwell starb am 6. September 1970.