Was wir machen

Im ZB-Lab entwickeln wir auf experimentelle Weise digitale Anwendungen für Forschende aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie für die interessierte Öffentlichkeit. Mit unseren Prototypen möchten wir das digitale Arbeiten mit den Daten der ZB erleichtern und zugleich einen Beitrag für Open Science leisten.

Mit unserer nutzerzentrierten Arbeitsweise suchen wir aktiv den Austausch mit der Forschungscommunity. Die Feedbacks, die wir erhalten, erlauben es uns, die Vorhaben iterativ zu verbessern und zu evaluieren.

Neben den Digital Humanities und Citizen Science interessieren uns Linked Open Data, das Wikiversum, Machine Learning, Virtual und Augmented Reality sowie IIIF (International Image Interoperability Framework).

Vorhaben und Initiativen

Bei unseren Vorhaben und Initiativen verbinden wir die genannten Handlungsfelder mit den Bibliotheks- und Sammlungsdaten der ZB.

IIIF-Tools

IIIF (International Image Interoperability Framework) erlaubt es, Digitalisate unabhängig vom Speicherort zu sammeln und zu bearbeiten. Dies eröffnet grosse Potenziale für die Geisteswissenschaften und Digital Humanities. In unserem Vorhaben loten wir Anwendungsfälle für die Arbeit mit Digitalisaten aus, die als IIIF-Manifeste abrufbar sind wie z.B. in e-manuscripta. Wir eruieren, wie sich mittels der IIIF-Viewer Mirador und Universal Viewer durch Nutzende erstellte Collections speichern, teilen und wieder abrufen lassen.

Video-Tutorials zu IIIF

Um den Einstieg in das Arbeiten mit IIIF (International Image Interoperability Framework) zu erleichtern, haben wir eine Reihe von Video-Tutorials angefertigt. Sie reichen von IIIF-Grundfunktionen über die plattformübergreifende Suche nach Digitalisaten bis hin zu Wissensgrundlagen für die Erstellung eigener IIIF-Manifeste und richten sich an digital affine Forschende. Weitere Tutorials sind in Planung.

Open ZB-Lab (vDHd-2021)

Das ZB-Lab ist bei der virtuellen Digital Humanities Konferenz mit dem Workshop Open ZB-Lab am 17. September 2021 dabei, um gemeinsam mit Forschenden ihren Bedürfnissen hinsichtlich möglicher digitaler Forschungsservices auf den Grund zu gehen. Bei Interesse können Sie sich gerne anmelden unter lab@zb.uzh.ch.

Wikiversum

In dieser vom ZB-Lab lancierten Initiative wollen wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen Sammlungen der ZB auf Wikipedia und in weiteren Wiki-Kontexten nutzbar machen. Die ersten drei Projekte sind:

  • Biografien und Werkverzeichnisse von Musikerinnen und Musikern aus der ZB in Wikipedia übertragen und damit sichtbar machen
  • Bilder aus der Steinfels-Sammlung (Ansichten des 18. Jh.) in Wikimedia Commons zur Verfügung stellen
  • Ausstellungen mit QR-Codes (QRpedia) auf Wikipedia-Artikel oder auf ZB-Medien verlinken

GLAMhack 2021

Das ZB-Lab war vom 16.-17. April 2021 beim siebten Swiss Open Cultural Data Hackathon mit dabei. Ziel ist es bei solchen GLAMhacks, in kurzer Zeit und ausgehend von einer konkreten Aufgabenstellung eine digitale Lösung zu entwerfen.

  • Passend zum 3D Modell des St. Galler Globus wurde ein Konzept für eine Anwendung entwickelt, die mit interaktiven Elementen und Storytelling-Komponenten Wissen zu diesem bedeutenden Objekt vermittelt.
  • 1971 and all that - Women’s Right to Vote in Switzerland - Mittels Natural Language Processing wurden Zeitungsartikel zum 1971 beschlossenen Frauenstimmrecht in Form von Word Clouds visualisiert und somit die politische Atmosphäre der Zeit sichtbar gemacht.
  • Beim Projekt Making digitised scores audible wurden mittels Optical Musical Recognition - einer Form von Optical Character Recognition für Musikalien - per Machine Learning alte Drucke von e-rara ausgelesen, um diese mit Notationssoftware hörbar zu machen.
  • Beteiligt waren wir auch beim Projekt A walk through Zurich around 1910. Dabei wurden Stadtansichten von 1910 von Friedrich Ruef-Hirt aus dem Baugeschichtlichen Archiv auf ein 3D-Modell der Langstrasse gemappt und virtuell begehbar gemacht.

Itten vernetzt

Das ZB-Lab ist auch an der zweiten Phase des Projekts «Itten vernetzt» beteiligt, in dem eine Linked-Open-Data-Wissensplattform zum Künstler und Kunstpädagogen Johannes Itten (1888-1967) erarbeitet wird.

Das Projekt ist bei der Handschriftenabteilung angesiedelt und arbeitet mit der Swiss Art Research Infrastructure (SARI) zusammen. Dabei soll eine Webanwendung entstehen, bei der die Archivalien des Itten-Archivs in der Zentralbibliothek mit anderen digitalisierten Quellen und Informationen verknüpft und durchsuchbar gemacht werden sollen.

Das ZB-Lab unterstützt hier bei der Ermittlung der Forschungsbedarfe und bei der Anwendungsentwicklung. Zudem trägt es dazu bei, die Daten des Itten-Archivs dem Projekt in technisch nutzbarer Form zur Verfügung zu stellen.

Mit wem wir zusammenarbeiten

Interessiert?

Sind Sie interessiert oder möchten sich mit einer eigenen Idee einbringen? Dann kontaktieren Sie uns unter lab@zb.uzh.ch. Wir freuen uns!