Nehmen Sie das Heft in die Hand!

«Citizen Science» ist in aller Munde. Und sie wird gelebt: Professionell und ehrenamtlich tätige Forschende arbeiten zusammen. Gemeinsam entwickeln sie wissenschaftliche Fragestellungen, sammeln Daten, analysieren und interpretieren diese.
Ein globaler Trend
Citizen Science ist ein aktueller Trend. Vor allem Naturwissenschaften und Medizin nutzen die Chancen von Citizen Science. Dies zeigen die Überblickseiten zur schweizerischen und internationalen Projektlandschaft. Die Open Science-Bewegung und die Digitalisierung beschleunigen den Wandel zu neuen Formen von Kooperation in der Forschung.
Citizen Science in den Geisteswissenschaften
Forschung ausserhalb der Universitäten hat in den Geisteswissenschaften eine lange Tradition. Gelehrte Gesellschaften oder publizierende Lehrerinnen und Lehrer mögen als Stichworte genügen. In jüngster Zeit entstehen aber auch in den Geisteswissenschaften Citizen Science-Initiativen, in denen hauptamtlich Forschende und Freiwillige zusammenkommen. So wird etwa am Deutschen Seminar der Universität Zürich die Entwicklung der Schweizer Dialekte von 1930 bis 2000 in einem Citizen Science-Projekt erforscht. Erfolgreich abgeschlossen ist die Korrekturkampagne des Projekts «Bullinger digital». Hier verbesserten engagierte Freiwillige die vom Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte ursprünglich auf rund 10'000 Karteikarten zusammengetragenen Informationen zum Briefwechsel von Heinrich Bullinger. Wer im deutschen Sprachraum Orientierung sucht, dem sei der Blog «Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kunst und Geisteswissenschaften» empfohlen.
Die ZB engagiert sich für Citizen Science
Die Zentralbibliothek Zürich versteht es als ihre strategische Aufgabe, diese Entwicklung zu unterstützen und mitzugestalten. Als Kantons- und Stadtbibliothek einerseits, Universitätsbibliothek andererseits ist sie dafür prädestiniert, breite Bevölkerung und Wissenschaft zusammenzubringen.
Machen Sie mit!
Citizen Science hat viele Gesichter. Entdecken Sie mit uns neue Dokumente und Objekte! Stellen Sie Ihr Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung und bringen Sie es in die Forschung ein. Und lernen Sie Menschen mit gleichen Interessen kennen.

«Aufbereitet für Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler: Mädchenbildung im Zürich des 18. und 19. Jahrhunderts»
Begeben Sie sich ab sofort auf Schul(zeit)reisen mit der ZB und teilen Sie uns mit, welche Themen Ihnen im Schulunterricht fehlen. Oder möchten Sie lieber digitalisierte Zürcher und Schweizer Karten verorten? Dann beteiligen Sie sich am besten ab Juni 2021 an unserem Projekt Durch Raum und Zeit: Georeferenzierung von historischen Zürcher und Schweizer Karten. Und alte Schriften entziffern wir gemeinsam am 3. Juli bei der Veranstaltung «Mein Brief ist lang geworden» – Zschokke transkribieren.
Im Herbst 2021 ist der Launch weiterer Projekte der ZB geplant. Unser Citizen Science-Newsletter und unsere Facebook Gruppe halten Sie auf dem Laufenden.
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