Musikabteilung
Chor der Predigerkirche, seit 1996 Sitz der Musikabteilung. Handkolorierte Aquatinta, ca. 1820–1840
Die Musikabteilung wurde 1971 gegründet und hat sich rasch als wissenschaftliche Sammlung von europäischer Bedeutung etabliert. Neben grösseren Beständen an gedruckten Noten und Tonträgern besitzt sie heute eine der grössten Wagneriana-Sammlungen der Welt und ist zu einem wichtigen Aufbewahrungsort schweizerischer Musikhandschriften der vergangenen 200 Jahre geworden. Zu ihrem Bestand gehören gegen 180 Nachlässe von Komponisten, Musikern und Musikwissenschaftlern, u.a. von Hans Georg Nägeli, Othmar Schoeck, Heinrich Sutermeister, Wladimir Vogel, Paul Burkhard und Wilhelm Furtwängler. Einen weiteren Sammlungsschwerpunkt bilden Körperschaftsarchive und historische Bibliotheksbestände wichtiger Zürcher Musikinstitutionen wie Opernhaus, Tonhalle, Konservatorium und Allgemeine Musik-Gesellschaft (AMG).
Die Musikabteilung macht die ihr anvertrauten Materialien auf vielfältige Art und Weise fruchtbar. So erscheinen seit einigen Jahren in unregelmässiger Folge CDs mit Musik aus ihren Beständen, von geistlichen Liedern Zwinglis bis Werken des späten 20. Jahrhunderts ("Musik aus der Zentralbibliothek Zürich"). Auch bei der Konzertreihe "Mittagsmusik im Predigerchor" enthält jedes Programm zumindest ein Werk, das als Handschrift, Erst- oder Frühdruck in der Zentralbibliothek liegt. Die von der Musikabteilung kuratierte Ausstellung im Opernhaus Zürich wird ebenfalls mit den Beständen der Zentralbibliothek gestaltet und ist jeweils während einer Saison im Foyer des Opernhauses und anschliessend in der "Musikgalerie im Predigerchor" zu sehen.
