Zum Tag der Frau, 8. März 2020

Ulrike Ottinger verstehe das Kino als eine Kunst, «die durch Begegnung mit anderen Menschen, Objekten, Büchern, Orten und Kulissen entstehe, in denen sich die Realität bemerkbar macht», steht in der Begründung der Goldenen Berlinale-Kamera 2020.
Den Ehrenpreis an Personen, die sich ums Filmschaffen besonders verdient gemacht haben, hat Ottinger, die Europas Filmszene mit unvergesslichen Werken wie «Freak Orlando», «Prater» und «Chamissos Schatten» seit 50 Jahren mitprägt, mehr als verdient.
Ihr neuster Film, «Paris Calligrammes», ist in den Schweizer Kinos (noch) nicht zu sehen. Doch die Zentralbibliothek hat unlängst einige ihrer wichtigsten Werke auf DVD angeschafft. Sie besitzt zudem etliche Bücher von und über Ottinger, in deren Schaffen sich die Neugierde auf Fremdes – Menschen, Länder, Landschaften – ebenso spiegelt, wie ihre Lust am Spiel mit der Phantasie und ihr Selbstverständnis als Frau.