«Das Tagebuch der Malerin Sophie Schaeppi (1852–1921)» übersetzt und kommentiert von Elisabeth Nigg-Schaeppi und François Guex

Die Winterthurerin Sophie Schaeppi entscheidet sich für einen aussergewöhnlichen Weg: Mitte des 19. Jahrhunderts als zweites von sieben Kindern einer bürgerlichen Familie geboren, lässt sie sich zur Malerin ausbilden und baut sich in Paris eine Existenz auf. Als ihre Mutter stirbt, kehrt die 42-Jährige schweren Herzens nach Winterthur zurück, um sich um den Vater und eine Nichte zu kümmern. 

Vor einigen Jahren erschien mit «Sophie Schaeppi 1852–1921. Eine Künstlerin zwischen Winterthur und Paris» ein erstes Buch über diese Wegbereiterin der Schweizer Kunst. Nun haben eine Grossnichte und ein Urgrossneffe kommentierte Auszüge ihres Tagebuchs herausgegeben. Erschienen als Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur, erlauben sie einen persönlichen Einblick in ein Frauen- und Künstlerinnenleben um die Jahrhundertwende. 

Als Leserin oder Leser ist man mit dem «Tagebuch der Malerin Sophie Schaeppi (1852–1921)» mittendrin im Leben dieser Künstlerin, die zeitweise am Prekariat in Paris, aber noch vielmehr am Leben in der bürgerlichen Kleinstadt zu verzweifeln droht. Fotografien und Abbildungen ihrer Werke ergänzen die Texte, die Sophie Schaeppi während 35 Jahren geschrieben hat. Sie erzählen von Freundschaft, Familie, einer unerwarteten Liebe und zeichnen das unmittelbare Porträt einer eigenwilligen Frau. 

Beide Bücher sind bei uns ausleihbar. Zwei von Sophie Schaeppi illustrierte Bilderbücher finden Sie in unserem Bestand ebenfalls.