Andreas Herczog – das Leben eines 68ers

«Das begriff ich nie: Dass man von den Russen überfallen wird und nachher die POCH gründet. Linker als links.» Neben einem Pflegegeschwister von Andreas Herczog (1947–2021) lässt Autor Urs Buess in der Neuerscheinung «Der 68er im Aussendienst» weitere Weggefährtinnen und -gefährten des Architekten und Politikers zu Wort kommen. Ihre Erzählungen verweben sich zu einer Biografie Herczogs und zeichnen das Panoptikum einer politisch bewegten Zeit und Generation.
Ungarnflüchtling, Stadt- und Raumplaner, Mitgründer der POCH, Zürcher Nationalrat – Andreas Herczog kam als Kind in die Schweiz und machte sich das Land zur Heimat, die er von Zürich aus mitgestaltete. Dass «Der 68er im Aussendienst» von einem Freund auf der Grundlage von Gesprächen mit Gefährtinnen und Gefährten geschrieben wurde, schadet dem Buch als Zeitdokument und Biografie nicht, im Gegenteil. Persönliche Einblicke sind in diesem Fall wertvoller als ein kritischer Aussenblick. Die angenehm zu lesenden Texte, ergänzt durch Schwarz-Weiss-Fotografien, laden ein, in das Universum von Andreas Herzog und der 68er-Bewegung in Zürich einzutauchen.
Die Neuerscheinung steht bald in unserer Turicensia Lounge zum Blättern und im Freihandmagazin zur Ausleihe bereit. Mehr Lektüre über die Zürcher 68er sowie Texte von Andreas Herczog finden Sie in unserem Bestand ebenfalls.