«Adalbert Klingler. Ein Leben für den Kasperli» von Regula Klingler

Bereits als kleiner Junge entdeckt Adalbert Klingler seine Leidenschaft für das Handpuppenspiel, die sich zu einer lebensprägenden «Kasperlibesessenheit» entwickelt. Der Weg zum professionellen Handpuppenspieler ist lang und entbehrungsreich: eine abgebrochene Lehre, ein abgebrochenes Studium, unbefriedigende Jobs. Und nebenher das Theater und der Kasper.

Seine Odyssee führt Adalbert Klingler 1939 schliesslich an die Landi, wo er sich als «Landi-Chaschper» einen Namen macht, und nach dem Zweiten Weltkrieg in den Park im Grüene in Rüschlikon. Dort ermöglicht Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler dem mittlerweile Fünfzigjährigen Klingler, hauptberuflich als Puppenspieler zu arbeiten.  

In «Adalbert Klingler. Ein Leben für den Kasperli» erzählt seine Enkelin die Lebensgeschichte dieses Pioniers des künstlerischen Handpuppenspiels in der Schweiz und lässt ihn selbst zu Wort kommen: Auszüge unveröffentlichter Lebenserinnerungen, teils in Mundart, offenbaren einen Erzähler, der sich seiner «unkaufmännischen Anlage» durchaus bewusst ist und dem man gern zuhört. Fotografien und Abbildungen von Dokumenten ergänzen den Text.

Das Buch zeichnet ein aussergewöhnliches Leben nach und erinnert an einen leidenschaftlichen Menschen, der sich mit seinen Puppen in unzählige Kinderherzen spielte. «Adalbert Klingler. Ein Leben für den Kasperli» steht in unserer Turicensia Lounge zum Blättern und bald im Freihandmagazin zum Ausleihen bereit.