Johannes Itten in seinem Atelier, 1958

Johannes Itten in Zürich

Als sich Johannes Itten 1938 in Zürich niederliess, hatte der damals 50-Jährige bereits an vielen Orten gewirkt. Er kam nach Zürich, um die Direktion der Kunstgewerbeschule (heute Zürcher Hochschule der Künste) und des Kunstgewerbemuseums (heute Museum für Gestaltung) zu übernehmen. Ab 1943 besetzte er weiter auch die Leitung der Textilfachschule Zürich (heute Schweizerische Textilfachschule). Mit diesen Ämtern konnte Itten in Zürich die Arbeit weiterführen, die er 1938 in Deutschland auf Druck der Nationalsozialisten hatte aufgeben müssen.

In Zürich bot sich für Itten zudem die Gelegenheit, seine Beschäftigung mit ostasiatischer und afrikanischer Kunst unter Beweis zu stellen. Seit 1945 verhandelte er mit Baron Eduard von der Heydt über die Schenkung von dessen Sammlung aussereuropäischer Kunst an die Stadt Zürich. Itten richtete dafür das Museum Rietberg ein und bekleidete das Amt des Direktors bis 1956.

Johannes Itten mit einer chinesischen Weihstele aus der Sammlung von der Heydt, Museum Rietberg 1952

Nach seiner Pensionierung veröffentlichte Itten seine kunsttheoretischen Überlegungen und seine pädagogischen Konzepte in den erfolgreichen Büchern «Kunst der Farbe» und «Mein Vorkurs am Bauhaus». Die «Kunst der Farbe» wurde in den 1960er Jahren zum Bestseller und in viele Sprachen übersetzt.

Zürich war somit der Ort, wo Itten seine Kernkompetenzen, seine Erfahrungen und seine Interessen, die er an verschiedenen Lebensstationen entwickelt und gesammelt hatte, weiterführen und vollenden konnte.

In der aktuellen Forschung wird Ittens Wirken in Zürich in folgenden Projekten thematisiert:

Unter der Leitung von Prof. Thomas Sieber laufen derzeit an der Zürcher Hochschule der Künste Planungen für ein Projekt, in dem Johannes Itten als Ausstellungsmacher und Museumsdirektor (im Kunstgewerbemuseum Zürich und im Museum Rietberg) unter dem Aspekt der kolonialen und nationalen Selbst- und Fremdkonzepte untersucht wird.

Am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Regensburg wird unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Wagner seit vielen Jahren der schriftliche Nachlass Johannes Ittens wissenschaftlich ausgewertet und ein Verzeichnis des künstlerischen Œuvres erstellt. Die Werke der Zürcher Jahre werden im Band II des Catalogue raisonné enthalten sein, der 2020 publiziert wird. Ittens Wirken in Zürich wird zudem in einer in Regensburg entstehenden Dissertation untersucht.

Drei Schwerpunkte – Pädagogik, aussereuropäische Kunst und die Farbenlehre – werden im Folgenden genauer betrachtet.

Johannes Itten, Die Entstehung des zwölfteiligen Farbkreises, Autograf

Pädagogik

Einer der zentralen Bestandteile von Ittens Kunstpädagogik ist der sogenannte Vorkurs. Dieses Probesemester entwickelte er über mehrere Jahrzehnte als Lehrer an diversen Bildungsanstalten, wie beispielsweise dem Bauhaus in Weimar. Stets erweiterte und verfeinerte er sein Bildungskonzept. 1939 führte er den Vorkurs auch an der Kunstgewerbeschule Zürich ein. Nicht nur dort, sondern auch an vielen anderen Kunstschulen, gehört er bis heute zum festen Bestandteil des Lehrplanes.

Der Grundgedanke ist dabei, dass die Schülerinnen und Schüler nicht einfach ein Repertoire von Formen und Regeln vermittelt bekommen, wie dies bis weit ins 20. Jahrhundert hinein an den Kunstakademien üblich war. Itten ging es darum, dass der Lernende selber schöpferisch tätig wird, dass sein Talent und seine Kreativität geweckt werden und sich entfalten können. Dabei standen das Experimentieren mit Materialien, die Befreiung von alten Vorbildern in der Kunst sowie das Finden einer eigenen Ausdrucksform im Zentrum.

Stillleben mit Linien, aus der Itten-Schule Berlin

Aussereuropäische Kunst

Ittens Bemühungen um die aussereuropäische Kunst prägten Zürich nachhaltig: Dass das Museum Rietberg 1952 eröffnet werden konnte, ist Johannes Itten mitzuverdanken. Mit grossem Engagement hatte er sich dafür eingesetzt, dass die Sammlung von Baron Eduard von der Heydt in der Villa Wesendonck einen dauerhaften Ausstellungsort bekommen konnte. Bis 1956 leitete er das Museum Rietberg, das einzige Museum für aussereuropäische Kunst der Schweiz.

Auch als Direktor des Kunstgewerbemuseums präsentierte Itten immer wieder afrikanische oder asiatische Kunstwerke der Öffentlichkeit. Gerade mit ostasiatischer Kunst und Philosophie setzte sich Itten auch künstlerisch auseinander. Die posthume Ausstellung «Tuschezeichen», die 1988/1989 im Museum Rietberg Zürich und in Heidelberg gezeigt wurde, widmete sich genau diesem Aspekt von Ittens Schaffen.

Fotografie der Ausstellung «Tuschezeichen» im Haus zum Kiel, Museum Rietberg 1988

Farbenlehre

Nicht nur als Maler, sondern auch als Theoretiker beschäftigte sich Itten sein Leben lang mit der Farbe. Ganz besonders interessierten ihn die Gesetzmässigkeiten und Wirkungen von Farben. Seine eigenen Ideen bauen auf denen anderer Farbtheoretiker auf, darunter Philipp Otto Runge, Wilhelm von Bezold, Eugène Chevreul und Adolf Hölzel.

Im Zürcher Kunstgewerbemuseum präsentierte Itten seine farbtheoretischen Ideen im Jahr 1944 erstmals der Öffentlichkeit und stellte sie in den Kontext von Natur, Kunst, Wissenschaft und Technik. Der Drucklegung seiner Farbenlehre widmete er sich intensiv nach Eintritt in den Ruhestand 1956. 1961 konnte sein theoretisches Hauptwerk «Kunst der Farbe» im Otto Maier Verlag in Ravensburg erscheinen. Die Publikation wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und beförderte damit die internationale Rezeption Ittens. Noch heute wird Ittens Farbenlehre an Kunsthochschulen weltweit unterrichtet.

Johannes Itten, Übung zum Farbe-an-sich-Kontrast, Farbkurs Wattwil 1940

Lebenslauf

1888–1913

Thun, Bern und Genf

Johannes Itten wurde am 11. November 1888 in Süderen-Linden im Berner Oberland geboren. Nach dem Tod seines Vaters 1892 war sein Leben geprägt von vielen Orts-wechseln. Er lebte jedoch immer in einem bäuerlichen Umfeld, bis er als Zehnjähriger zu seinem Onkel nach Thun zog. Itten wollte Lehrer werden wie sein verstorbener Vater und besuchte deshalb das Lehrerseminar in Hofwil bei Bern. Daneben nahm er Zeichenunterricht und beschäftigte sich mit der Reformpädagogik. Nachdem er etwas mehr als ein Jahr als Dorfschullehrer gearbeitet hatte, schrieb er sich spontan an der Genfer École des Beaux-Arts ein, um Kunst zu studieren. Ohne das Studium zu Ende zu führen, ging er 1910 zurück nach Bern um Sekundarlehrer zu werden. Danach reiste er unter anderem nach Paris, München, Köln und Mannheim, wo er die grossen Kunstausstellungen jener Zeit besuchte. Er entschied sich daraufhin, nochmals ein Semester an der Genfer École des Beaux-Arts zu studieren. Bereits hier zeigten sich Ittens Interessen und Fähigkeiten in Kunst und Pädagogik.

Johannes Itten an der École des Beaux-Arts, Genf 1909

1913–1916

Stuttgart

Nachdem Itten in München ein Gemälde von Adolf Hölzel gesehen hatte, beschloss er, nach Stuttgart zu reisen und bei Hölzel an der Akademie der bildenden Künste zu studieren. 1914 wurde er in dessen Meisterklasse aufgenommen. Hölzels Kontrastlehre, seine Untersuchungen über den konstruktiv-gesetzmässigen Aufbau von Kunstwerken wie auch seine Farbenlehre hatten grossen Einfluss auf Ittens eigenes Arbeiten. Dieser setzte sich mit dem Expressionismus und dem Kubismus auseinander und seine frühen abstrakten Bildkompositionen entstanden.

Weitere Inspiration erhielt Itten durch den Austausch mit der Künstlerin Ida Kerkovius sowie den Künstlerkollegen Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Hermann Stenner.

Auf Empfehlung Hölzels erteilte Itten ab 1916 privaten Zeichenunterricht.

Johannes Itten in seinem Atelier zusammen mit Oskar Schlemmer, Stuttgart 1913, im Bildhintergrund seine frühen abstrakten Gemälde

1916–1919

Wien

Motiviert durch seine Schülerin Agathe Mark verliess Itten 1916 Stuttgart in Richtung Wien. Dort führte er seine ungegenständliche Malerei wie auch seinen privaten Kunstunterricht weiter. Darin war er so erfolgreich, dass die Anzahl Schülerinnen und Schüler stets zunahm und Itten von Privat- auf Klassenunterricht wechselte.

Während dieser Zeit beschäftigte er sich intensiv mit theosophischen und anderen esoterischen Schriften und bewegte sich in dem Kunst- und Avantgardezirkel um Alma Mahler. Er begegnete dort Künstlern, Musikern, Architekten und Literaten wie Adolf Loos, Josef Matthias Hauer, Gustav Klimt und Oskar Kokoschka sowie zudem seiner späteren Frau Hildegard Anbelang. Alma Mahler war es, die ihren damaligen Ehemann Walter Gropius, Direktor des neu gegründeten Bauhauses in Weimar, dazu brachte, Itten ans Bauhaus zu berufen. Laut Itten sagte sie zu Gropius: «Walter, wenn aus deiner Bauhaus-Idee etwas werden soll, so musst du Itten berufen!»

Brief von Johannes Itten an seine Schülerin und Muse Anna Höllering, Wien 1917

1919–1923

Bauhaus Weimar

Itten folgte dem Ruf Gropius’ an die neuartige Kunstschule nach Weimar. Dort führte er den Vorkurs ein, ein Probesemester, in welchem die Lernenden die Möglichkeit hatten, sich mit den bildgestalterischen Mitteln intensiv auseinanderzusetzen und unkonventionell zu arbeiten.

Itten leitete am Bauhaus als Formmeister verschiedene Werkstätten. Seinen berühmten Vorkurs unterrichtete er im Henry-van-der-Velde-Bau. Im sogenannten Tempelherrenhaus, einem neugotischen Gebäude im Park an der Ilm, hatte Itten sein Atelier eingerichtet. Hier führte er mit den Studierenden auch Atem- und Konzentrationsübungen wie auch Yoga durch, was seinen lebensreformerischen Vorstellungen entsprach.

Künstlerisch entfernte sich Itten mehr und mehr von der gegenstandslosen Malerei und malte figürlich-gegenständliche Bilder wie sein bekanntes «Kinderbild», das er anlässlich der Geburt seines Sohnes Matthias 1920 malte.

Am Bauhaus in Weimar führte er zudem seine Untersuchungen in Farbtheorie weiter und entwarf seine berühmte Farbkugel, auch Farbstern genannt, in sieben Lichtstufen und zwölf Tönen.

Johannes Itten am Bauhaus, Weimar 1921, im Hintergrund sein Farbstern

1923–1925

Herrliberg

Itten kündigte Ende 1922 seine Meisterstelle am Bauhaus, da die Differenzen mit dem Direktor Walter Gropius immer grösser wurden. Er kehrte Deutschland den Rücken und liess sich mit seiner Familie in der internationalen Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft in Herrliberg nieder. Hier widmete er sich vollumfänglich der Mazdaznan-Lehre. Diese verband eine vegetarische Ernährungslehre und eine Atem- und Hygienelehre mit einer Religionsphilosophie, die östliche Weisheiten mit christlichen Heilsbotschaften zu vereinen suchte.

Itten baute innerhalb der Gemeinschaft in Herrliberg die Ontos-Werkstätten für Handweberei und Teppichknüpferei auf, wo er auch Kunstunterricht erteilte.

Nach und nach zeigte sich aber eine Krise in der Gemeinschaft aufgrund von Auseinandersetzungen um eine Neuausrichtung der Mazdaznan-Bewegung. Itten verliess daraufhin Herrliberg im Oktober 1925 in Richtung Berlin.

Johannes Itten in Herrliberg, 1923

1925–1934

Berlin

In Berlin gründete Itten seine eigene private Kunstschule, die Itten-Schule, die in kurzer Zeit sehr erfolgreich wurde und sich zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz zum Bauhaus entwickelte. Itten konnte Ende 1929 mit seiner Kunstschule in einen Neubau umziehen, der ganz im Stil des Neuen Bauens gehalten war und über eine grosse Dachterrasse für Gymnastik- und Atemübungen verfügte.

Wie schon am Bauhaus, war das Hauptziel seiner Schule nicht nur die Heranbildung von freien Künstlern, sondern die Ausbildung von gestalterisch Schaffenden für die Praxis. So wurden Fotografen, Architekten, Reklame- und Musterzeichner ausgebildet. Ehemalige Bauhäusler arbeiteten als Lehrer an Ittens Schule, so zum Beispiel Georg Muche, Gyula Pap, Lucia Moholy oder Max Bronstein. Im April 1934 wurde die Itten-Schule wie bereits zuvor das Bauhaus unter nationalsozialistischem Druck geschlossen.

Die Itten-Schule an der Konstanzer Strasse 14, Berlin 1929

1932–1938

Krefeld

1931 wurde Itten von der Samt- und Seidenindustrie Krefeld beauftragt, die Leitung der Textilfachschule zu übernehmen, was er parallel zu seiner Tätigkeit in Berlin ausführte. Die Preussische Fachschule für textile Flächenkunst Krefeld, wie die Schule offiziell hiess, wurde durch Itten von einer rein technisch orientierten Berufsschule zu einer künstlerischen Fachschule weiterentwickelt, wo Textilentwerfer ausgebildet wurden. An der Schule in Krefeld lernte er zudem seine zweite Ehefrau, Anneliese Schlösser, kennen, eine ehemalige Schülerin und spätere Lehrerin der Musterweberei.

1938 wurde Itten entlassen, da er als Ausländer und ehemaliger Bauhäusler als suspekt galt. Die Ausstellung «Entartete Kunst», die während der nationalsozialistischen Diktatur im Sommer 1937 in München stattfand, zeigte zwei seiner Werke. Seine Arbeiten galten als «entartet» und wurden aus öffentlichen Sammlungen in Deutschland entfernt.

Zwei Fotografien von Ausstellungen der «Fachschule für textile Flächenkunst» in Köln und Krefeld, 1936

1938

Amsterdam

Nach seiner Entlassung verliess Itten Deutschland und hielt nach neuen Aufgaben, vorwiegend in Amerika, Ausschau. Doch zuerst verschlug es ihn nach Amsterdam, wo er sich mit Malkursen und Vorträgen finanziell über Wasser hielt. Itten betrachtete seinen Aufenthalt in den Niederlanden nur als eine Zwischenstation auf dem Weg in die USA. Doch bald wurde er von Willem Sandberg, dem Direktor des Stedelijk Museum in Amsterdam, beauftragt, ein grosses Segeltuch – ein Velum – für die Glasdecke der Eingangshalle des Museums zu entwerfen. Itten kreierte dafür ein textiles, heute nicht mehr erhaltenes Kunstwerk, das weitreichende Bekanntheit erlangte.

Durch den Schweizer Kunsthistoriker Sigfried Giedion erfuhr Itten in Amsterdam von der neu zu besetzenden Stelle des Direktors der Kunstgewerbeschule Zürich und des Kunstgewerbemuseums, auf die er sich bewarb.

Montage des Velums in der Eingangshalle des Stedelijk Museum Amsterdam, 1938

1938–1967

Zürich

Nach seiner erfolgreichen Bewerbung um die Stelle des Direktors der Kunstgewerbeschule Zürich und des Kunstgewerbemuseums übernahm Itten im Dezember 1938 die Leitung beider Einrichtungen, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte.

Ab 1939 unterrichtete er dort seine Form- und Farbenlehre in der vorbereitenden allgemeinen Klasse. Sein Unterricht war auf die Freilegung der schöpferischen Kräfte der Studierenden und auf die Förderung der individuellen Begabungen ausgerichtet. Diese geistige Haltung bestimmte die Kunstgewerbeschule Zürich während Ittens gesamter Amtszeit.

1943 übernahm Itten zusätzlich die Leitung der Textilfachschule Zürich. Nach seinem Abgang war die Seidenwebschule zu einer Fachschule geworden, die für die verschiedenen Sparten der Textilindustrie den qualifizierten Nachwuchs heranbildete: Webermeister, Textiltechniker, Textilkaufleute und Textilentwerfer. Mit dem Aufbau des Rietbergmuseums konnte Itten ab den 1950er Jahren zudem seinem grossen Interesse an aussereuropäischer Kunst nachgehen, das ihn seit Beginn seiner Karriere begleitet hatte.

Nach seiner Pensionierung arbeitete Itten an der Drucklegung seiner beiden erfolgreichen theoretischen Schriften «Kunst der Farbe» und «Mein Vorkurs am Bauhaus», die 1961 bzw. 1963 veröffentlicht wurden. Eine Retrospektive im Kunsthaus Zürich 1964 und die Teilnahme an der Biennale in Venedig 1966 brachten ihm breite Anerkennung. Johannes Itten starb 1967 in Zürich und wurde auf dem Friedhof Höngg beigesetzt.

Stellenausschreibung für die Direktion der Kunstgewerbeschule und des Kunstgewerbemuseums Zürich, Neue Zürcher Zeitung, 11.07.1938

Nachlass

Johannes Itten, Manuskript zur Farbenlehre, vermutlich 1950er Jahre

Der schriftliche und kunsttheoretische Nachlass Johannes Ittens befindet sich in der Zentralbibliothek Zürich und wird derzeit im Rahmen des Projekts «Itten vernetzt» für die Forschung erschlossen und bereitgestellt. Ab Frühjahr 2021 können die Dokumente über das Archivportal ZBcollections online recherchiert und vorbehaltlich rechtlich und konservatorisch bedingter Zugangsbeschränkungen im Lesesaal der Handschriftenabteilung eingesehen werden.

Weitere bedeutende Bestände zu Johannes Itten sind in folgenden Institutionen zu finden:

Zürich

Bern

Ausland

Ein dreibändiges Werkverzeichnis mit weiterführenden wissenschaftlichen Informationen gibt einen vollständigen Überblick über den künstlerischen Nachlass Johannes Ittens:

Christoph Wagner, Johannes Itten. Werkverzeichnis Band I. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen 1907 – 1938, München 2018.

Band I erschien zum Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019, Band II erscheint 2020 und Band III 2021.

Voraussichtlich ab 2021 wird zudem ein digitales Werkverzeichnis auf arthistoricum.net zugänglich sein.

Itten-Bibliothek

Die ZB verwahrt nicht nur den bedeutenden schriftlichen Nachlass Ittens, sondern auch die Itten-Bibliothek. In diesem Bestand von über 2000 Büchern und Broschüren sind Ittens Privatbibliothek, Ausgaben und Übersetzungen seiner Schriften, Ausstellungskataloge, Widmungsexemplare und Sekundärliteratur vereint. Zahlreiche Bände tragen Lese- und Gebrauchsspuren wie Adressangaben, Kauf- und Besitzinformationen, Widmungen, Randbemerkungen, Unterstreichungen und Zeichnungen.

Hinweise zur Recherche: Die Bücher und Broschüren der Itten-Bibliothek sind über das Rechercheportal findbar. Bei einer Suche nach der Signatur «Itten» und einer Einschränkung des Suchbereiches auf die Zentralbibliothek Zürich werden sämtliche Exemplare angezeigt. Eine voreingestellte Suchabfrage finden Sie unter diesem Link.

Bei Vorliegen eines Benutzerausweises können die Bände anschliessend direkt im Rechercheportal bestellt und innerhalb einer angegebenen Frist im allgemeinen Lesesaal oder Rara-Lesesaal eingesehen werden.

Für inhaltliche Fragen zur Itten-Bibliothek kontaktieren Sie PD Dr. Lothar Schmitt, Fachreferent für Kunstgeschichte.

Zeichnung von Johannes Itten auf dem Vorsatzblatt des Buches: Herbert Kühn, Die Kunst der Primitiven, München 1923; Itten-Bibliothek, Itten 259

Projekt «Itten vernetzt»

Im Rahmen des Projektes «Itten vernetzt» wird das Itten-Archiv seit Anfang 2019 erschlossen. Die Dokumente werden geordnet, konservatorisch geprüft und ggf. behandelt, archiviert und im digitalen Katalog (ZBcollections) beschrieben. Voraussichtlich ab 2021 können Forschende Dokumente aus dem Itten-Archiv vorbehaltlich rechtlicher und konservatorischer Einschränkungen im Lesesaal der Handschriftenabteilung einsehen und Digitalisate bestellen.

In einer zweiten Projektphase sollen ausgewählte Dokumente digital verfügbar gemacht und schliesslich mit dem digitalen Verzeichnis der Werke Johannes Ittens mittels semantischer Technologien verknüpft werden. Hierfür kooperiert die ZB mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg und dem Fachinformationsdienst Kunst an der Universitätsbibliothek Heidelberg.

Schüler und Schülerinnen der Itten-Schule Berlin vor ihren Werken, Fotoaufnahme zwischen 1925 und 1934

Literatur über Johannes Itten

Auf arthistoricum.net ist eine umfassende Bibliografie zu Johannes Itten online verfügbar. Die Bibliografie erfasst Forschungsliteratur zu Leben, Werk, Umfeld und Einfluss Ittens und wird regelmässig ergänzt.

Bild- und Textrechte

Bildrechte für den Abdruck künstlerischer Werke Johannes Ittens sind für die Schweiz bei ProLitteris einzuholen, für andere Länder bei der jeweiligen Verwertungsgesellschaft. Die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Dokumenten aus dem Itten-Archiv für Ausstellungen, Publikationen u.a. bedarf einer Genehmigung, welche über die Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich eingeholt werden kann.

Brief von Johannes Itten an Anneliese Itten, 1965

Kontakt

Für weiterführende Fragen kontaktieren Sie Christine Baur oder Barbara Vogel aus dem Projektteam von «Itten vernetzt».

Bambusblätter, Tuschezeichnungen von Johannes Itten, etwa 1960

Bildnachweise

Sämtliche Abbildungen auf dieser Website stammen aus dem Itten-Archiv der Zentralbibliothek Zürich, Signatur: Hs NL 11. Für die Genehmigung zur Veröffentlichung der Itten-Dokumente danken wir den Rechteinhabern. Wir haben uns bemüht, alle weiteren Inhaber von Urheberrechten ausfindig zu machen. Sollten dabei Fehler oder Auslassungen unterlaufen sein, bitten wir um Benachrichtigung.

Sämtliche Bilder und Fotos dürfen nicht ohne Abbildungserlaubnis weiterverwendet werden.