Digitale Lernangebote und die Nutzung von E-Medien haben krisenbedingt in letzter Zeit stark zugenommen. Nicht immer muss es ein aufwändiges E-Learning oder ein virtueller Rundgang sein. Soziale Medien oder andere Kommunikationstools erlauben es auch, Wissen in kleinen Häppchen zu verteilen und Interessierte unkompliziert im virtuellen Raum zu beraten.

Dienstagstipps auf Twitter

Zwischen Juni und Dezember 2020 hat die ZB über ihren Twitter-Account jeden Dienstag kleine Recherchetipps unter dem Hashtag #Recherchedienstag vorgestellt: Sie reichten von theoretischen Inhalten wie dem Recherchezyklus über Online-Werkzeuge für das Finden von Suchbegriffen bis hin zur Reverse-Image-Search.

Die beliebtesten Tipps betrafen legale Methoden, um bei wissenschaftlichen Artikeln die Paywall zu umgehen, das Thema Zeitungsrecherche in Pressehosts oder eine Datenbank für geschlechtergerechte Formulierungen. Auch witzige Hinweise wie jener auf das Museum of Endangered Sounds wurden geliked und geteilt.

Seit Januar präsentieren wir wöchentlich eine nützliche, witzige oder erfinderische Datenbank unter #Datenbankdienstag. Wir weisen dabei auf neue Zugänge der Zentralbibliothek Zürich für UZH-Studierende oder PURA-Nutzer hin, bewerben aber auch ZB-«fremde» Datenbanken, die für alle Arten von Recherchen hilfreich sind. Unser Zielpublikum fassen wir breit und die Tipps sollen nicht nur Studierenden und Forschenden dienen, sondern auch ein öffentliches Publikum, das sich für alle Sorten von digitalen Sammlungen interessiert, ansprechen.

Individuelle Rechercheberatung

Es geht aber auch persönlicher: Mit Beginn des Lockdowns vor einem Jahr ging auch unsere individuelle Rechercheberatung in den virtuellen Raum. Unsere vertiefte Beratung für Studierende, Maturandinnen und Maturanden, die an einer Arbeit schreiben, Long Life Learners oder Forschende hilft bei Recherchefragen per Microsoft Teams oder Zoom. Diese Kommunikationstools bieten einen schnellen und unkomplizierten Weg, um unsere Kundschaft zu beraten und ihr unsere Angebote zu zeigen. Die interessanten Recherche-Themen, welche die Nutzenden mitbringen, eröffnen auch unseren Fachpersonen neue Gebiete. Erfahrungsgemäss erreichen uns am meisten Anfragen aus den Wirtschaftswissenschaften. Durchschnittlich gelangen im Moment 1-2 Beratungsanfragen pro Woche an uns. Vor allem für unsere jüngsten Forscherinnen und Forscher gibt es also noch genug Kapazitäten für Unterstützung. Corona-bedingt können wir ja im Moment keine Schulungen vor Ort anbieten.

Neue Wege auch nach Corona

Wir sehen die momentane Situation als Chance, neue Wege zu gehen, um unsere Kundinnen und Kunden zu erreichen. Noch vor einem Jahr hätte der Gedanke an virtuelle Rechercheberatungen die eine Mitarbeiterin oder den anderen Mitarbeiter der Zentralbibliothek vermutlich ins Schwitzen gebracht. Heute ist das der neue Alltag.

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Abteilung Informationskompentenzvermittlung /
Digitale Dienste / Entwicklung