Handbibliothek Handschriftenkunde

Allgemeine Literatur zur Handschriftenkunde findet sich im Präsenzbestand der Zentralbibliothek (LS 04), die Referenz- und Forschungsliteratur ist in der Handbibliothek im Lesesaal der Handschriftenabteilung im Altbau, 2. Stock, aufgestellt, wo auch die Möglichkeit besteht, sich beraten zu lassen. Die Bücher von Präsenzbestand und Handbibliothek sind frei zugänglich, können aber nicht ausgeliehen werden.
Zur Verfügung stehen die wichtigsten Lexika und Nachschlagewerke sowie die grundlegende Literatur zu folgenden Bereichen:
 

A. Handschriftenkataloge und Verzeichnisse

• Handschriftenkataloge des In- und Auslandes
• Nachlassverzeichnisse
• Ausstellungskataloge
• Antiquariats- und Auktionskataloge
 

B. Handschriften- und Buchwesen allgemein

• Geschichte des Handschriftenwesens
• Sammlungs- und Bibliotheksgeschichte
• Kodikologie (Buchgeschichte und Buchherstellung)
• Beschreibstoffe und Wasserzeichenforschung
• Paläographie (Schriftgeschichte, Schreibwerkzeuge)
• Skriptorien (Schreib- und Malwerkstätten)
• Kalligraphie
• Autographen
• Buchgestaltung und Buchmalerei
• Einbandgeschichte
• Texttradition und Editionstechnik
• Handschriftenverwaltung
• Handschriftenbeschreibung und Nachlasserschliessung
• Bestandeserhaltung und Restaurierung
• Handschriften-Faksimiles
 

Angeschafft werden Monographien, Nachschlagewerke, Tafelwerke, Repertorien, Initienverzeichnisse sowie gedruckte Handschriftenkataloge in- und ausländischer Bibliotheken in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache, Ausstellungskataloge, Antiquariats- und Auktionskataloge soweit sie sich auf Handschriften beziehen.

Gesammelt wird ebenfalls die Literatur zu den Zürcher Handschriftenbeständen, die vor allem in Form von Belegexemplaren in die Bibliothek kommt. Handschriften-Faksimiles werden erworben, wenn sie die vorhandenen Bestände sinnvoll erweitern und durch Kommentarbände für die Forschung relevant sind. Die für die Handschriftenforschung wichtigen Fachzeitschriften sind abonniert, die neuesten Ausgaben von «Scriptorium», «Codices manuscripti» und «Gazette du livre médiéval» liegen jeweils im Handschriftenlesesaal zur Einsicht auf.

Überschneidungen gibt es mit den beiden Fachreferaten für Buchwesen einerseits und Bibliothekswesen andererseits. Das Fachreferat für Handschriftenkunde konzentriert sich auf die ältere Buch-, Bibliotheks- und Sammlungsgeschichte von der Antike bis zum Ausgang des Mittelalters und die handschriftliche Tradition in der Neuzeit, während sich das Fachreferat für Buchwesen mit der Geschichte des gedruckten Buches seit seiner Erfindung im 15. Jahrhundert befasst, das Fachreferat für Bibliothekswesen mit dem modernen Buchwesen. Siehe auch Fachreferat für Buchrestaurierung/Papierkonservierung.

Im Bereich des Archivwesens werden nur die wichtigsten Lexika und Nachschlagewerke angeschafft, die spezielle Literatur finden Sie bei den betreffenden Archiven (siehe Handschriftenabteilung, Links).