Pride Month
Der Pride Month im Juni ist ein wiederkehrender Schwerpunkt der Zentralbibliothek Zürich. Jährlich wird im Lesesaal eine Auswahl an Literatur und Medien zu LGBTQ+-Themen präsentiert, die zum eigenständigen Entdecken einlädt. Ergänzend dazu finden Veranstaltungen statt, die unterschiedliche Perspektiven aufgreifen und vertiefen.
Programm 2027
Programm 2026
Wie geht es queeren Menschen in der Schweiz?
11. Juni 2026, 18:30 - 19:30 Uhr, Lesesaal ZB Zürich
Eventsprache: Deutsch
Das Schweizer LGBTIQ+ Panel stellt sich vor
Wie geht es queeren Menschen in der Schweiz? Gibt es Unterschiede innerhalb der queeren Community? Wie hat sich ihre Situation in den letzten Jahren verändert? Diese Fragen werden seit 2019 im Rahmen des Schweizer LGBTIQ+ Panels untersucht, an dem über 6000 Personen teilgenommen haben, davon mehr als 85 Prozent aus der queeren Community. In der Veranstaltung werden das Panel, zentrale Ergebnisse sowie aktuelle Projekte vorgestellt. Abschliessend wird aufgezeigt, wie das Panel eine Brücke zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik schlägt und damit zu einer Gesellschaft beiträgt, in der sich alle Menschen wohlfühlen können.
LGBTQ+ in Games – zum Ausprobieren
18. Juni 2026, 17:00 - 20:00 Uhr, UB Digital Library Space
Eventsprachen: Deutsch und Englisch
Digitale Games mit queeren Inhalten entdecken, ausprobieren und verstehen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen queere digitale Games. Sie wird von der Zentralbibliothek Zürich gemeinsam mit der Universitätsbibliothek Zürich durchgeführt. Anders als im letzten Jahr in der Veranstaltung «LGBTQ+ in Games», die sich theoretisch mit dem Thema auseinandersetzte, steht nun die Praxis im Zentrum: Im Digital Library Space der Universität Zürich kann selbst gespielt und ausprobiert werden. Begleitend werden Hintergrundinformationen zu den Spielen vermittelt. Das Angebot richtet sich sowohl an Personen, die bereits im letzten Jahr teilgenommen haben, als auch an neue Interessierte.
Standing united against global backlash
23. Juni 2026, 18:30 - 19:30 Uhr, Lesesaal ZB Zürich
Eventsprache: Englisch
Podiumsgespräch mit Vertreter*innen aus allen Kontinenten
Kollaborationspartner*innen des Global LGBTIQ+ Health Project aus Afrika, Asien, Europa, Nordamerika, Lateinamerika und Ozeanien geben Einblicke in die Situation vor Ort. In der Veranstaltung wird dargelegt, weshalb sie am Projekt teilnehmen und warum die internationale Zusammenarbeit von zentraler Bedeutung ist. Im Fokus stehen die Förderung der Gesundheit aller Menschen sowie die Ermöglichung gesellschaftlicher Teilhabe. Ebenso wird die Bedeutung von Solidarität innerhalb der LGBTIQ-Community und darüber hinaus – etwa durch Allies – hervorgehoben. Zudem wird aufgezeigt, mit welchen Herausforderungen die Partner*innen in ihren Ländern aktuell konfrontiert sind, insbesondere im Kontext politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, und weshalb globale Zusammenarbeit notwendig ist.
Queer Lesen: Gemeinsam ein Buch im Fokus
30. Juni 2026, 18:30 - 20:00 Uhr, Lesesaal ZB Zürich
Eventsprache: Deutsch
Diskussionsabend zu «Öffnet sich der Himmel» von Seán Hewitt
Das Format «Queer Lesen – Buchclub» aus dem Regenbogenhaus Zürich ist im Juni zu Gast in der Zentralbibliothek Zürich. Gemeinsam wird der Roman «Öffnet sich der Himmel» von Seán Hewitt (Suhrkamp 2025) besprochen: eine kraftvolle Coming-of-Age-Geschichte über Sehnsucht, Zugehörigkeit und die ersten tastenden Schritte ins Erwachsenwerden. Der Roman entfaltet in poetischer Sprache, wie intensiv, verletzlich und überwältigend jugendliches Begehren sein kann und wie viel Mut es braucht, sich den eigenen Gefühlen zu stellen. Es wird ein anregender Austausch über ein Buch erwartet, das mit viel Zärtlichkeit von den Möglichkeiten und Risiken der ersten Liebe erzählt. Eingeladen sind alle, die sich am Gespräch beteiligen oder einfach zuhören möchten.
Programm 2025
Vernissage der Ausstellung «This is Zurich»
03. Juni 2025, 18:00 - 19:0 Uhr, Lesesaal ZB Zürich
Eventsprache: Deutsch
Die Ausstellung «This is Zurich» zeigt eine Auswahl an Fotografien des bulgarischen Fotografs Vasil Shterev – eine queere Liebeserklärung an das Zürcher Nachtleben. Seit seiner Ankunft in Zürich dokumentiert Vasil mit der Analogkamera die Szenen, die er in dieser Stadt sucht, findet und selbst erlebt. Seine Bilder führen in ein Zürich abseits gängiger Vorstellungen: roh, intim und divers. Sie zeigen Momente des Rauschs, der Nähe und der Selbstentfaltung – und feiern die queere Community der Stadt.
Die Ausstellung ist im Juni während der Öffnungszeiten im Lesesaal der Zentralbibliothek Zürich zugänglich. Zur Vernissage ist der Fotograf anwesend.
LGBTQ+ in Games
10. Juni 2025, 18:00 - 19:00 Uhr, Lesesaal ZB Zürich
Eventsprachen: Deutsch und Englisch
Im Spannungsfeld von Queer-Coding bis zum queeren Code
Vor etwas mehr als 10 Jahren entbrannte mit Gamergate in der Gaming-Community ein Krieg um Diversität und die Geschichten und Figuren, von denen Videogames handeln. Seither hat sich viel getan. In grossen Rollenspielen wie Baldur’s Gate 3 oder Dragon Age: The Veilgard können Spielende ihren Avatar frei gestalten, ohne Einschränkungen durch ein binäres Geschlechtssystem. In Wylde Flowers wird man schon in den ersten Minuten von einer Pride-Flage begrüsst. Doch am anderen Ende der Gaming Community wird gerade deswegen immer noch regelmässig zu Protesten (oder Schlimmerem) aufgerufen. LGBTQ+ in Games beschäftigt sich mit dem Status von LGBTQ+ Repräsentation in Games und wie es ist, in diesem Spannungsfeld als queere Person Games für ein vielfältiges Publikum zu entwickeln.
Die Veranstaltung wird von Stefan Schmidlin, Dozent an der ZHdK und Vorstandsmitglied der IGDA Schweiz, wo er sich in der LGBTQ+ Special Interest Group engagiert, sowie von Micha Rieser, wissenschaftlicher Bibliothekar an der Zentralbibliothek Zürich, geleitet und interaktiv durchgeführt.
Loving Highsmith - Filmvorführung und Diskussion
13. Juni 2025, 18:30 - 21:00 Uhr, Kino Stüssihof, Stüssihofstatt 13, 8001 Zürich
Eventsprache: Deutsch
Filmvorführung in Anwesenheit der Regisseurin mit anschliessender Diskussion
Patricia Highsmith (1921-1995) hat nicht nur spannende Kriminalromane geschrieben, sondern auch die erste nicht unglücklich endende Liebesgeschichte zweier Frauen. Erstmals erschienen ist „The Price of Salt“ (später „Carol“) 1952 unter Pseudonym; dass Highsmith selber Frauen liebt, hat sie der Welt zeitlebens verschwiegen. Reiche Zeugnisse ihres bewegten Liebeslebens aber finden sich in ihren Tage- und Notizbüchern, die nach ihrem Tod in ihrem Haus im Tessin zutage kamen. Die Schweizer Filmemacherin Eva Vitija hat diese eingehend studiert und darauf aufbauend „Loving Highsmith“ gedreht. Entstanden ist eine fesselnde Biografie, die – auch in Begegnungen mit Highsmiths Freund*innen und Familienmitgliedern – in die von doppelter Identität, heimlichen Obsessionen und ewiger Sehnsucht geprägte Lebenswelt einer der schillerndsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts führt.
Die Zentralbibliothek Zürich zeigt „Loving Highsmith“ im Rahmen ihrer Pride Month-Veranstaltungen.
Bild: © Courtesy Family Archives
Wissenschaftlicher Vortrag: Ein schwules Leben vor 1900
19. Juni 2025, 18:30 - 20:00 Uhr, Hermann-Escher-Saal, ZB Zürich
Eventsprache: Deutsch
Das Buch «Der Urning – Selbstbewusst schwul vor 1900» öffnet ein Fenster in eine weitgehend unbekannte Zeit der queeren Schweiz. Die Autoren Philipp Hofstetter und René Hornung stellen den Vorkämpfer für gleiche Rechte, Jakob Rudolf Forster (1853–1923), vor. Sie schildern eine Lebenswelt, in der sich die moderne Form von Homosexualität erst zu etablieren begann. Eine der wichtigsten Quellen für das Buch ist Forsters Autobiografie mit dem Titel «Justizmorde im 19. Jahrhundert – Wahrheitsgetreue Darstellung des fast unglaublich verfolgten Schweizers J. R. Forster, Heiratsvermittler von Brunnadern (St. Gallen)», gedruckt 1898. Eines der wenigen erhaltenen Exemplare befindet sich in der Zentralbibliothek Zürich – im Rahmen des Pride Month wird es nun digitalisiert und auf e-rara.ch zugänglich gemacht.
Finissage der Ausstellung zum Buch «Queer Kids. 15 Porträts. Mit Fotografien von Judith Schönenberger»
30. Juni 2025, 18:00 - 19:30 Uhr, Lesesaal ZB Zürich
Eventsprache: Deutsch
Finissage der Ausstellung mit freiem Eintritt und Apéro
Die Ausstellung «Queer Kids» im Lesesaal der Zentralbibliothek Zürich basiert auf dem gleichnamigen Buch von Christina Caprez mit Fotografien von Judith Schönenberger. Sie porträtiert sieben junge Menschen, die sich ausserhalb klassischer Geschlechterstereotype bewegen, und gibt Einblick in ihre Lebensrealitäten. Die Ausstellung thematisiert Fragen zu Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung und Selbstausdruck – und zeigt, wie Jugendliche heute mit diesen Themen umgehen.
Die Ausstellung ist im Juni während der Öffnungszeiten im Lesesaal zugänglich. Zur Finissage sind die Autorin Christina Caprez, die Fotografin Judith Schönenberger sowie zwei der porträtierten Jugendlichen anwesend. Sie berichten von ihren Erfahrungen und stehen für Gespräche zur Verfügung.
Programm 2024
«Annemarie Schwarzenbach und ihre queeren Familien» – mit Daniela Kohler und Elias Zimmermann im Gespräch mit Alexis Schwarzenbach
04. Juni 2024, 18:00 - 19:00 Uhr, Hermann-Escher-Saal, ZB Zürich
Eventsprache: Deutsch
Die berühmteste Schweizer Schriftstellerin, Journalistin und Fotografin des zwanzigsten Jahrhunderts erhält bald eine wissenschaftliche digitale Edition, die ihre Briefe und kürzeren Texte der Öffentlichkeit zugänglich macht. Es gilt eine Frau neu zu entdecken, die längst den Status einer lesbischen Ikone erlangt hat. Was hieß es, in der Zwischenkriegszeit lesbisch zu sein? Was hat Schwarzenbachs Queerness mit ihrer biologischen Familie und ihren Freundes-, Kunst- und Fan-'Familien' zu tun? Und was bedeutet dies für das Verständnis ihres Werks? Zwei Mitglieder des Editionsteams diskutieren diese und weitere Fragen mit dem Biographen und Grossneffen Alexis Schwarzenbach.
«Hass, Hetze, Cancel Culture» – mit Nadine Brügger, Nora Zukker und Donat Blum
13. Juni 2024, 18:00 - 19:00 Uhr, Hermann-Escher-Saal, ZB Zürich
Eventsprachen: Deutsch
Die Journalistinnen Nadine Brügger (NZZ) und Nora Zukker (Tagesanzeiger) rekonstruieren den Fall «Oh Boy» und diskutieren mit Schriftsteller*in Donat Blum (Glitter, Opoe, Oh Boy) über Queerness, Feminismus, Männlichkeit und Cancel Culture: Wie und warum werden ein gesellschaftlich progressives Buch und seine Verfasser*innen gecancelt? Wieviel Redefreiheit gilt es auszuhalten? Können Frauen, Queers und Männer im Kampf für Gleichberechtigung zusammenspannen oder ist das aufgrund unterschiedlicher Interessen ausgeschlossen? Wie können wir als Gesellschaft der fortschreitenden Polarisierung etwas entgegenhalten und über Weltanschauungsgrenzen hinweg neue Brücken schlagen? Und was lehrt uns all das über den Zeitgeist, den wir leben und mitgestalten?
«Liebe, Lesen, Sex und Glitter» – mit Texten von Liliia Zhernova, Donat Blum und Zora del Buono sowie einer Performance von Mischa Badasyan
26., Juni 2024, 18:00 - 19:30 Uhr, Hermann-Escher-Saal, ZB Zürich
Eventsprache: Deutsch
Die in Zürich lebende ukrainische Dichterin Liliia Zhernova, die_der Autor*in Donat Blum aus Berlin, Lima und Zürich und die in Zürich lebende Autorin mit italienischen Wurzeln und Faible für Berlin, Zora del Buono, lesen ihre Texte begleitet von einer Performance des Armenisch-russisch-Berlin-Zürcher Künstlers Mischa Badasyan, der im Zuge einer Performance einst ein Jahr lang täglich ein Date hatte und bei einem breiteren Publikum Bekanntheit erlangte. Präsentiert wird der Abend von der ZB und von «Glitter – die Gala der Literaturzeitschriften», der ersten queere Literaturzeitschrift und einzigen all-queere Literaturinstitution im deutschsprachigen Raum, die sich seit 2017 mit viel Schweiss und Herzblut der Förderung und Etablierung queerer Literatur verschrieben hat.








