Blumenschmuck in einem preisgekrönten Garten an der Edelweissstrasse und auf dem Umschlag der Publikation über den Verein Zürcher Blumenschmuck. (Hintergrundbild: Marius Leutenegger / Grün Stadt Zürich)

In der Stadt Zürich gab es einst einen ganz besonderen Verein. Seine Mitglieder pflanzten, jäteten und gossen mit viel Hingabe, damit Zürich im besten Licht erscheine. Sie fanden in den 1930er-Jahren zusammen, im Hinblick auf die «Landi», die grosse Landesausstellung in Zürich, die viele Besucherinnen und Besucher in die Stadt locken würde. «Gesellschaft zur Förderung des Blumenschmucks in der Stadt Zürich» nannten sie sich, kurz Verein Zürcher Blumenschmuck. Der Name war Programm: Die Gesellschaft prämierte jährlich den schönsten privaten Blumenschmuck der Stadt, von Balkongeranien bis hin zu ganzen Gärten.

In unserem Magazin 05 steht eine Broschüre, die diesem Zürcher Verein gewidmet ist. Sie ist Jubiläums- und Abschlusspublikation zugleich, denn nach über 70 Jahren löste sich der Verein Zürcher Blumenschmuck 2009 auf. Mit der sorgfältig gestalteten Publikation wirft Grün Stadt Zürich einen Blick zurück und lässt einzelne Mitglieder zu Wort kommen.  

Diese Trouvaille rücken wir stellvertretend für viele andere ihrer Art, die wir eifrig sammeln und für die Nachwelt bewahren, ins Rampenlicht. Es sind Broschüren und Broschürchen, die das zivilgesellschaftliche Engagement in den Mittelpunkt stellen. Sie ehren die grossen Bemühungen im Kleinen und feiern lokale Heldinnen und Helden. Denn auch und insbesondere sie machen die Stadt zu dem lebenswerten Ort, der sie ist.

-Stefanie Ehrler