Alfred Kaiser: Ethnien im Gebiet zwischen Victoriasee und Indischem Ozean, Manuskriptkarte um 1890. Abteilung Karten und Panoramen, Signatur MK 2229.

Der Arboner Alfred Kaiser (1862–1930) wurde schon zu Lebzeiten als Universalgenie und bedeutender Afrika- und Sinai-Forscher gefeiert. Als 18-Jähriger reiste er nach Ägypten und erkundete als Gelegenheitsarbeiter vor allem Wüstenregionen. Er erhielt eine Anstellung im Vizeköniglichen Museum in Kairo und kam mit bedeutenden Afrikaforschern und Naturwissenschaftlern in Kontakt.

1886 unternahm Kaiser seine erste Reise in den Sinai und vertiefte sich dort in landeskundliche und physisch-geographische Studien. An den Zürcher Paläontologieprofessor Charles David Mayer-Eymar (1826–1907) berichtete er über geologische und geomorphologische Befunde aus diesem Gebiet (siehe e-manuscripta).

 Es folgten noch weitere Forschungsreisen in den Sinai, nach Eritrea, nach Uganda und nach Äquatorial-Ostafrika (zusammen mit Max Schoeller). Auf diesen Expeditionen wurden zahlreiche Daten erhoben. Davon sind in der Kartensammlung der ZB noch gut zwei Dutzend Manuskriptkarten erhalten. Bei gewissen Gebieten handelt es sich um die erste grossmassstäbliche Kartierung überhaupt (siehe e-manuscripta).