«Die Töchter von Zürich» von Erika Weigele

Als König Rudolf von Habsburg im Jahr 1291 stirbt, gerät das politische Gefüge in Bewegung. Zürich greift das habsburgische Winterthur an und verliert die Schlacht. Der Sohn des verstorbenen Königs belagert die Stadt Zürich. In diese bewegten Zeiten versetzt Erika Weigele den Protagonisten ihres historischen Romans «Die Töchter von Zürich». Der unbescholtene Buchmaler Bertram kehrt zwar vom Schlachtfeld zu seiner Frau und seinen Töchtern zurück, doch damit ist die Gefahr noch längst nicht vorbei.

Gekonnt verwebt die Autorin dieses fiktive Leben mit der Zürcher Stadtgeschichte zu einem spannenden Plot, in dem starke Frauenfiguren mehr als einmal eine tragende Rolle spielen – nicht zuletzt als vermeintliches Zürcher Heer im Gefolge der Sagenheldin Hedwig ab Burghalden, das die Belagerung durch die Habsburger beendet. Mit liebevoll gezeichneten Figuren lädt Erika Weigele zum Mitfiebern ein. Nebenbei lernen die Leserinnen und Leser das Leben im hochmittelalterlichen Zürich kennen.

Der eine oder die andere kennt Bertram bereits aus dem ersten Band «Der Buchmaler von Zürich», doch «Die Töchter von Zürich» ist auch unabhängig davon gut lesbar. Mitte September präsentiert die Autorin bei uns in der Zentralbibliothek diesen zweiten Band. In unserer Turicensia Lounge steht er zum Blättern, im Freihandbestand zum Ausleihen bereit. Den Zürcher Heldinnen um Hedwig ab Burghalden wird nicht nur in diesem Buch, sondern auch mit zahlreichen Bildern in unserem Bestand ein Denkmal gesetzt.