Malermis italienische Bibel

Eine grössere Verbreitung erlebte die italienische Bibel erst durch den Buchdruck. Der venezianische Mönch Niccolò Malermi übertrug die lateinische Vulgata «parola a parola, non variando» in seinen italienischen Dialekt. Die Erstausgabe erschien 1471 in Venedig in einer klaren Antiqua-Type. Unter den 18 heute noch erhaltenen Exemplaren sticht das der Zentralbibliothek Zürich durch seinen künstlerisch hochstehenden Buchschmuck hervor, der dem Pico-Meister zugeschrieben wird. Die Titelseite zur Genesis zeigt Gottvater und die Himmelssphären mit dem Paradies im Zentrum. Ein Mitglied der venezianischen Patrizierfamile Piruli muss die Illuminierung in Auftrag gegeben haben, wie das Besitzerwappen in der Bordüre zeigt. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts gelangte die Bibel in die Stadtbibliothek Zürich.