«Schon ein bisschen revolutionär»

Volkmar Andreae als Dirigent

Zürcher Dirigenten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Ausstellung der Zentralbibliothek Zürich im Opernhaus Zürich, 2006/2007

"Schon ein bisschen revolutionär" für Zürcher Verhältnisse war das Engagement Erich Schmids (1907-2000) für die Musik Gustav Mahlers.
Auch andere Zürcher Dirigenten bewiesen, dass sie am Puls der Zeit waren. Den Anfang machte Friedrich Hegar (1841-1927), der aus einem provinziellen Orchester einen professionellen Klangkörper von internationaler Anerkennung formte. Schon sehr früh brachte er u.a. Werke von Richard Strauss zur Aufführung. Sein Nachfolger Volkmar Andreae (1879-1962) genoss besonders als Bruckner-Interpret hohes Ansehen. Am Opernhaus dirigierte Lothar Kempter (1844-1918) u.a. die erste autorisierte Aufführung von Wagners Parsifal ausserhalb von Bayreuth.
Zürich erlebte auch glanzvolle Uraufführungen, so von mehreren Werken Ferruccio Busonis, von Alban Bergs Lulu oder die szenische Uraufführung der bis dahin als unaufführbar geltenden Oper Moses und Aron von Schönberg.
Die Ausstellung portraitiert die Dirigenten von Opernhaus und Tonhalle Zürich mit einem Höhepunkt aus ihrem Schaffen als Interpreten und mit einer eigenen Komposition. Darin spiegelt sich das breite Spektrum der Persönlichkeiten: Neben der Romantischen Sinfonie Robert Denzlers (1892-1972) stehen etwa die atonalen Kompositionen des Schönbergschülers Schmid oder die Operetten von Victor Reinshagen (1908-1992).

 

 

Ausstellungskonzept: Angelika Salge