Die spannende Entdeckungsreise durch einen Kartenschatz aus vier Jahrhunderten war zugleich eine Zeitreise durch den Raum, in dem wir leben: Freiwillige georeferenzierten in Rekordzeit sämtliche Karten, indem sie übereinstimmende Punkte auf heutigen und alten Karten identifiziertenDiese wurden darauf entzerrt und können so einfacher mit aktuellen oder weiteren alten Karten verglichen werden. Das georeferenzierte Kartenmaterial steht online über die Plattform Old Maps Online für alle zur Verfügung.

Für das Projekt wurden Landkarten aus der Zeit des 16. bis 19. Jahrhunderts ausgewählt, die als Digitalisate bereits auf den Plattformen e-rara.ch und e-manuscripta.ch der Öffentlichkeit zugänglich sind. «Durch Raum und Zeit» ist Teil des strategischen Schwerpunkts Citizen Science der Zentralbibliothek Zürich.

Wie funktioniert die Georeferenzierung?

Die geografische Verortung einer Karte auf der Webplattform «Georeferencer» erfolgte intuitiv und erforderte keine vorgängigen Fachkenntnisse. Die Freiwilligen verglichen eine alte mit einer modernen Karte und markierten Punkte, die Sie auf beiden identifizieren konnten: Geeignet sind zum Beispiel Gebäudeecken, Einmündungen von Fliessgewässern oder Verkehrskreuzungen.

Neben einem kurzen Video-Tutorial finden Sie hier eine Anleitung zu den wichtigsten Schritten. Auf der Webplattform finden Sie zudem eine Übersicht aller georeferenzierten Karten aus dem ZB-Bestand. 


Zeitreise Kanton Zürich

Das Arbeitspaket umfasste 840 Landkarten, die im Wesentlichen das Gebiet oder Teile des heutigen Kantons Zürich zeigen. Karten dienen nicht nur der Orientierung im Raum, sondern sind auch Instrumente der Macht. So zeigt die nordostorientierte Karte zum Zürcher Gebiet von Johann Heinrich Streulin aus dem Jahr 1698 das Zürcher Emblem; den Löwenkopf.

Landkarten made in Zurich

Dieser Teilbestand umfasst über 1000 Karten, die in Zürich entworfen oder gedruckt wurden. Neben Karten, die das Gebiet anderer Kantone zeigen, finden sich auch Schweizerkarten und Stadt- und Vogelschaupläne, wie Johann Jakob Scheuchzers Vogelschauplan der Stadt Luzern: «La ville de Lucern, en Suisse» von 1723.

Alte Schweizerkarten

Aus der Vielzahl von 645 Schweizer Gesamtkarten finden sich Highlights wie die Karte «Helvetia prima Rheni et V. nova tabula» aus Sebastian Münsters «Geographia universalis» von 1540. Die für heutige Betrachtende ungewohnte (da nach Westen orientierte) Karte ist ein kolorierter Holzschnitt. Die Kartographie ist stark verzerrt, und die Gebirgszüge sind graphisch als schuppenartige Häufchen umgesetzt.

Rangliste

Name

Gesetzte Referenzpunkte

Sigi Heggli

8024

John Herridge

4514

Urs Bruderer

2335

Philipp Bosshard

2186

Lorenz Pachmann

703

David Reindl

240

Raquel Robles Garcia

191

B. Bhend

186

David Markees

118

Elena

117

Kontakt

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Karten und Panoramen

karten@zb.uzh.ch