Matthes, René (1897–1967)


Komponist

Porträt von René Matthes

Signatur: Nachl. R. Matthes

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Textmanuskripte, Druckschriften, Briefe, Bildmaterial, Varia. - 1.9 m.
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René Matthes wurde am 20. Mai 1897 in Basel geboren. Er studierte von 1913 bis 1915 bei Charlotte Schrameck, Hans Huber und Karl Heinrich David am Konservatorium in Basel und Musikwissenschaft an der Universität Zürich. Bereits in seiner Studienzeit war er als Korrepetitor und Orchesterschlagzeuger am Stadttheater Basel tätig. 1919/20 wirkte er als Pianist, Schlagzeuger und Kammermusiker am Orchestre de la Suisse Romande in Genf, von 1922 bis 1924 als Korrepetitor und Kapellmeister am Stadttheater Zürich. 1924/25 war er musikalischer Leiter von Erich Fischers musikalischen Komödien in Berlin. In der folgenden Saison studierte er u.a. bei Siegfried Ochs an der Berliner Hochschule für Musik.

Von 1931 bis zu seinem Tod 1967 lebte er als Orchester- und Chordirigent, Musiklehrer und Komponist in Zürich. In der Tonhalle dirigierte er 1938 die erste schweizerische Aufführung von Bruckners 4. Symphonie in der Originalfassung. Mit der von ihm gegründeten Zürcher Kantorei brachte er 1944 die Matthäuspassion von Schütz zur erstmaligen Aufführung in Zürich.

Matthes war Präsident des Schweizerischen Musikverbandes und Mitbegründer des Schweizerischen Berufsdirigentenverbandes. 1940 erhielt er den Musikpreis der C.-F.-Meyer-Stiftung.

 

Quelle:

Schuh, Willi (Hrsg.), Schweizer Musiker-Lexikon 1964, Zürich 1964