Looser, Rolf (1920–2001)


Cellist, Komponist

Porträt von Rolf Looser

Signatur: Mus NL 75

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Textmanuskripte, Briefe, Tonträger, Bildmaterial, Varia. - 1.8 m.
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Rolf Looser wurde am 3. Mai 1920 in Niederscherli (BE) geboren. Nach der Matura (1939) am Städtischen Gymnasium Bern studierte er am Konservatorium Bern Cello bei Richard Sturzenegger und Theorie bei Ernst Kurth und Albert Moeschinger. Nach dem Lehr- (1942) und dem Konzertdiplom (1944) setzte er seine Cellostudien bei Franz Walter (Genf) und Pierre Fournier (Paris) fort. 1944-1946 studierte Looser bei Frank Martin (Genf) Komposition und bei Willy Burkhard (Zürich) Kontrapunkt. Anschliessend spielte er zwischen 1946 und 1949 zuerst im Radioorchester Monte Ceneri und anschliessend als Solocellist im Symphonieorchester Utrecht unter Willem van Otterloo. Nach einem freien Studienjahr in Paris liess sich Rolf Looser 1950 in Bern nieder. 1953 bis 1975 wirkte er an den Konservatorien Bern und Biel als Lehrer für Cello und Kammermusik. 1956 unternahm Looser eine von der UNESCO finanzierte musikethnologische Studienreise, welche von Jugoslawien bis Indien führte und welche durch zahlreiche Feldaufnahmen dokumentiert ist. Seit 1975 lebte er in Zürich, wo er am Konservatorium und an der Musikakademie Theorie, Cello und Kammermusik unterrichtete.

Rolf Looser starb am 10. Januar 2001 in Zürich.

Neben seiner Tätigkeit als Cellist komponierte Looser zahlreiche Werke, wobei das Cello oft im Zentrum steht. Als Schüler von Frank Martin fühlte er sich zeit seines Lebens einer modalen Tonsprache verpflichtet. So versuchte er in seinen Vorträgen auch theoretisch, u.a. beeinflusst von seinen Feldstudien, auf der Grundlage der Modalität eine Typologie der Musik zu formulieren.