Lange, Julius (1866–1939)


Komponist, Dirigent

Porträt von Julius Lange

Signatur: Mus NL 41

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Textmanuskripte. - 0.4 m.
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Julius Lange wurde am 8. November 1866 in Mönchengladbach geboren. Er absolvierte sein Musikstudium am Conservatorium der Musik in Köln (u.a. bei Franz Wüllner und Isidor Wilhelm Seiss) und an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin (u.a. bei Friedrich Kiel, Ernst Friedrich Karl Rudorff, Adolf Schulze).

Lange zog nach Zürich und wurde 1896 Klavierlehrer am Zürcher Konservatorium. Zudem leitete er den Männerchor Riesbach und den Lehrergesangverein Zürich, 1899 gründete er zudem einen Lehrerinnenchor. 1904 wurde Lange Bürger von Zürich. Zwei Jahre später siedelte er als Leiter des Kursaalorchesters nach Montreux über. 1909 nahm er einen Ruf nach Buffalo als Chor- und Orchesterleiter an, kehrte aber wegen des ersten Weltkrieges wieder in die Schweiz zurück. Ab 1917 wirkte Lange als Musikdirektor in Biel, zudem dirigierte er die Liedertafel und den Gemischten Chor Konkordia. Ab 1922 veranstaltete er auch regelmässig Kammermusikvorträge und Klavierabende mit Erläuterungen. Sein kompositorisches Oeuvre umfasst Klavierwerke, Vokalwerke (v.a. für Männerchor) sowie Orchesterwerke.

Julius Lange starb 1939.

 

Quelle:

Refardt, Edgar, Historisch-biographisches Musikerlexikon der Schweiz, Zürich 1928