Jelmoli, Hans (1877–1936)


Komponist, Pianist, Musikkritiker

Porträt von Hans Jelmoli

Signatur: Mus NL 34

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Textmanuskripte, Druckschriften, Briefe, Bildmaterial, Varia. - 1.8 m.
Nachlassverzeichnis (pdf) →


Hans Jelmoli wurde am 17. Januar 1877 in Zürich geboren als Sohn eines der Gründer des Jelmoli-Kaufhauses. Schon mit elf Jahren begann er zu komponieren. Die meisten seiner Jugendwerke sind für Singstimme mit Klavierbegleitung. Von 1896 bis 1898 studierte Jelmoli bei Bernhard Scholz, Iwan Knorr und Engelbert Humperdinck am Hochschen Konservatorium in Frankfurt a. Main. Bei Ernst Engesser nahm er Klavierunterricht. Bereits in dieser Zeit gab Jelmoli häufig Konzerte, und es kam zu Aufführungen seiner eigenen Werke.

Als Chordirektor und dritter Kapellmeister arbeitete Hans Jelmoli in den Jahren 1898 und 1899 am Stadttheater in Mainz, später, 1899 und 1900, als Chordirektor und zweiter Kapellmeister am Stadttheater in Würzburg. Wieder in Zürich, lebte Jelmoli als freischaffender Komponist und Pianist. Dort erlebte er die ersten Aufführungen seiner Opern wie Sein Vermächtnis 1904 und Prinz Goldhaar und die Gänsehirtin 1909. Für die Zürcher Post schrieb Jelmoli von 1906 bis 1911 Musikkritiken. Ernst Isler schreibt in seinem Nachruf dazu: "Wo etwas Besonderes im Geschehen sich zeigte, war Hans Jelmoli dabei, als künstlerischer Anreger, als mitarbeitender Pianist, als Komponist, als schriftstellerischer Wegbereiter, als ein das Wesentliche würdigender Kritiker oder - als verständnisvoller Zuhörer. Ich kenne keinen Musiker, der ein treffenderes Urteil, ganz besonders auch in reproduktiver Hinsicht, besass." 1920 wurde Hans Jelmoli zum staatlichen Experten der Diplomprüfungen an das Konservatorium und die Musikakademie in Zürich berufen.

Hans Jelmoli starb am 6. Mai 1936 in Zürich.