Berghorn, Alfred (1911–1978)


Komponist, Kirchenmusiker

Porträt von Alfred Berghorn

Signatur: Nachl. A. Berghorn

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Textmanuskripte, Tonträger. - 0.8 m.
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Alfred Maria Berghorn wurde am 17. Juli 1911 in Homberg am Niederrhein geboren. Während der Schulzeit wurde der Sohn des Organisten Hubert Berghorn vom Vater sowie von Kantor August Everding in Bottrop und dem Kompositionslehrer und Organist Norbert Förster in Essen unterrichtet. Nach dem Abitur studierte Berghorn in Berlin, Stuttgart und 1931 bis 1932 an der Kirchenmusikschule in Regensburg Kontrapunkt und Komposition (Carl Thiel), Gesang (Heermann), Orgel und Klavier (J. Renner, Otto Dunkelberg) sowie Dirigieren (Theobald Schrems). Seine Kompositionsausbildung schloss er danach bei Josef Haas in München ab.

Von 1936 bis zu seinem Tod wirkte Berghorn an der Propsteikirche St. Urbanus in Buer. Während seine Werke zur Zeit des Zweiten Weltkriegs als „nicht verwendbar“ eingestuft wurden, erhielt Berghorn danach zunehmend Kompositionsaufträge von Chören und Orchestern. Neben seinen kirchenmusikalischen Aufgaben an der Propsteikirche in Buer und der kompositorischen Tätigkeit trat er zwischen 1950 und 1953 auch als Konzertorganist auf. 1953 erhielt er den Orgelpreis der Diözese Rottenburg. Berghorn publizierte zudem Artikel in Musikzeitschriften, hielt Vorträge und leitete das Collegium Musicum sowie den Madrigalchor Buer. Ab 1964 war er zudem Leiter des geisteswissenschaftlichen Seminars für Musik an der Fachhochschule Bochum.

Alfred Maria Berghorn starb am 19. Mai 1978 in Gelsenkirchen.

 

Quelle:

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (http://www.bautz.de/bbkl, 11.12.2009)