Freund, Robert (1852–1936)


Pianist, Komponist

Porträt von Robert Freund

Signatur: Mus NL 42

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Textmanuskripte, Druckschriften, Briefe, Varia. - 0.4 m.
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Siehe auch Handschriftenabteilung


Etelka Milroy (geb. Freund) hat den Nachlass ihres Bruders Robert Freund geerbt und in ihre eigene Sammlung eingegliedert. Aus diesem Grund wurden beide Nachlässe als Einheit erschlossen.

Der am 1. April 1852 in Budapest geborene Pianist Robert Freund war zwischen 1865–1868 Schüler von Ignaz Moscheles und Theodor Coccius am Leipziger Konservatorium. Danach, 1869–1870, studierte er bei Carl Tausig in Berlin, 1870–1872 bei Liszt in Budapest. 1875 kam er nach Zürich und wurde 1876 bei der Gründung der Musikschule erster Klavierlehrer an derselben. 1881 ging er nach Budapest, kehrte aber im Herbst 1882 wieder zurück und lebte nunmehr in Zürich bis 1912. Danach siedelte er wieder nach Budapest um. Er war befreundet mit Hans Huber und hat dessen Klavierkonzerte mehrfach aufgeführt. Einige seiner Kompositionen (vor allem Lieder und Klavierstücke) sind im Druck erschienen. Seine Memoiren eines Pianisten (1915), die zahlreiche Begegnungen und Freundschaften mit Künstlerpersönlichkeiten (u.a. Liszt, Brahms, Joachim, Bülow, Keller, Nietzsche und Böcklin) dokumentieren, sind als 139. Neujahrsblatt der Allgemeinen Musikgesellschaft auf das Jahr 1951 veröffentlicht worden.

Robert Freund starb am 8. April 1936 in Budapest.

 

Quelle:

Refardt, Edgar, Historisch-biographisches Musikerlexikon der Schweiz, Zürich 1928