Ermatinger, Erhart (1900–1966)


Komponist

Porträt von Erhart Ermatinger

Signatur: Mus NL 48

Musikmanuskripte. - 0.2 m.
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Erhart Ermatinger wurde am 16. Februar 1900 in Winterthur geboren. Er studierte am Konservatorium Zürich bei Volkmar Andreae und Philipp Jarnach, dann 1918 bis 1922 an der Hochschule für Musik in Berlin, wo er durch Jarnachs Vermittlung Ferruccio Busoni kennenlernte. Er war 1922 bis 1923 Korrepetitor am Zürcher Stadttheater, 1925 bis 1926 hielt er auf Einladung Willibald Gurlitts in Freiburg i. Br. Vorlesungen über neue Musik und Musiktheorie. 1926 ging Ermatinger nach Berlin, wo er Mitarbeiter der Allgemeinen Musikzeitung wurde und die Bekanntschaft Heinrich Kaminskis machte. 1930 übersiedelte er nach Nederhemert in Holland, kam dann Ende 1934 wieder nach Zürich zurück, wo er als Chorleiter und Musiklehrer tätig war.

Ab 1945 war Ermatinger Theorielehrer am Konservatorium Zürich. Als Komponist stand er der Moderne und der Dodekaphonik skeptisch gegenüber. Seine konservative Ästhetik hat er in verschiedenen Aufsätzen erläutert, wie auch in seinem Buch Zerfall und Krise des nachklassischen Musiklebens (Bern 1939).

Erhart Ermatinger ist am 14. Juli 1966 in Arnhem gestorben.