Durigo, Ilona (1881–1943)


Sängerin

Porträt von Ilona Durigo

Signatur: Mus NL 15

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Druckschriften, Briefe, Tonträger. - 1.1 m.
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Die Altistin Ilona Durigo, geboren am 13. Mai 1881 in Budapest, begann bereits als Fünfjährige mit dem Klavierstudium, das sie an der Budapester Akademie mit dem Diplom abschloss. Ihre ebenfalls in Budapest bei Malezcky begonnene Gesangsausbildung setzte sie 1902 am Wiener Konservatorium bei Philipp Forstén und anschliessend in Frankfurt bei Julius Stockhausen fort. Nach ihrem Debüt als Konzertsängerin im Jahr 1906 nahm sie ihr Studium 1908 in Berlin bei Bellwidt und Etelka Gerster wieder auf. In den folgenden Jahren entwickelte sich Ilona Durigo zu einer in Europa sehr gefragten Künstlerin. Abgesehen von ihrer einzigen Darbietung als Glucks Orpheus im Oktober 1912 in Frankfurt war sie ausschliesslich als Konzertsängerin zu hören. Ihre Auftritte führten sie insbesondere durch Deutschland, Österreich, Belgien und die Niederlande. Seit 1911 trat sie als Lied- und Oratoriensängerin auch in der Schweiz auf, wo sie über viele Jahre das Schweizer und vor allem das Zürcher Musikleben prägte. Insbesondere mit Othmar Schoeck gab die Sängerin zahlreiche Liederabende und wurde die bedeutendste Interpretin seines Liedschaffens. Von 1921 bis 1937 wirkte Ilona Durigo als Lehrerin für Sologesang am Zürcher Konservatorium, wo u.a. die Sopranistin Maria Stader zu ihren Schülern zählte. 1937 folgte sie ihrem Mann Osman Kasics zurück nach Budapest und unterrichtete am dortigen Konservatorium Gesang.

Ilona Durigo starb am 25. Dezember 1943 in Budapest.

 

Quelle:

Weidenmann, Jakobus, Ilona Durigo, St. Gallen 1940