Dobler, Charles (*1923)


Pianist

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Charles Dobler wurde am 3. Mai 1923 in Niedergösgen (Solothurn) geboren. Er absolvierte das Lehrerseminar Solothurn und war einige Jahre als Primarlehrer tätig. Bereits im Alter von acht Jahren betätigte er sich als Organist und seit dem 14. Altersjahr als Chordirigent. Seine erste pianistische Ausbildung genoss er im Privatunterricht bei E. Altermatt und Helene Meister. Als Schüler von Paul Baumgartner und Hans Vogt besuchte er von 1941 bis 1948 das Basler Konservatorium, wo er das Solistendiplom erwarb. Weitere pianistische Ausbildung genoss er bei Bertie Biedermann, Wladimir Horbowski und Yvonne Lefébure. Entscheidende Impulse empfing er von Alfred Cortot und Edwin Fischer. Bei Enrico Mainardi pflegte er insbesondere die Kammermusik. Er hospitierte in Dirigentenkursen bei Hans Münch, Paul Klecki und Willem van Otterloo. Theoretische Studien betrieb er bei Ernst Mohr und Wladimir Vogel. Seine Konzerttätigkeit als Pianist führte ihn in mehreren Tourneen nach Deutschland, Holland und Spanien. Ausserdem spielte er in vielen europäischen Städten und bei Radiosendern. Er setzte sich besonders für das zeitgenössische Schaffen ein, mit Werken in Uraufführung von Wildberger, Kelterborn, Escher, Pfiffner, Schulé, Perrenoud, Kunz, Flury, Jenny, Degen, Hanisch u.a. Als Kammermusiker spielte er längere Zeit im Trio Ars Viva (Zürich) und im Schimmer-Trio (Stuttgart). Im weiteren konzertierte er regelmässig mit dem Flötisten Joseph Bopp. Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit gab er Kurse an Volkshochschulen und unterrichtete am Lehrerseminar Solothurn, an der Musik-Akademie Basel, zeitweise auch an der Musikakademie Zürich und am Konservatorium Biel.

 

Quelle:

Schuh, Willi (Hrsg.), Schweizer Musiker-Lexikon 1964, Zürich 1964