Alfred Baum (1904–1993)


Organist, Pianist, Komponist

Porträt von Alfred Baum

Musikmanuskripte, Briefe, Varia. - 2 m.
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Alfred Baum wurde am 23. September 1904 als Sohn des Tonhalletubisten Franz Baum in Zürich geboren. 1917 trat er in die Berufsabteilung des Konservatoriums Zürich ein und studierte u. a. Orgel bei Ernst Isler, Klavier bei Carl Baldegger und Komposition bei Volkmar Andreae. Dem Konzertdiplom Orgel 1923 folgte ein Studienaufenthalt in Hamburg bei Alfred Sittard. 1928, nach weiteren Klavierstudien bei Walter Frey, erwarb er zusätzlich das Konzertdiplom Klavier.

Alfred Baum war von 1923 bis 1980 Organist an der Kirche Neumünster in Zürich, von 1929 bis 1969 Klavierlehrer an der Musikschule Winterthur sowie von 1946 bis 1976 Lehrer für Klavier und Ensemblespiel am Konservatorium Zürich. Auf der Konzertbühne trat Baum u. a. im Rahmen der Zürcher Podiumskonzerte auf, namentlich in den Schweizer Erstaufführungen von Klavierkonzerten Kreneks und Hartmanns. Als Organist war er langjähriger Begleiter des Zürcher Lehrergesangsvereins. Baum schrieb Choralbearbeitungen und freie Kompsitionen für die Orgel, ferner Klavierwerke, Kammermusik, konzertante Orchesterwerke sowie Vokalmusik. Sein Stil gründet mit seinem einfach gehaltenen, eher nüchternen Gestus und mit der modal geprägten Harmonik in der neoklassizistischen Strömung seiner Studienzeit.

Alfred Baum starb am 30. September 1993.