Sängerverein und Konzertchor Harmonie Zürich


Archiv

Jahresberichte, Protokolle, Bildmaterial, Varia. - 25 m.


Am 12. Februar 1841, in einer Zeit des politischen und sozialen Umbruchs lösten mehrere fortschrittlich gesinnte Sänger sich vom eher konservativen Stadtsängerverein Zürich und gründeten den neuen Männerchor Sängerverein Harmonie Zürich. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Persönlichkeiten wie Dr. Jonas Furrer, späterer erster Bundespräsident der Schweiz, und Leonhard Widmer, der Dichter des Schweizer Psalms. Noch im gleichen Jahr erfolgte der Anschluss an den Sängerverein am Zürichsee (heute Zürcher Kantonal-Gesangverein). Die Harmonie war auch massgeblich an der Gründung des Eidgenössischen Sängervereins (der heutigen Schweizerischen Chorvereinigung) beteiligt und stellte später verschiedentlich Mitglieder in deren Vorstand. Ein erster Versuch im Jahr 1857, dem Männerchor Harmonie einen Gemischten Chor anzugliedern, misslang. Nach einem Dirigentenwechsel wurde 1920 der Damenchor der Harmonie gegründet, da schon früher Damen bei grossen Oratorien und andern Aufführungen mitwirkten, der Verein jedoch als ausschliesslicher Männerchor gegolten hatte. Bei einer Aufführung im Jahr 1941 zum hundertjährigen Jubiläum bestand der Chor aus über 400 Sängerinnen und Sängern, wobei der Männerchor und der Damenchor etwa gleich gross waren. Noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts zählte der Verein über tausend Mitglieder. Ende der Sechziger Jahre wurde erstmals eine Chorschule durchgeführt, geleitet vom damaligen Direktor Hans Erismann. Der Erfolg dieser Chorschule brachte der Harmonie nebst dem Damen- und Männerchor noch die neue Sektion Gemischter Chor. An den Konzerten trat man jeweils als die Chöre des Sängervereins Harmonie Zürich auf. Es dauerte aber noch fast zwanzig Jahre, bis 1989 die endgültige Umwandlung der Harmonie in einen gemischten Chor auch in den Statuten erfolgte. Nochmals neun Jahre später wurde 1998 beschlossen, den Sängerverein Harmonie in Konzertchor Harmonie Zürich umzubenennen. 1984 übergab Hans Erismann nach 32 Jahren den Dirigentenstab an Alex Hug, der den Chor während fünfzehn Jahren leitete.

Ein Markstein im langen Vereinsleben war 1895 die Einweihung der Tonhalle in Zürich, an der Johannes Brahms die Festouverture dirigierte. Der Konzertchor ist einer der vier Gründerchöre der Tonhalle und hatte dadurch bis vor einigen Jahren gewisse Privilegien für Auftritte mit dem Tonhalle-Orchester.

 

Quelle:
www.stadtmusik.ch/konzertchor.htm →


Homepage:
www.konzertchor.ch →