Jecklin-Konzerte


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Signatur: Mus JEC

Programme, Briefe, Bildmaterial, Varia. - 0.3 m.
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In den 1920er Jahren wurden in Zürich die grossen Klaviermarken von den damaligen Musikhäusern Hug und Hüni vertreten. Hans und Paul Jecklin vom Pianohaus Jecklin konnten sich unter den einigermassen renommierten Flügelmarken lediglich die Vertretung von Rönisch sichern. Aus diesem Grund begannen sie, grosse Pianisten wie Gieseking, Backhaus und Erdmann einzuladen, um auf Rönisch-Flügeln zu spielen. Die anfänglich durch eine Konzertdirektion veranstalteten Konzerte wurden später in eine eigene Reihe, die Jecklin-Konzerte, überführt. Im Rahmen dieser Reihe gaben grosse Schweizer Künstler wie Ernst Haefliger und Maria Stader ihr Debüt als Liedersänger. Im Laufe der 1930er Jahre wurden Steinway, Pleyel, Bösendorfer und schliesslich auch Bechstein auf die Konzertreihe aufmerksam und vertrauten die Vertretung ihrer Instrumente dem Pianohaus Jecklin an. Unter der künstlerischen Leitung von Walter Schulthess entwickelten sich die Jecklin-Konzerte so positiv, dass sie in ein unabhängiges Unternehmen, die Konzertgesellschaft AG, überführt wurden. Diese erlangte während der Wirkungszeit von Walter Schulthess durch die Zusammenführung von namhaften Interpreten, Veranstaltern und Schallplattenfirmen internationale Bedeutung. So waren die internationalen Karrieren von Künstlern wie Dinu Lipatti, Clara Haskil, Elisabeth Schwarzkopf, Géza Anda, Ernst Haefliger, Maria Stader und anderen stark mit der Konzertgesellschaft und Walter Schulthess verbunden.
Die Sammlung umfasst nicht nur Programme der Jecklin-Konzerte, sondern auch Programmzettel zu weiteren Konzerten, bei denen auf Instrumenten aus dem Pianohaus Jecklin gespielt wurde.