Canetti, Elias (1905–1994)


Schriftsteller, Literatur-Nobelpreisträger 1981

Elias Canetti (Foto: Werner Gadliger, 1994)

Foto: Werner Gadliger, 1994

Signatur: Nachl. E. Canetti

Unterlagen zur Person, Briefe, Materialien, Diverses, Tagebücher und Aufzeichnungen, Notizhefte, Vorarbeiten und Manuskripte zu Werken, Lesungen und Vorträgen, Zeitungsausschnitte, Drucksachen. - 14 m. 

Findmittel:
Nachlassverzeichnis (pdf) →
Katalog der Londoner Bibliothek von Elias Canetti (CAN 1 - CAN 9577) (pdf) →
Katalog der Zürcher Bibliothek von Elias Canetti (CAN 10'000 - CAN 19'134) (pdf) →

Am 25. Juli 1905 wird Elias Canetti als Sohn des Kaufmanns Jacques Canetti und dessen Frau Mathilde in Rustschuk (heute: Russe, Bulgarien) geboren. 1911 zieht die Familie nach Manchester, 1912 nach dem Tod des Vaters nach Wien und 1916 in die Schweiz, wo sie bis 1921 bleibt. 1924 beginnt Canetti sein Chemiestudium in Wien. 1930 konzepiert er einen achtbändigen Roman-Zyklus «Comédie Humaine an Irren», 1931 beendet er den Roman «Die Blendung». 1934 heiratete er Veza Taubner-Calderon. Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte Canetti über Paris nach London. Nach einer Reise nach Marrakesch als Begleiter eines Filmteams schreibt Canetti 1954 «Die Stimmen von Marrakesch. Aufzeichnungen einer Reise». Nach fast zwanzigjähriger Arbeit erscheint 1960 sein Hauptwerk «Masse und Macht». 1963 stirbt Veza Canetti. Die Uraufführung seines ersten Dramas «Hochzeit» am Staatstheater Braunschweig gerät 1965 wegen der darin enthaltenen unkonventionellen Gedanken zur Ehe zum «Theaterskandal». 1971 heiratet er Hera Buschor. 1972 wurde ihm der Büchner-Preis verliehen, 1979 der Orden «Pour le Mérite». 1974 erscheint «Der Ohrenzeuge» und 1977 veröffentlicht Canetti den ersten Band seiner Autobiographie «Die gerettete Zunge. Geschichte einer Jugend», 1980 der zweite Band «Die Fackel im Ohr». 1981 wird Elias Canetti mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. Am 14. August 1994 stirbt Elias Canetti in Zürich.