Stockar-Escher, Clementine (1816–1886)

Eingang: 1988

Provenienz: Besitz von Ella Ninck-Schindler, Urenkelin von Clementine Stockar-Escher.

Bestand: 180 Aquarelle, 400 Fotografien, 1 Graphikschrank, von der Malerin selbst entworfen.

Die Künstlerin Clementine Stockar-Escher stammte aus einer wohlhabenden Zürcher Familie. Als Autodidaktin widmete sie sich vorwiegend der Porträtmalerei und Blumenstillleben. Etwa ein Viertel des Gesamtwerks befindet sich in der Graphischen Sammlung. Ihre Bilder verkörpern den Geschmack des neunzehnten Jahrhunderts. Die Darstellungen mit Pflanzen, Blumen und Vögeln widerspiegeln eine idealisierte Sicht der Natur. Ihre Porträtkunst zeugt von einer bunten Vielfalt und einem breiten Spektrum, das von Kinderporträts bis hin zu kostümierten Persönlichkeiten der Zürcher Oberschicht reicht. Die Fotografien dokumentieren Clementine Stockar-Eschers Reisen, die sie hauptsächlich nach Italien, aber auch nach Frankreich, Deutschland und in die Niederlande führten. Einige Aufnahmen stammen von der Zürcher Firma Photoglob. Der Nachlass enthält zudem zahlreiche Porträts der Familie Stockar-Escher, darunter einige Gruppenaufnahmen. Die Fotografien sind teilweise gerahmt oder in die typischen Alben des 19. Jahrhunderts montiert.

Literatur: Bruno Weber, «Clementine Stockar-Escher malt ein Pflanzenbild 1875», in: Alfred Cattani, Michael Kotrba, Agnes Rutz (Hrsg.), Zentralbibliothek Zürich. Alte und Neue Schätze, Zürich 1993, S. 126.

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