Dalvit, Oskar (1911–1975)

Eingang: 2001

Provenienz: Familie Dalvit.

Bestand: Rund 2'410 Zeichnungen und Druckgraphiken, Fotos und Ausstellungsplakate.

Der ausgebildete Graphiker und Schriftenmaler Oskar Dalvit machte sich bereits ab 1936 als freischaffender Künstler selbständig. Ein breites Spektrum an Ideen und Stilen charakterisiert sein künstlerisches Œuvre. Die frühen Bilder weisen in ihren intensiven Farbkombinationen und archetypischen Figuren expressionistische Züge auf. Ab den vierziger Jahren wandte er sich zunehmend einer abstrakten bildkünstlerischen Formensprache zu, die auf erkennbare Figuren verzichtete und die Ausdruckskraft von reinen Linien und Farben analog zur abstrakten Kunst der Musik hervorhob. Seine Werke wurden häufig in Ausstellungen von Galerien und Museen präsentiert, deren Begleitpublikationen einen Teil des Nachlasses bilden. Entwürfe zu den Publikationen «Brunnenbüchlein» von Oskar Dalvit und «Galgenlieder» von Christian Morgenstern sind ein weiterer Aspekt der Sammlung.

Literatur: Angelika Affentranger, «Dalvit, Oskar», in: www.sikart.ch; Matthias Dalvit (Hrsg.), Freundesgabe für Oskar Dalvit (11. 3. 1911–10. 12. 1975), mit Texten von Alfons Rosenberg, Gertrud Hess, Lena Ulbricht-Zirn u. a., Zürich 1996; Angelika Affentranger-Kirchrath (Hrsg.), Oskar Dalvit, Essays von Silvio Blatter und Eugen Gomringer, Zürich 1993; Katrin Elisabeth Müller, Gelänge es dem Pinsel, Frommsein mitzuteilen. Das Religiöse in der Kunst als Ausdruck ihrer Qualität. Ein Entwurf mit Blick auf Oskar Dalvit, geschärft an Karl Scheffler, Diss.theol. Univ. Zürich 1989; O[skar] Dalvit und F. Hofstetter, Das Brunnenbüchlein, eine Folge von Holzschnitten, Zürich o. J.; Christian Morgenstern, Galgenlieder, mit vierzehn Radierungen von Oskar Dalvit, Zürich 1968.