Die wichtigsten E-Ressourcen zum Semesteranfang

Neben den Print-Beständen gibt es bei uns auch zahlreiche elektronische Medien zu entdecken, und zwar von E-Books über Streamingplattformen zu E-Journals und Zeitungsarchiven. Unter Recherche können im dunkelblauen Suchfenster («Verzeichnis der Datenbanken und E-Ressourcen») sämtliche E-Ressourcen nach Thema (Studiengebiet) gefiltert werden, um sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen.

Achtung: Wird ein bestimmtes E-Book oder ein E-Journal gesucht, ist das Rechercheportal der richtige Sucheinstieg. Im Verzeichnis der Datenbanken und E-Ressourcen sind keine Einzeltitel verzeichnet, sondern die übergeordneten Plattformen, Verlage oder Webseiten.

Zum Einstieg empfehlen wir folgende E-Ressourcen (nicht vergessen: vor Aufrufen der Links VPN aktivieren, siehe Anleitung für die Installation des VPNs):

  • Cambridge Books Online (CBO) : Zugriff auf die lizenzierten E-Inhalte von Cambridge University Press
  • De Gruyter E-Books und E-Journals : Zugriff auf die lizenzierten E-Inhalte von De Gruyter (inkl. Transcript)
  • DOAB : Verzeichnis zahlreicher frei zugänglicher wissenschaftlicher E-Books
  • DOAJ : Verzeichnis zahlreicher frei zugänglicher Zeitschriften
  • EZB : Verzeichnis von wissenschaftlichen elektronischen Zeitschriften mit Links zu den Zeitschrifteninhalten
  • Literature Online : vereint zahlreiche Primärtexte (Lyrik, Drama, Prosa) mit Hintergrundwissen, weiterführender Literatur und Nachschlagewerken
  • Oxford Reference Online (ORO) : Zugriff auf zahlreiche wichtige Nachschlagewerke der Oxford University Press
  • Project Muse : Zugriff auf zahlreiche Zeitschriften der Sozial- und Geisteswissenschaften
  • Routledge/Taylor&Francis E-Books : Zugriff auf die lizenzierten E-Inhalte von Routledge / Taylor & Francis
  • Springer E-Journals und E-Books : Zugriff auf die lizenzierten E-Inhalte von Springer (inkl. Palgrave)
  • utb studi-e-book : Zugriff auf Lehrbücher und Einführungen für zahlreiche Fachgebiete
  • Web of Science : interdisziplinäre Recherche innerhalb von zahlreichen geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen Zeitungsartikeln und Kongressberichten

Wissenschaftliche Artikel für Studium und Hobby

Wo finde ich wissenschaftliche Artikel für meine Seminararbeit oder meine Hobbys?

Das Rechercheportal bietet für wissenschaftliche Artikel den Suchbereich «Artikel und mehr». Hier finden Sie elektronische Artikel, Rezensionen und Buchkapitel in vielen Sprachen, vor allem in Englisch. Suchen Sie möglichst gezielt nach einem Thema oder einem bestimmten Artikel. «Artikel und mehr» enthält Millionen von Beiträgen zu allen Themen.

Die elektronischen Artikel sind in erster Linie im Netz der Zentralbibliothek Zürich und der Universität Zürich zugänglich. Sie können diese Dokumente als Studierende der UZH per Virtual Private Network (VPN) herunterladen.

Für alle zugänglich sind die Artikel im Lesesaal der ZB. Bringen Sie Ihren USB-Stick mit für den Download. Artikel, die open access sind, können Sie überall lesen und abspeichern. Beachten Sie als Kennzeichen für open access das geöffnete, orange Schloss:

Clementine Stockar-Escher

Clementine Stockar-Escher (1816–1886), «Wänder Sand?», 1851, Aquarell

Clementine Stockar-Escher (1816–1886), deren Nachlass die Graphische Sammlung hütet, gilt es wiederzuentdecken. Das künstlerische Œuvre der Aquarellistin umfasst zum einen Blumenstillleben, die sie in den Gewächshäusern und in den Anlagen im Belvoirpark nach der Natur im Bild festhielt. Hier im Anwesen ihres Vaters Heinrich Escher-Zollikofer in Zürich-Enge wuchs die Künstlerin auf.

Zum anderen entstanden Bildnisse aus dem Kreis ihrer Familie, etwa von ihrem jüngeren Bruder, dem Wirtschaftspionier Alfred Escher, oder von Vertretern des Zürcher Musiklebens, darunter Richard Wagner, die für ihre Lebensnähe gerühmt wurden. Für Ihre Genrebilder standen häufig Nachbarskinder Modell, wie etwa Estherli Wirth für das Mädchen, das an Samstagen Scheuersand zur Reinigung der Treppenstufen verkaufte.

Sozialgeschichtlich gesehen spiegelt Stockar-Eschers Motivwahl und Maltechnik die bei Künstlerinnen tolerierte «kleine Form» des Aquarellierens und Zeichnens, die Beschränkung auf das kleine Format und auf die weniger angesehenen Gattungen des Porträts, Genres und Stilllebens.

Sammlung Saitzew: Adam Smith, Karl Marx und Co.

Prof. Manuel Saitzew; Porträt von Gregor Rabinovitch

Werfen Sie im Lesesaal der Zentralbibliothek einen Blick ins aktuelle ZürichFenster. Es gewährt Ihnen Einblick in die Welt des Zürcher Ökonomen Manuel Saitzew (1885–1951). Die Universität Zürich ist ab Mitte des 19. Jahrhunderts ein beliebter Zufluchtsort für namhafte Ökonomen. Auch Saitzew, Sohn eines ukrainischen Grossindustriellen aus Kiew, lehrt an der Hochschule.

Saitzew sammelt leidenschaftlich wertvolle und spezielle Bücher. Darunter sind viele Werke mit Exlibris und Widmungen der Autoren. Er interessiert sich besonders für die englischen und französischen Nationalökonomen und für die Intellektuellen des 18. Jahrhunderts. Seine der ZB vermachte Sammlung umfasst Werke von F. Quesney (Tableau économique), A. Smith (Wealth of nations) und Montesquieu (L’esprit des lois). Aber auch Schriften des Kommunismus und Sozialismus standen in der Privatbibliothek, von Saitzew, etwa jene von K. Marx (Das Kapital) oder W. Sombart (Sozialismus und soziale Bewegung im 19. Jahrhundert.).

Philosophische Standardwerke online

Begriffsbaum einer philosophischen Grunddisziplin.

Die Geschichte der Philosophie kann als Geschichte ihrer Begriffe oder als Geschichte ihrer Persönlichkeiten und Schulen dargestellt werden. Die Zentralbibliothek Zürich bietet Ihnen die Standardwerke dazu auch online: Das Historische Wörterbuch der Philosophie online zur Begriffsgeschichte und den Grundriss der Geschichte der Philosophie online zur Geschichte der Philosophinnen, Denker und Schulen.

Das Historische Wörterbuch der Philosophie ist eines der bedeutendsten Projekte der deutschsprachigen Geisteswissenschaften. Es dokumentiert anhand von Quellen den Ursprung und Bedeutungswandel von über 3500 philosophischen Begriffen. Der abgedeckte Zeitraum reicht von den Griechen bis heute. Auch benachbarte Wissenschaften sind mit einbezogen.

Zugriff auf das Historische Wörterbuch der Philosophie online und den Grundriss der Geschichte der Philosophie online (im Aufbau) haben Sie in der ZB oder über das Netzwerk ZB/UZH. Weitere Datenbanken zur Philosophie finden Sie hier.

Sommerlektüre!

Sechzehn Lesetipps aus sechzehn Sprachen haben unsere Spezialistinnen für Belletristik für Sie ausgewählt. Die literarische Reise geht von der ZB durch die Schweiz nach Sardinien. Dann über Irland und Dänemark nach Finnland. Von dort über Litauen und Polen nach Ungarn. Von Ungarn über die Türkei und Israel nach Kuwait. Und schliesslich über China, Mexiko und Brasilien zurück in die Schweiz und die ZB.

Wie wir gehen von Andreas Neeser

Wie kann man Sprachlosigkeit und Leere zwischen Vater und Tochter in Sprache umsetzen? Was braucht es, um die Verbundenheit mit jenen zurückzugewinnen, denen man ein Leben lang (vermeintlich) fremd geblieben ist? Dieser kluge Roman von Andreas Neeser zeigt es und lässt dabei Nähe und Gefühle subtil und poetisch erstarken.

Die wenigen Geräusche: späte Prosa und Gedichte von Philippe Jaccottet (aus dem Französischen von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz)

Welches Tier ist «eine Seele in Pelzpantoffeln»? Es ist nie zu spät, Philippe Jaccottet zu entdecken. Behutsam tastend, aber mit messerscharfer Sprache, beugt sich der Dichter über das Winzige in der Natur, blickt ins Tor, das der Tod aufmacht oder fängt – eben – mit einem Sprachbild eine Katze.

Eine fast perfekte Welt von Milena Agus (aus dem Italienischen von Monika Köpfer)

Milena Agus' Eine fast perfekte Welt (Terre promesse) ist ein subtiles Generationendrama aus Sardinien. In eindrücklicher und gleichzeitig feiner Sprache wird die Suche nach Heimat, Zugehörigkeit und Sinnhaftem thematisiert - teils gespiegelt aus der Perspektive der entwurzelten Emigrantin. Auch in Italienisch.

Milchmann von Anna Burns (aus dem Englischen von Anna-Nina Kroll)

In ihrem Roman beschreibt die nordirische Schriftstellerin den Kampf einer jungen Frau um ein selbstbestimmtes Leben. In den troubles einer namenlosen Stadt versucht sie, unsichtbar zu bleiben und sich von Gewalt und Politik fernzuhalten. Trotzdem zieht sie Aufmerksamkeit auf sich - und Aufmerksamkeit bedeutet Gefahr. Auch in Englisch.

Die Sonne hat Gesellschaft von Dorthe Nors (aus dem Dänischen von Frank Zuber)

Menschen verlieren sich und kapseln sich ab in diesen vierzehn Kurzgeschichten. Nichts ist in dieser Prosa überflüssig: Der schlichte, präzise Erzählstil der dänischen Autorin nimmt Verzweiflung, Verlassenheit und Aufbegehren ohne Drama, dafür mit Humor auf. Auch in Dänisch.

Meeresroman von Petri Tamminen (aus dem Finnischen von Stefan Moster)

Vilhelm Huurna macht seine Sache recht als Kapitän. Das finden auch jene, die ihm ihre Schiffe anvertrauen. Aber Huurna hat einfach kein Seeglück. Alles, aber auch wirklich alles, versinkt in dieser schmalen, rührenden, tragikomischen Erzählung eines Lebens. Vertrauen Sie Vilhelm Huurna. Am Ende ist alles gesagt. Auch in Finnisch.  

Die Chroniken des Südviertels von Rimantas Kmita (aus dem Litauischen von Markus Roduner)

Der Debutroman erzählt die Geschichte eines Teenagers aus Siauliai, auch Alter Ego des Autors. Die Orientierung in der Pubertät, die wiedererlangte Unabhängigkeit des Landes Litauen und der Kapitalismus der 1990er Jahre verdichten sich in den Chroniken zu einem wilden Aufbruch. Mit den Chroniken setzt Rimantas Kmita seiner Heimatstadt ein literarisches Denkmal.

Kleine Himmel von Brygida Helbig (aus dem Polnischen von Natalie und Brygida Helbig)

Eine Tochter stellt Fragen an die Generation ihrer Eltern – und erzählt die deutsch-polnische Geschichte des 20. Jahrhunderts anders, als wir sie bisher (vielleicht) kennen. Die Antworten von Vater und Mutter, beides Flüchtlinge mit lebenslangen Narben, fallen nicht ausschließlich schwarz oder weiß, deutsch oder polnisch aus.

Baron Wenckheims Rückkehr von László Krasznahorkai (aus dem Ungarischen von Christina Viragh)

An seinem Lebensende kehrt Baron Wenckheim in sein ungarisches Heimatdorf zurück – und wird von László Krasznahorkais Sprache verschlungen. In grausamen, komischen und schrecklich schönen Szenen wird das heutige Dasein auf aussergewöhnliche Weise in Worte gefasst. Ein hartes und wunderbares Buch, das zum Nachdenken anregt. Auch in Ungarisch oder Englisch.

Die Tränen des Propheten von Yavuz Ekinci (aus dem Türkischen von Oliver Kontny)

Es war sicher nicht einfach, Prophet zu sein zur Zeit des Herodes oder der Hadithe. Aber es ist es auch nicht in der Zeit der Hashtags, findet Mehdi, der mit Getöse berufen wird. Siehe! ist die Losung in diesem Schelmenroman. Ich habe mir die Augen gerieben während Mehdis absurden Wanderungen durch die Grosse Stadt, durch eine rohe Welt.

Die vier Ohnmachten des Chaim Birkner von Omer Meir Wellber (aus dem Hebräischen von Ruth Achlama)

«Noch ist das Museum nicht gebaut, das alle Versionen unserer Familie aufnehmen könnte.» Der Dirigent Omer Meir Wellber komponiert in seinem Debutroman sprunghaft, assoziativ und zuweilen humorvoll die Geschichte des Chaim aus Ungarn. Seit 1944 sucht sich dieser schelmisch und verzweifelt stets neu zu erfinden, um zu überleben. Auch eine Geschichte Israels.

All that I want to forget von Bothayna Al-Essa (aus dem Arabischen von Michele Henjum)

Das Paar in dieser Liebesgeschichte aus Kuwait sind der Mensch und die Dichtung. Der Mensch ist eine junge Frau, und es ist haram, verboten, dass ihre Beziehung zur Dichtung öffentlich wird. Mensch und Poesie kämpfen in diesem Roman leidenschaftlich umeinander und für die Liebe. Der Kampf hinterlässt Spuren - in den Seelen und auf Papier.

Peking falten von Jingfang Hao (aus dem Chinesischen von Jakob Vandenberg)

Die Physikerin und Schriftstellerin Hao Jinfang antwortet in ihrer Erzählung gekonnt auf die zentrale Frage, warum gerade in den chinesischen Grossstädten die manuelle Abfallentsorgung eingeführt wurde. Sie nutzt hierfür das Genre Science Fiction, das bei der chinesischen Zensurbehörde mehr Narrenfreiheit geniesst als andere literarische Genres.

Saison der Wirbelstürme von Fernanda Melchor (aus dem mexikanischen Spanisch von Angelica Ammar)

Wortgewaltig und zerstörerisch zeichnet Fernanda Melchor in ihrem Roman ein Mexiko jenseits jeglicher Idylle. Gewalt, Drogen, Armut und Aberglaube ziehen die Figuren immer tiefer in die allgegenwärtige Sumpflandschaft. Eine schonungslose, auf Tatsachenberichten beruhende Mordgeschichte. Auch in Spanisch.

Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau von Clarice Lispector (aus dem brasilianischen Portugiesisch von Luis Ruby)

Dieser Erzählband bietet die Gelegenheit, einige Kurzgeschichten der Brasilianerin Clarice Lispector zum ersten Mal in deutscher Übersetzung zu lesen. Gekonnt feinfühlig lotet sie das Innenleben ihrer Protagonistinnen aus, die sich im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Ansprüchen und individueller Weiterentwicklung bewegen.

Unterwegs = In viadi: Gedichte von Luisa Famos (aus dem Rätoromanischen von Luzius Keller)

Ob Sie diesen Sommer im Unterengadin unterwegs sind oder nicht: Die Poesie von Luisa Famos bietet die Gelegenheit, an äusseren und innere Orten zu verweilen, über die Böschung vom Deutsch ins Vallader zu steigen und den Augenblicken zu lauschen: Batterdögls.

Viel gespielt – die Kompositionen von Hans Schaeuble (1906–1988) sind stets präsent

Hans Schaeuble um 1930

Zu unseren meistgespielten Komponisten gehört Hans Schaeuble, dessen Nachlass in der ZB aufbewahrt wird.

Der Apothekerssohn aus Arosa besuchte Internate in Trogen und Lausanne, wo er Ernest Ansermet hörte und beschloss, Komponist zu werden. So studierte er 1927–1930 am renommierten Konservatorium in Leipzig und liess sich hernach als freier Komponist in Berlin nieder. Dort tobte die Moderne, doch Schaeuble schuf Traditionelles, das später im «Dritten Reich» Gehör finden sollte. Ab 1937 erschienen seine Werke beim bedeutenden Verlag Bote & Bock, 1939 erfolgte als Höhepunkt seiner Karriere die Uraufführung der Sinfonischen Musik für grosses Orchester op. 22 in der Philharmonie.

Schaeuble, der als Bergbub jeden Winter nach Arosa zum Schneesport gefahren war (s. Abbildung), kehrte 1942 endgültig in die Schweiz zurück. Auch dort erlebte er erstklassige Aufführungen, konnte aber nicht mehr an die ganz grossen Erfolge anschliessen und stiess aufgrund seiner Karriere im nationalsozialistischen Deutschland zunehmend auf Ablehnung. So hörte Schaeuble 1968 mit dem Komponieren auf und beschränkte sich auf die Überarbeitung der 51 geschaffenen Werke: Orchester-, Kammer- und Vokalmusik sowie eine Oper, die allerdings nie aufgeführt wurde. Verstorben am 19. Dezember 1988 in Zürich, hinterliess er eine Stiftung, die fortan Musiker und Musikwissenschaftler fördern sollte, die sich seines Werkes annehmen.

Der Nachlass von Hans Schaeuble ist in ZBcollections verzeichnet.

Lese und träume jetzt – Die Berge kannst Du später besteigen

Die SAC Bibliothek tief unten im 5. UG der ZB hält für Sie manchen Bücherschatz bereit. Seilen wir uns vom Lesesaal ab und erkunden wir den Bücherberg:

Auf einer ersten Seillänge treffen wir auf Tourenführer und Zeitschriften, welche Routen zu Gipfeln, Pässen, Felsen und Wasserläufen beschreiben. Steigen wir eine Seillänge tiefer, stossen wir auf die einmalige Sammlung von Panoramen und Ansichten von Müller-Wegmann (online auf e-manuskripta und e-rara). Weitere Preziosen folgen in den Nischen der Regale. Zum Beispiel das «Fremdenbuch des S.A.C. für die Göscheneralp, 1886–1890» sowie Broschüren aus der goldenen Zeit des Skilaufs. Eine letzte Seillänge führt uns durch die lebendige Geschichte des Alpinismus, von Carl Spazier bis zu Ueli Steck. Am Ziel angekommen, geniessen wir die Alpenküche.

Zürcher Comics

Zürich 1916: Milano, Massimo, et al. Vallat. Edition Moderne, 2004, S. 8.

In Zürichs Gassen sind auch Comic-Helden unterwegs. Einer davon ist Vallat. Während des Ersten Weltkriegs bewegt sich der fiktive Lausanner Polizeibeamte im Zürich der Künstler, Emigrantinnen und Spione. Comiczeichner Massimo Milano erzählt seine Geschichte in eindrücklichen Schwarz-Weiss-Bildern. 

«Vallat» ist bei Edition Moderne erschienen, dem einzigen Verlag für Graphic Novel und Comics in der Deutschschweiz. Wir haben die ganze Produktion dieses Zürcher Verlags  im Bestand – und das sind bei Weitem nicht alle Bildergeschichten in der Zentralbibliothek Zürich. Auch der schlaue blaue Vogel Globi, die Kassiererin Eva, der legendäre Mike und viele andere Figuren tummeln sich in unseren Regalen.  

6000 tagesaktuelle Medien mit PressReader

Wussten Sie schon, dass die Zentralbibliothek und die Universität Zürich PressReader-Hotspots sind? Im Netz UZH/ZB stehen Ihnen mit der Presse-Plattform mehr als 2'000 Zeitungen und 4'000 Zeitschriften aus aller Welt und in 60 verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Die Schweiz ist mit der NZZ, der Basler Zeitung, 20 Minuten, Le Temps und La Regione vertreten. Namhafte Titel aus anderen Ländern sind zum Beispiel Frankfurter Allgemeine, The Guardian, El País, Le Figaro, The Washington Post und viele mehr. Die tagesaktuellen Ausgaben sowie die Archive der letzten 60-90 Tage lassen sich im Originallayout «durchblättern».

Für mobile Endgeräte ist die PressReader-App verfügbar (iOS und Android), mit welcher Zeitungstitel heruntergeladen und 7 Tage offline gelesen werden können.

Dieses Angebot kann zurzeit nur von UZH-Angehörigen via VPN genutzt werden. Sobald wir die Lesesäle wieder öffnen dürfen, können Sie auch an unseren Geräten darauf zugreifen. Bis dahin ist vielleicht RBdigital etwas für Sie?

«Bey der Clubhütte il Run in Val Somvix» von Johann Müller-Wegmann

Bey der Clubhütte il Run in Val Somvix : 1295 mt / IM

Johann Müller-Wegmann (1810-1893) hat mit seinen über 4000 gezeichneten Panoramen und Ansichten massgeblich zur Erschliessung des Alpenraums und des jungen Nationalstaates beigetragen. 

Wurden die Zeichnungen und Drucke seinerzeit als «Muster grösster Genauigkeit im Erfassen des Berges in jeder Einzelheit und im Zusammenhang» bewundert und zur Vorbereitung von Touren genutzt, sind sie heute allgemein von unschätzbarem kulturellen Wert: die Zeichnungen, oft mit handschriftlichen Notizen versehen, dokumentieren gleichermassen Natur und Kulturraum, aber auch Entwicklung, Bau und Einrichtung von SAC Hütten. 

Die Zeichnung «Bey der Clubhütte il Run in Val Somvix» hat Johann Müller-Wegmann auf seinen Streifzügen durch das Bündner Oberland, Exkursionsgebiet des Jahres 1874, gefertigt und mit einer Notiz ergänzt: «NB. die Clubhütte enthält Stube mit Tisch Bank und ein Bett Petroleumlampe & Flasche mit Petroleum und Feuerzeug verschiedene Kacheli, ein Schreibzeug - ein Clubbuch neben der Stube Feuerherd & Holz in dem grossen Gaden unter der Clubhütte ein Heulager für 20 Männer in der Nähe gab es Wasser». 

Ob das Rot der Schweizerfahne als einziger Farbtupfer auf der Bleistiftzeichnung von Müller-Wegmann stammt, ist nicht gesichert, aber erwähnenswert hielt er sie alleweil, ist doch im SAC Jahrbuch 1847 zu lesen: «…auf sanft ansteigenden Matten gelegenen Alphütten und Gaden il Run 1295 M., an einer der obersten flatterte lustig die eidgenössische Fahne, …». 

Else Lasker-Schüler schreibt an Hugo May und Kurt Ittmann

7. Juli 34

Sehr liebwertester Herr May und Herr liebwertester Herr Itmann. Ich wollt Sie schnell, da meine Füllfeder kaput, mit meiner sich entschuldigenden Bleistift was fragen. – Der Herr Podpielsky von dem ich erzählte, (der Enkel des grossen Generals etc. Dessen Vater von ihm zur Liebe seiner Mama – Jude wurde.) würde so gern bei Ihnen – etwa in der Buchabteilung oder in den oberen Räumen irgend angestellt sein. Er macht auf mich vom ersten Moment an, sehr sehr guten Eindruck. Und hat Manier wie wir. Und aber, dass darum keiner seine Stellung verliert. Das würde ihn sehr weh tun. Er ist 20 Jahre alt, sieht gut aus. Er heisst Gert (nun) André Podbielski. Ginge es? Oder was anderes. Also ich finde ihn sehr vertrauenerweckend. Montag werde ich zu Herrn Br. gehn.

Ihr Prinz Jussuf

Ich klingele an.


Die Adressaten Hugo May, 1887-1958, und Kurt Ittmann, 1896-1974, waren die Direktoren des Warenhauses Brann an der Zürcher Bahnhofstrasse, wo später und bis vor kurzem Manor eingemietet war. Die beiden Mäzene unterstützten Else Lasker-Schüler, 1869 in Elberfeld geboren und 1945 in Jerusalem gestorben, während ihrer Schweizer Exiljahre 1933 bis 1939 mit monatlichen Zuwendungen. Zum Dank verfasste die Dichterin einen Band mit 36 Gedichten, den sie Hugo May 1936 schenkte. Die Sammelhandschrift, nun im Besitz der ZB, wurde erst 2013 bekannt. Sie ist nach Umfang und Qualität die bedeutendste von Lasker-Schüler, weil sie einen von ihr selbst getroffenen Querschnitt über ihr ganzes Schaffen bietet. Inzwischen liegt der Band auch als Faksimile-Edition vor.

Mehr digitalisierte Briefe von Else Lasker-Schüler finden Sie auf e-manuscripta.


Liedflugschriften

Schon immer haben Menschen Lieder gesungen. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts begannen geschäftstüchtige Drucker damit, Lieder zu vermarkten, indem sie Liedtexte mit bekannten Melodien in Form von kleinformatigen, wenige Seiten umfassenden Drucken herausgaben. Diese Drucke werden als Liedflugschriften bezeichnet. Da sie nicht fürs Bücherregal, sondern für den praktischen Gebrauch im Kreis der Singenden bestimmt waren, sind die meisten von ihnen nicht überliefert. Mit fast 750 deutschsprachigen Liedflugschriften des 16. bis 18. Jahrhunderts verfügt die Zentralbibliothek Zürich über einen relativ grossen Bestand. Das breite Spektrum der Liedtexte umfasst geistliche, historische und politische Lieder genauso wie Liebes- und Zeitungslieder.

Die Liedflugschriften können in der Abteilung Alte Drucke und Rara oder während Schliessung wegen COVID-19 auf der Plattform e-rara.ch eingesehen werden.

Zum Tag der Frau, 8. März 2020

Ulrike Ottinger: Freak Orlando (1981)Ulrike Ottinger verstehe das Kino als eine Kunst, «die durch Begegnung mit anderen Menschen, Objekten, Büchern, Orten und Kulissen entstehe, in denen sich die Realität bemerkbar macht», steht in der Begründung der Goldenen Berlinale-Kamera 2020.

Den Ehrenpreis an Personen, die sich ums Filmschaffen besonders verdient gemacht haben, hat Ottinger, die Europas Filmszene mit unvergesslichen Werken wie «Freak Orlando», «Prater» und «Chamissos Schatten» seit 50 Jahren mitprägt, mehr als verdient.

Ihr neuster Film, «Paris Calligrammes», ist in den Schweizer Kinos (noch) nicht zu sehen. Doch die Zentralbibliothek hat unlängst einige ihrer wichtigsten Werke auf DVD angeschafft. Sie besitzt zudem etliche Bücher von und über Ottinger, in deren Schaffen sich die Neugierde auf Fremdes – Menschen, Länder, Landschaften – ebenso spiegelt, wie ihre Lust am Spiel mit der Phantasie und ihr Selbstverständnis als Frau.

e-Thek

Die e-Thek ist ein digitales Angebot der Zentralbibliothek Zürich sowie der Mediotheken von Deutschschweizer Mittel- und Berufsfachschulen. Das deutschsprachige Angebot enthält Sachbücher für die Sekundarstufe II, Belletristik, Audiobooks, Zeitungen und Zeitschriften. Das englischsprachige Angebot enthält vorerst Belletristik und Sekundärliteratur zu ausgewählten Titeln.

Alle Medien der e-Thek können Sie via Smartphone, Tablet oder Desktop lesen oder hören. Für die Nutzung auf Tablet oder Smartphone gibt es zwei verschiedene Apps:

• «Onleihe» für das deutschsprachige Angebot (Google Play / App Store)

• «Libby» für das englischsprachige Angebot (Google Play / App Store)

Innerhalb der App wählen Sie Ihre Stammbibliothek aus und melden sich mit Ihren Zugangsdaten an.

Die Inhalte stehen allen Benutzenden der teilnehmenden Bibliotheken kostenfrei und rund um die Uhr zur Verfügung. Sie benötigen lediglich einen gültigen Benutzungsausweis. Für die Erstanmeldung wenden Sie sich bitte an unseren Infoschalter.

Hilfe gegen die Schreibkrise

Einen wissenschaftlichen Text zu schreiben ist eine Herausforderung. Zuerst muss eine spannende Fragestellung erarbeitet werden. Dann sollen die Gedanken strukturiert und verständlich wiedergegeben werden. Und schliesslich geht es darum, die verwendete Literatur fachgerecht zu zitieren.

Da bekanntlich kein Meister vom Himmel fällt, finden Sie in unserem Bestand eine Fülle unterstützender Literatur zu Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens. Sie können die Auswahl für Ihr Studienfach verfeinern, zum Beispiel Wirtschaftswissenschaft oder Psychologie.

Die Zürcher Seegfrörni von 1891

Photochrom der 23. Zürcher Seegfrörni von 1891.

Die erste nachgewiesene Seegfrörni des Zürichsees geht auf das Jahr 1233 zurück. Bis 1891 fror der See weitere 23 Mal zu – zuletzt 1963. Die Seegfrörni von 1891 wurde zu einem grossen Volksfest. Am 15. Februar zählte die NZZ 60'000 Menschen.

Das Photochrom gibt einen Eindruck von der grossen Menschenmenge. Am linken Rand reinigt ein Mann die Eisfläche für die Schlittschuhläufer vom Schnee. Links der Bildmitte ist ein Pferdeschlitten sichtbar, am rechten Bildrand sind Wirtschaftsbuden aufgebaut. Abends sollen Lampions, Fackeln und Torffeuer die Szenerie erleuchtet haben. Man errichtete Kegelbahnen, Feuerwerk wurde abgebrannt. 1891 waren Frauen auf Schlittschuhen ein Novum. Noch 1880 hatte dies als sittenwidrig gegolten.

Bei der Technik des Photochromdrucks handelt es sich um eine Farblithografie, die auf einer Fotografie beruht. Die Firma Photoglob produzierte zwischen 1889 und 1914 diese Blätter massenhaft. Die Jahresproduktion schenkte sie der damaligen Stadtbibliothek. So entstand eine Sammlung von rund 10'000 Photochroms.

Die Photochroms gehören zum historischen Bestand der Graphischen Sammlung und sind im Rechercheportal samt Bild abrufbar.

50 Magazine in der Hosentasche

Erhalten Sie Zugang zu GEO, Vogue, Newsweek Europe oder Wired.

Wir haben ein neues Angebot für Sie! Mit der RBdigital-App für iOS oder Android stöbern Sie im virtuellen Zeitschriftenregal mit über 50 Magazinen aus den Bereichen Wissen, Lifestyle, Gesundheit, Hobby und Unterhaltung. Sie können die Hefte im Originallayout durchblättern oder im Textmodus die Darstellung nach Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen. Alle heruntergeladenen Ausgaben haben Sie auch im Offline-Modus immer bei sich.

Das alles geht bei uns alles umsonst: Als UZH-Angehörige melden Sie sich einfach mit Ihrem UZH-Login an. Alle Anderen können RBdigital mit unserem Service PURA (Private User Remote Access) nutzen. Mehr Details gibt es hier – oder bei uns vor Ort am Infoschalter.

Unsere beliebteste Komponistin

Der Nachlass von Maria Herz (1878–1950) ist gegenwärtig sehr gefragt.

Niemand kannte mehr den Namen Maria Herz, als ihre Kompositionen 2015 der ZB übergeben wurden. Sie hatte einst im Köln der Zwischenkriegszeit Erfolge gefeiert. Mit ihrer expressionistischen Tonsprache am Puls der Zeit, wurden ihre Werke u.a. im Kölner Gürzenich aufgeführt. Privat verkehrte sie mit der künstlerischen Elite der Stadt, der Dirigent Otto Klemperer ging bei ihr ein und aus. 1934 flüchtete sie, als Jüdin verfolgt, nach England und schliesslich in die USA, ihre Musik geriet in Vergessenheit. Nun wird Maria Herz neu entdeckt. Ihre Werke wurden 2019 u.a. in Potsdam, Köln, Dortmund, Essen und in der Zürcher Tonhalle aufgeführt. Für 2020 sind Sendungen bei Deutschlandfunk Kultur und Radio SRF geplant, der SRF-Kulturclub wird zudem ein Porträt-Konzert in Zürich begleiten.

Der Nachlass von Maria Herz ist in Zbcollections verzeichnet.