Der Vertrag mit Springer Nature wurde gekündigt.

Die ZB und HBZ haben ihren Vertrag mit Springer Nature ab Januar 2020 gekündigt – genauso wie die anderen Schweizer Hochschulbibliotheken. Deshalb können Sie die neuesten Zeitschriftenartikel, die 2020 bei Springer Nature erscheinen, nicht wie gewohnt in der ZB oder im Campusnetz der Uni Zürich öffnen.

Aktueller Stand (Dezember 2019)

Springer Nature hat bekanntgegeben, dass sie trotz der gescheiterten Verhandlungen bis auf Weiteres Zugang zu den 2020 neu veröffentlichten Inhalten gewährt.

Alternative Wege zum Volltext

Auch ohne Lizenz gibt es eine Reihe von legalen Wegen zum Text:

  • Suchmaschinen für Open-Access-Versionen:
  • Browser-Erweiterungen, die beim Browsen auf Open-Access-Versionen eines Artikels hinweisen:
  • Forschende direkt nach dem Volltext fragen, z.B. über ResearchGate oder andere soziale Netzwerke
  • Aufsatzbestellung per Fernleihe/Dokumentenversand über die Bibliothek. Allgemeine Informationen zum Dokumentenversand finden Sie hier. Für die betroffenen Zeitschriftenartikel (Jahrgang 2020) ist dieser Service kostenlos.

Hilfe und Beratung

Gerne helfen wir Ihnen weiter! Wenden Sie sich an kundenservice@zb.uzh.ch

Warum kam es zur Kündigung?

Mit den drei Grossverlagen Elsevier, Springer Nature und Wiley werden derzeit auf nationaler Ebene Verhandlungen geführt. Ziel sind neue «Read & Publish»-Verträge, mit denen zu einem angemessenen und transparenten Preis Zugriff auf alle von diesem Verlag publizierten Artikel besteht («read») und die Publikationen von Schweizer Forschenden bei diesem Verlag sofort und weltweit in Open Access, also frei und kostenlos zugänglich sind («publish»). Diese Verhandlungen sind Teil der Schweizer Open-Access-Strategie.

Leider liegt bislang von Springer Nature kein akzeptables Angebot vor. Um die Verhandlungen zu unterstützen, haben die Schweizer Hochschulbibliotheken daher den Vertrag mit diesem Verlag gekündigt.

Open Access: Bedeutung und Vorteile

Open Access meint den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet. Denn Ergebnisse aus öffentlich finanzierter Forschung sollen frei zugänglich sein – das leuchtet ein! Im bisherigen System zahlt die Öffentlichkeit hingegen mehrfach: Öffentlich finanzierte Bibliotheken müssen die Ergebnisse aus öffentlich finanzierter Forschung von privaten Verlagen kaufen, damit diese gelesen werden können. Zudem steigen die Preise für wissenschaftliche Zeitschriften Jahr für Jahr.

Deshalb hat sich die Schweiz im Rahmen einer nationalen Open-Access-Strategie das Ziel gesetzt, dass bis 2024 sämtliche Publikationen aus öffentlich finanzierter Forschung in Open Access zugänglich sein sollen.


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