Maurer, Otto (1898–1959)


Lehrer, Organist, Komponist

Porträt von Otto Maurer

Musikmanuskripte, Musikdrucke, Tonträger, Varia. - 0.4 m.
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Otto Maurer, geboren am 16. Oktober 1898 auf der Höhe ob Signau BE, erhielt seine ersten Violinstunden vom Schlosswiler Dorfpfarrer Gustav Lauterburg. Ab 1914 besuchte er das Bernische Lehrerseminar Hofwil und wurde dort durch Hans Klee (den Vater des Malers) und den Berner Organisten Robert Steiner in die Musik eingeführt. Anschliessend studierte er beim damaligen Münsterorganisten Ernst Graf. Nach sieben Jahren Schuldienst entschied er sich 1926 für das Musikstudium, zunächst am Konservatorium Leipzig bei Max Ludwig, anschliessend an der Münchner Akademie der Tonkunst bei Walter Courvoisier, der ihn nachhaltig beeinflusste. Trotzdem brach Maurer nach einem Jahr das Studium bei Courvoisier überraschend ab. Danach folgte ein freier Studienaufenthalt in Paris.

1929 übernahm Maurer eine Lehrerstelle in Zollikofen, wo er bis zu seinem Tode am 9. Februar 1959 wirkte. Zudem war er als Organist und Chordirigent tätig. Daneben widmete er sich seinen kompositorischen Arbeiten, in deren Zentrum stets die Orgel stand. Neben Orgelwerken umfasst sein Oeuvre Klavier- und Chorlieder, grössere Chorwerke, Klavierkompositionen, Kammermusik und eine von Daniel Glaus orchestrierte Kleine Orchestermusik. Stilistisch ging Maurer von der Spätromantik aus und öffnete sich in den Dreissiger Jahren neueren Strömungen, insbesondere Paul Hindemith. Gegen Ende seines Lebens wendete er sich immer stärker dem Bachschen Orgelschaffen zu.