Attenhofer, Carl (1837–1914)


Komponist, Chorleiter, Organist

Porträt von Carl Attenhofer

Signatur: Ms Q 30-42

Musikmanuskripte, Textmanuskripte, Briefe, Bildmaterial, Varia. - 0.8 m.
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Carl Attenhofer wurde am 5. Mai 1837 in Wettingen geboren. Er studierte von 1857 bis 1858 am Leipziger Konservatorium (zur gleichen Zeit wie seine Landsleute Friedrich Hegar und Albert Fäsy). 1859 wurde er Organist und Musiklehrer in Muri (Kanton Aargau), 1863 zum Musikdirektor in Rapperswil ernannt. Drei Jahre später zog er nach Zürich, wo er die Direktion des Männerchors Zürich, des Studentengesangvereins (bei beiden als Nachfolger Wilhelm Baumgartners) und des Männerchors Aussersihl übernahm. Auch trat er als Oratoriensänger (Bass) und als Continuospieler auf. 1896 wurde Attenhofer zum "zweiten Direktor" des Zürcher Konservatoriums ernannt, wo er Chorgesang, Dirigieren und Zusammenspiel lehrte. Er starb am 22. Mai 1914 in Zürich.

Zu Attenhofers Oeuvre gehören vor allem Chorwerke, aber auch Märchenspiele, Klavierlieder und einige Orchesterwerke und Klavierwerke. Nach seinem Tode wurde sein Nachlass der Zentralbibliothek Zürich geschenkt.

 

Literatur:

Isler, Ernst, Carl Attenhofer. Zürich 1915, (103. Neujahrsblatt der Allgemeinen Musikgesellschaft Zürich)

Schuh, Willi (Hrsg.), Schweizer Musiker-Lexikon 1964, Zürich 1964