Im April/Mai 1936
gab Schweitzer 21 Konzerte in der Schweiz.
Am 30. Oktober 1953 erhielt er rückwirkend den Friedensnobelpreis
für das Jahr 1952. Das Preisgeld ermöglichte ihm die Fertigstellung
des Lepradorfes «Village lumière» in Lambarene.
1954 Rückkehr für sechs Monate nach Europa. Am 4. November
hielt er anlässlich der Übergabe des Nobelpreises in Oslo
seine Rede über «Das Problem des Friedens in der heutigen
Welt».
Pressemeldung der ZB in der Mittagsausgabe der NZZ vom 23. November
1971:
«Aus dem Nachlass des Friedensnobelpreisträgers
und Arztes Albert Schweitzer wurden der Zentralbibliothek Zürich
kürzlich 22 Dossiers von Frau Rhena Schweitzer übergeben.
Diese Teile des Nachlasses bestehen im wesentlichen aus handschriftlichen
und maschinengeschriebenen Skizzen und Entwürfen aus der Zeit
von 1904 bis zum Beginn der sechziger Jahre. Die Manuskripte umfassen
alle grösseren wissenschaftlichen Arbeitsbereiche Schweitzers:
die religions- und kulturphilosophischen Schriften, Arbeiten über
Bach und die Orgelbaukunst sowie seIne berühmt gewordenen
Appelle zur Abschaffung der Atom- und Wasserstoffbomben. Neben
Günsbach im Elsass besitzt Zürich nun die wichtigsten
Nachlassschriften Schweitzers.»
Der Stiftungszweck der Stiftung Albert-Schweitzer-Zentrum,
Günsbach,
konzentriert sich auf die Sammlung von Schweitzers Korrespondenz,
wovon sich im ZB-Depot viele Kopien befinden.
Inzwischen sind die «Dossiers» in
der ZB auf die Zahl von 43 angewachsen, von den Nachlassverwaltern
in einem 66-seitigen Verzeichnis aufgelistet; neu dazu gekommen
sind die «Sacs»,
deren 76 an der Zahl und mit einem 38-seitigen Verzeichnis. Dazu
kommen rund 200 Predigten in 25 Paketen. «Dossiers» und «Sacs»
entsprechen der ursprünglichen Aufbewahrungsweise, wie sie
Schweitzer in Lambarene pflegte (nur die Leinensäcke fehlen).
Zusätzlich
hütet die ZB den Teilnachlass Erwin R. Jacobi, Albert Schweitzer
betreffend.
Die Dokumente in der ZB dienen als Grundlage
für die Herausgabe
der «Werke aus dem Nachlass im Verlag C.H.Beck». Die
jüngsten, 2001 bis 2005 erschienenen Bände «Kultur
und Ethik in den Weltreligionen», «Geschichte des
chinesischen Denkens» und «Wir Epigonen. Kultur und
Kulturstaat» stellen die Aktualität von Schweitzers
Denken anschaulich unter Beweis.
Dass von einer der das 20. Jahrhundert
massgeblich prägenden
Persönlichkeit der schriftliche Nachlass fast in seiner Gesamtheit
an einem Ort aufbewahrt wird, ist ein ungewöhnlicher Ausnahmefall.
Den imposanten Werkzusammenhang gilt es zu erhalten.
Materialien zum Werk, Arbeiten, Lebenserinnerungen,
Notizbücher,
Reden, Vorträge, Vorarbeiten, Vorlesungsmanuskripte, Werke. — 12
Laufmeter — Unpublizierte Findmittel.
Signatur:
Nachl. A. Schweitzer
dossiers 1-43;
Nachl. A. Schweitzer
sacs 1-76;
Nachl. A.
Schweitzer ERJ 301-304, 312-315, 401-413, 501-512, 601-610, 701-776;
Nachl. A.
Schweitzer Verzeichnis der Dokumentationsausgabe des Nachlasses
von J. Zürcher.
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