Backfischchens erstes Herzklopfen

Lithographie. Leipzig, Lith. Anst. v. C.G. Röder, [1890/1900?]

Illustrierte Umschläge von Musikalien aus den Jahren 1830 bis 1910

Ausstellung der Zentralbibliothek Zürich im Opernhaus Zürich, 2009/2010

Die Zentralbibliothek Zürich besitzt einen reichen Bestand an Musikalien aus der Zeit der Wiener Walzerkönige. An der Ausstellung im Opernhaus Zürich ist eine Auswahl besonders schön gestalteter Umschläge aus diesem Fundus zu sehen.

Die ersten Musikdrucke erhielten wie Bücher und Musikhandschriften Schmucktitel. Ab 1850 wurde bei Veröffentlichungen geringen Umfangs die Schmucktitelseite zum Umschlagblatt. So zählten die Musikalien zu den ersten Druckerzeugnissen, die eine umfassende Information in Bild und Schrift auf einen Blick anboten und als kleine farbige Plakate in den Schaufensterauslagen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken suchten.
Die frühen lithographierten Musikdrucke wurden in der Manier eines Kupferstichs und einfarbig gedruckt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen mit zunehmender Verbreitung der Hausmusik und wachsender Konkurrenz der Musikverlage farbig lithographierte Titelseiten in Mode.
Während der Drucker in der Regel auf der Titelseite angegeben wurde, blieben die Künstler oft anonym oder verbargen sich hinter einem Pseudonym, um ihrem künstlerischen Ruf nicht mit Arbeiten aus dem Gebiet der Gebrauchsgraphik zu schaden.

Quelle: Udo Andersohn, Musiktitel aus dem Jugendstil, Dortmund, Harenberg, 1981

 

 

Ausstellungskonzept: Angelika Salge