19/2012
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100 Jahre Wahrheit
Die Pravda wird hundert - einst mächtiges Desinformationsorgan der allmächtigen KPdSU und damit per se ein "Weltblatt", fristet das Blatt heute eine etwas exzentrischere Existenz als Oppositionszeitung der kommunistischen Partei in Putins Russland. An die "Wahrheit" heranzukommen ist in der Schweiz gar nicht so einfach. Die ZB hat einen Mikrofilm der 1950er bis 1980er Jahre, das Sozialarchiv die Papierausgabe für etwa die selbe Zeit. Besser sieht es an der Schweizerischen Osteuropabibliothek in Bern aus: Ab 1917 als Mikrofilm, später auch auf Papier..
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18/2012
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Fischli/Weiss
Fischli/Weiss gehörten zu den beühmtesten Schweizer Künstlern und waren in ihrer "Schrägstrichkombination" beinahe unverkennbar/unzertrennlich. Nun ist mit David Weiss einer der beiden Protagonisten des Künstlerduos gestorben. Fischli/Weiss arbeiteten mit Videosequenzen, Fotografien, Skulpturen und Multimedia-Installationen; oft arrangierten sie Gegenstände oder Situationen aus dem Alltag oder der Welt der Kunst neu und stellten sie damit ironisch, humorvoll und witzig in Frage. Fischli/ Weiss schufen auch zahlreiche Kunstbücher. Die Recherche der Woche fragt deshalb nach F/W als Urheber und findet hier Werke v.a. in den Kunstbibliotheken ZHdK und SIK. Nicht zu vergessen sind auch die reichen Bestände der Bibliothek des Kunsthaus Zürich, die allerdings ihren eigenen Katalog abseits aller Verbünde pflegt. .
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17/2012
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Gallus 612
Sankt Gallen feiert: Das "Gallusjubiläum" steht an. Vor 1400 Jahren hat der irische Mönch Gallus im Steinachtobel hinter der Kathedrale eine Zelle und ein Bethaus gebaut und damit den Grundstein für Klosterstaat und Stadt St. Gallen gelegt. So jedenfalls die Gründungsfama im Schnellgang. Die Recherche der Woche feiert mit: Gallus (Heiliger) lautet unser Beitrag; der Begriff Heilige muss dazu gesetzt werden, um nicht das ganze Hühnervolk (gallus gallus, gallus domesticus usw.) mitgeliefert zu bekommen. Mehr zu den keltischen Mönchen im alemannischen Raum findet man im übrigen mit dem Begriff "iroschottische Mission". .
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16/2012
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Günter Grass und die Politik
GG und die Politik sind ein altes Paar. Vom parteipolitischen Anhänger der "Espede" bis zum hochumstrittenen Israelkritiker ist das politische Auftreten des Günter Grass "ein weites Feld". Über Grass und die Politik wird derzeit viel Tinte vergossen - ein Blick ins Rechercheportal zeigt aber auf, dass auch wissenschaftlich die Thematik offenbar ergiebig ist. Wie immer hat es sprechende Titel darunter: "Günter Grass - Dokumente zur politischen Wirkung", "Günter Grass unter den Deutschen : Chronik eines Verhältnisses", "Wer hört noch zu? : Günter Grass als politischer Redner und Essayist", oder dann "Zeit, sich einzumischen: die Kontroverse um Günter Grass[...]" - Letzteres allerdings ist eine Kontroverse von...1998. .
15/2012
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100 Jahre Biene Maja
Seit 100 Jahren summt und brummt die Biene Maja: 1912 veröffentlichte Waldemar Bonsels seinen Roman "Die Biene Maja und ihre Abenteuer", 1915 dessen Fortsetzung "Himmelsvolk". Zum Superstar der Kinderzimmer wurden Maja und co. aber nicht durch das naturromantische und zumindest volksthümelnd angehauchte Buch, ein Kind seiner Zeit, sondern durch die japanisch-österreichische Zeichentrickserie der 1970er Jahre. Bonsels' weitere Werke sind heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Die ZB hat die Biene Maja nicht im Original von 1912, wohl aber die Bibliothek der Museumsgesellschaft am Limmatquai. Das Bonsels'sche Gesamtwerk findet sich in der ZB u.d.T. "Wanderschaft zwischen Staub und Sternen" und, prosaischer, unter der Signatur FM 61048. Auch viele weitere Einzelausgaben zeugen von der einstmaligen Beliebtheit des Autors..
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14/2012
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Karl May
Am 30.3. vor 100 Jahren verstarb einer der produktivsten deutschen Schriftsteller aller Zeiten: Winnetou-Schöpfer Karl May. Karl May war einer der erfolgreichsten Autoren von Trivialliteratur des 19. Jahrhunderts. Seine Werkewurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von über 200 Millionen. Generationen von (wohl vor allem) Jungs sind mit seinen "edlen Rothäuten" , dem Schatz im Silbersee und dem "wilden Kurdistan" aufgewachsen. Im Rechercheportal findet sich entsprechend viel Material zu dem faszinierenden Autor und seinen Werken. Neben der ZB tun sich dabei v.a. die Museumsgesellschaft und die Bibliothek des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien hervor. Amüsanterweise schlägt im übrigen die Rechercheportal-Software nach einer May-Suche vor: "Meinten Sie: Karl Marx?" Hm, fast...
13/2012
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Zumthor
Die Valser wollen Zumthor nicht mehr. Jedenfalls nicht für den Umbau des Thermenhotels neben der ikonischen Therme - so hat es die Gemeindeversammlung kürzlich entschieden. Wie ticken Zumthor und die Valser? Die Recherche der Woche masst sich kein Urteil an. Am besten reist man wieder mal dorthin... und/oder recherchiert im Bibliothekskatalog. Der grosse Architekt Zumthor ist natürlich breit vertreten, in der ZB und den Architektur- und Kunstbibliotheken der ETH, ZHAW und ZHdK. In Vals und im Valsertal wird laut Rechercheportal geklettert, gewandert und, natürlich, gebadet. Ob zudem "Vals (Tanz-Gattung)" Vals und Zumthor noch versöhnen könnte?.
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12/2012
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tags, tags, tags
Tagging anyone? Im Rechercheportal kann man seit kurzem seine eigenen Schlagwörter ("tags") vergeben. Der Andrang hält sich bis jetzt in Grenzen - aber ein Schritt ist gemacht, den Katalog zu öffnen, ein bisschen Richtung "social web"; social tagging ist im übrigen das offizielle neudeutsche Schlagwort der ZB für diesen Bereich. In der realen Welt beschäftigen tags die ZB aber ebenfalls: nämlich als RFID-Transponder für die Ausrüstung der Freihandbücher, damit unsere Benutzer/innen diese dann selber ausleihen können. Das Kleben dieser tags beginnt im Frühsommer dieses Jahres und soll ein Jahr dauern. Das sind dann viele, sehr viele tags...!.
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11/2012
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The Iron Lady
Eine bemerkenswert unpolitische "Filmbiographie" ist "The Iron Lady" über die britische Premierministerin der 1980er Jahre Margaret Thatcher. Wer etwas mehr politischen Kontext braucht, wird im Rechercheportal der ZB fündig. Neben zahlreichen Biographien älteren und neueren Datums finden sich politologische Einschätzungen, Bibliographien, die "collected speeches" und natürlich auch der 1200-Seiter "The Downing Street Years", die politischen Erinnerungen der Politikerin. Die Beschreibung Thatchers in den verbundinternen Autoritätsdaten (ask your librarian what that is ;-) als "Chemikerin, Rechtsanwältin, Politikerin" ist dabei allerdings eine doch etwas kuriose bibliothekarische Pedanterie! Die Frage ¿Falklands o(r) Malvinas? beantwortet die ZB-Beschlagwortung übrigens mit dem Begriff "Falklandinseln"...wenn auch die Islas Malvinas mitgefunden werden, dank der, eben, Autoritätsdaten.
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10/2012
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Addio Lucio Dalla
Lucio Dalla war einer der bekanntesten Cantautori Italiens, im Land selber und gerade auch in der Schweiz. Vor einer Woche, zu Beginn einer neuen Konzerttournee, ist Lucio Dalla in Montreux gestorben. Viele, auch der Schreibende, haben mit seinen Liedern in den 80er-Jahren erste Italianità geschnuppert. "Attenti al Lupo", "Se io fossi un angelo", "Tu non mi basti mai"... Lucio Dalla zu Ehren sucht die Recherche der Woche Material zu den Cantautori im Rechercheportal, so raffiniert es geht. Der dabei aufgefundene Titel "Cantare l'italiano : materiali per l'apprendimento dell'italiano attraverso le canzoni" hätte Lucio Dalla bestimmt gefallen!.
09/2012
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Stummfilm en vogue
"And the Oscar goes to...": The Artist, einem Stummfilm über, unter anderem, das Ende des Stummfilms. Hollywood blickt 80 Jahre zurück und feiert einen „Medienbruch“, oder jedenfalls einen grossen Schritt innerhalb eines Mediums. Der Stummfilm ist natürlich auch in der ZB ein gut dokumentiertes Thema. Neben filmwissenschaftlichen Betrachtungen – Bildsprache, Themen, Musik usw. - und Werken über Schauspieler und Regisseure findet man natürlich auch die stummen Filme selbst; die DVD-Sammlung der ZB weist etwas mehr als 50 Stummfilme aus. Noch mehr bietet die Bibliothek der ZHdK, in der die Filme allerdings nicht oder nur intern ausgeliehen werden. (In der ZB gilt eine Leihfrist von sieben Tagen für maximal fünf Filme). Literatur zur Zeitenwende, die in „The Artist“ virtuos beschworen wird, findet man im übrigen in einem ersten Zugriff z.B. mit der Begriffskombination "Stummfilm Tonfilm" [PS: Wegen eines CMS-Updates ist dies nun eine Recherche der Halb-Woche... ausser, man hat sie sich auf unserer facebook-Seite angesehen].
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08/2012
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Abstimmungshilfe: Zweitwohnungen, Buchpreisbindung, Ferien...
Zweitwohnungen begrenzen? Buchpreis regulieren? Bausparen fördern? 6 Wochen Ferien für alle? Die Schweiz stimmt am 11. März über einen bunten Strauss an Massnahmen ab. Die Recherche der Woche bietet Abstimmungshilfe für gründliche Vorbereitung an und schlägt dazu die folgenden Begriffspaare vor: Buchpreis und Preisbindung, Zweitwohn* OR bauspar* (die Treffermengen sind übersichtlich genug, und es geht ums Bauen) und lastnotleast das schillerndste Paar: Arbeit und Freizeit..
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07/2012
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Seegfrörni, oder: Binnenseeeis (Glaziologie)
Das Zufrieren von Seen wird im alemannischen Raum mit dem schönen Namen Seegfrörni oder Seegfrörne bezeichnet. Seegfrör* bringt im Rechercheportal einige Titel dazu zum Vorschein - Zürisee und Bodensee stehen dabei im Vordergrund. Die ZB versieht ihre Titel mit "engen" Schlagwörtern, direkt am konkreten Thema - in diesem Fall eben Seegfrörne. Die Schwesterbibliothek ETH geht anders vor und steckt die Literatur in die grossen Thementöpfe der UDK-Klassifikation; so findet sich die poetische Gfrörni in der abstrakten Weite von "Binnenseeeis (Glaziologie)" wieder..
06/2012
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The Greatest Grid
Vor 200 Jahren entstand der Commissioners' Plan, der Masterplan für Manhattan - Grundlage für das berühmte Schachbrettmuster der grossen Stadt. Aus diesem Anlass zeigt das Museum of the City of New York eine Ausstellung unter dem Titel "The Greatest Grid" mit tollen Originaldokumenten aus der Frühzeit von NYC. Die Recherche der Woche schliesst sich bescheiden an und präsentiert Dokumente aus dem Rechercheportal zum Thema Stadtplanung / New York. Besonders gut lässt sich das Grid natürlich auch auf Karten sehen, und mit den diversen Google-Tools (maps, earth, streetview...) aus vielen Blickwinkeln.
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05/2012
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"Der Grosse" - Aus Anlass des "Alten Fritz 300"
Friedrich II. von Preussen - der "Alte Fritz" - wurde am 24.Januar 1712, vor 300 Jahren geboren. "Friedrich der Grosse": Begründer Preussens als Grossmacht, aufgeklärter Despot, feinsinniger Liebhaber der Künste, grausam-erfolgreicher Feldherr... das historische Urteil über den Fürsten fiel und fällt unterschiedlich und unterschiedich differenziert aus. Die Recherche der Woche hält im Bibliothekskatalog Ausschau nach Friedrich und anderen Persönlichkeiten mit dem oft umstrittenen Attribut "der Grosse" oder "die Grosse", wobei Letztere sehr, sehr viel seltener solcherart gepriesen wurden. Am meisten zu schreiben gab es dabei offenbar zum Makedonier Alexander, vor Karl, Konstantin, Gregor und dem obgenannten Preussen - wobei die Vielfalt der thematischen Erschliessungen eine Übersicht beträchtlich erschwert. Die ZB-Beschlagwortung ist hier im übrigen von allzu grossem Abstraktionsdrang und lautet Friedrich (König, Preussen, 2) oder Katharina (Zarin, Russland, 2)..
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04/2012
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Pierre Bourdieu
Am 23. Januar vor 10 Jahren verstarb der französische Soziologe Pierre Bourdieu. Bourdieus komplexes und reichhaltiges Werk gehört zum Kanon der modernen Gesellschafts- und Kulturwissenschaftler und bildet ein umfassendes soziologisches Theoriegebäude, das im sozialwissenschaftlichen Diskurs der Gegenwart nach wie vor grosse Bedeutung hat. Natürlich sind Bourdieus Werke in der ZB und in anderen Nebis-Bibliotheken (vor allem dem Sozialarchiv) umfassend vertreten. Herausgegriffen sei etwa sein berühmtes Hauptwerk von 1979 "La distinction. Critique sociale du jugement" (dt. u.d.T. "Die feinen Unterschiede", das sich den kulturellen Abgrenzungsmechanismen zwischen den gesellschaftlichen Schichten widmet; es ist in der ZB französisch, deutsch und englisch zu finden. Daneben helfen z.B. Einführungen ins Werk ("understanding Pierre Bourdieu" usw.) beim Einstieg in die komplexe Materie, Biographien beschreiben den Menschen hinter der Theorie, und auch die Bourdieu-Rezeption wird beleuchtet. Letztere lässt sich neben den Büchern im Rechercheportal besonders auch über die Fachdatenbanken der Soziologie beobachten, in denen Aufsätze in Fachzeitschriften, Kongressbeiträgen usw. verzeichnet sind..
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03/2012
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Viren zensieren?
Zwei amerikanische Forscherteams haben unabhängig voneinander ein Virus mit dem Potenzial für eine schreckliche Pandemie geschaffen: Sie veränderten das Vogelgrippe-Virus im Labor so, dass es über die Luft leicht übertragbar war und möglicherweise für Menschen hochansteckend wäre. Der amerikanische National Science Advisory Board for Biosecurity (NSABB) schätzte das Risiko des Missbrauchs der Forschungsergebnisse so hoch ein, dass er eine Zensur der Publikation der Forschungsergebnisse für angebracht hielt und den Journalen «Science» und «Nature» eine entsprechende Empfehlung zukommen liess. Seither wogt in den interessierten und betroffenen Kreisen eine intensive Debatte über Ethik und Wissenschaft, staatliche Zensur und gesellschaftlichen Nutzen im Kontext der Forschungsfreiheit. - Ethik in den Wissenschaften ist ein Themenkomplex, der aus verschiedensten Blickwinkeln und Positionen beschrieben wird; entsprechend vielfältig und reichhaltig ist die Literatur im Bibliothekskatalog. Das mediale Grossthema Pandemie - zusammengefasst zum Beispiel in "Science-Bestsellern" wie Nathan Wolfes "The Viral Storm" - erreicht die Büchergestelle meist in zusammenfassender, auch populärer Form, denn die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten sich ja in den Journals und Papers der jeweiligen Fachgebiete finden..
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02/2012
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Philipp M. Hildebrand
Der (inzwischen ehemalige) Präsident der Schweizerischen Nationalbank, durch Dollar- und Schweizerfrankenkäufe derzeit besonders prominent, ist auch im Recherchportal der ZB gut vertreten: Philipp M. Hildebrand - der "middle name" hebt ihn von anderen Autoren dieses Namens ab - findet sich über 80 Mal als Autor im Bibliothekskatalog. In der Regel handelt es sich dabei um Einträge aus den beiden Bibliotheken "seiner" Institution, die insbesondere zahlreiche Referate und Zeitschriftenbeiträge des Notenbankchefs anbieten. Darunter sind im Lichte der jüngsten Ereignisse plötzlich abgründig erscheinende Titel wie "Die Unabhängigkeit der Nationalbank", "Handlungsfähigkeit der Nationalbank in der Krise", "Überlegungen zum Franken-Wechselkurs", und, très sec, "Liquidität ist Chefsache". - Zur SNB-Bibliothek: Die Schweizerische Nationalbank unterhält an den beiden Sitzen in Zürich und Bern je eine Bibliothek zu den Themengebieten Bankwesen, Geldpolitik, Volks- und Betriebswirtschaft. Die Bibliotheken der SNB sind grundsätzlich öffentlich, wenn auch die betriebsinterne Nutzung Vorrang hat.
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01/2012
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Neujahrsblätter gibt's in grosser Zahl
Das Neujahrsblatt ist eine ehrwürdige und fruchtbare publizistische Form: Über 3000 Treffer mit diesem Titelwort finden sich im Rechercheportal! Unter den Herausgebern sind natürlich die Zürcher: Allgemeine Musikgesellschaft, Antiquarische Gesellschaft, Feuerwerker, Quartiervereine u.a. - und natürlich die Stadtbibliothek Zürich und ihre Nachfolgerin, die ZB. Illustrationen und Titelbätter aus dem Neujahrsblatt der Stadtbibliothek, zumeist aus der Barockzeit, sind auch digitalisiert und mit dem Filter "Online Ressource" über der Trefferliste einfach aufzurufen. Daneben sind auch Vereine vieler anderer Gemeinden des Kantons Zürich und darüber hinaus in der ZB und in anderen Bibliotheken des Nebis-Verbunds zu finden..
52/2011
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Weihnachtliche Klänge in der ZB
Britten oder Bach, Jingle Bells oder Last Christmas, O Tannenbaum und Ros' entsprungen - Musik gehört untrennbar zum Weihnachtsfest. In der ZB finden sich 194 weihnachtliche Klänge mit dem Schlagwort "Weihnachtsmusik", nach Gusto aufzublättern beispielsweise mit der Facette "Urheber" auf der linken Seite, oder sortierbar mit der gleichnamigen Sortierung. Die ZB wünscht schöne Festtage - musikalisch wie auch immer unterlegt...!.
51/2011
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Verlockung Südpol
Ein bitterkaltes Jubiläum: Am 14. Dezember 1911 erreichte Roald Amundsen als erster Mensch den Südpol, am 17. Januar 1912 als Zweiter, "zu spät", Robert Scott; auf dem Rückweg starben Scott und seine vier Begleiter an Hunger, Krankheit und Unterkühlung. Faszination Antarktis: Ein bisschen kann man dieser auch über den Bibliothekskatalog der ZB nachspüren. Zum Beispiel mit der Literatur über den eisigen Wettlauf, oder mit Atlanten und Bildbänden aus der Abteilung Karten und Panoramen der Zentralbibliothek und aus der Kartensammlung der ETH - Material z.B. aus Deutschland, Frankreich, den USA, der Sowjetunion findet sich da und ermöglicht faszinierende Vergleiche. Das Suchwort überall ist im übrigen besser "Antarktis" und nicht das germanisch-populäre "Südpol".
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50/2011
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Konkordanzen
Am Beginn der Recherche der Woche Ende 2007 stand das Thema Konkordanz: "Ist mit der Abwahl von Christoph Blocher aus dem Bundesrat die Konkordanz am Ende oder gewahrt? Was versteht man eigentlich unter Konkordanz? (...) Bücher der ZB zum Thema sind im Bibliothekskatalog Nebis unter dem Schlagwort Konkordanzdemokratie verzeichnet.". Seither kam das Thema nie zur Ruhe - und im Vorfeld der BR-Wahl vom 14.12. ist der Begriff wieder in aller Munde. Die Recherche der Woche Ende 2011 nun ignoriert den Schweizer Politkontext und sucht generell nach "Konkordanz". So findet man natürlich hunderte von Treffern, vornehmlich aus dem Bereich der Textkonkordanzen. Diese zu unterteilen hilft die thematische Facette links der Ergebnisliste. Aber Vorsicht: Angezeigt werden "nur" 75 Begriffe - und zwar diejenigen, die innerhalb der ersten [xxx] Resultate durch die Suchmaschine aufgefunden werden. Vollständigkeit hat man damit also nicht. [xxx] bedeutet momentan im Rechercheportal übrigens 300 Treffer und ab 14.12. in der neuen Version (des Rechercheportals, nicht des Bundesrats...) 1000..
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49/2011
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Oscar Wilde hinter Glas
Pünktlich zum 111. Todestag von Oscar Wilde kehrt "Ordnung" ein beim Grab des berühmten irischen Schriftstellers auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. Ein Absperrung und Glasplatte soll verhindern, dass Fans und Verehrer/innen das Grab betasten und beküssen. Ob Oscar das gestört hätte? Das Grabmal ist auch ungeküsst nicht der schönste Anblick.... Die Recherche der Woche findet alle Literatur zu Oscar Wilde und Ästhetik im Rechercheportal.
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48/2011
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Johann Rudolf Rahn
Johann Rudolf Rahn: Begründer der Kunstgeschichte an der Universität Zürich, Pionier der Denkmalpflege und einer der "Väter" des Landesmuseums. Die ZB zeigt derzeit im Predigerchor eine grosse Retrospektive zum 100. Todestag von Johann Rudolf Rahn, dessen Nachlass in der Bibliothek ruht. Rahns Bedeutung für die Schweizerische Kunstgeschichte lässt sich auch im Bibliothekskatalog ermessen, der über 300 Treffer zu seinem Namen nachweist, und im Handschriftenverzeichnis gar über 1300. Allerdings, wie so oft in alten zyten, gibt es Namensvettern - einen gleichnamiger Arzt, einen gleichnamiger Pfarrer des 18. Jhs. etwa. Mit solchen Unterscheidungen tut sich die "moderne" Recherche des Rechercheportals schwer, und im Zweifelsfall ist ein Blick auf die alphabetischen Register im "alten" System ratsam. Wie dem auch sei - ein Besuch der Austellung lohnt sich, um eine faszinierende Persönlichkeit der grossen Zürcher Zeit des 19.Jahrhunderts kennenzulernen!.
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47/2011
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Tom Sawyer and Huckleberry Finn become "decent"
Eine neue Ausgabe des Klassikers Huckleberry Finn von Mark Twain, publiziert von NewSouth Books in Alabama, ist gründlich ans Werk gegangen und hat es von heute rassistisch erscheinenden Ausdrücken gereinigt. Aus Mark Twains "Nigger" wird slave, und auch die "Injuns" wurden ausgemerzt; insgesamt geht es um 219 Textstellen. In der ZB lassen sich zahlreiche Originalversionen (was auch immer das genau heisst...!) und die durchgesäuberte Ausgabe vergleichen. Diese steht in der Sektion Nordamerikabibliothek und hat die Signatur NABM 2011: 888; in der Trefferliste kommt sie zuoberst, wenn man diese statt nach Relevanz nach Datum sortiert..
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46/2011
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Die Spuren von Franz Liszt in der ZB
Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag kürzlich begangen wurde, hinterliess auch Spuren in Zürich - und in der ZB. In den Jahren seiner Virtuosenreisen zwischen 1839 und 1847 besuchte Franz Liszt auch die Limmatstadt; am 9. und 14. Juli 1845 konzertierte er im Casino am Hirschengraben und im Aktientheater an den Unteren Zäunen. In einem Brief, den Franz Liszt Anfang Juli 1845 an die Allgemeine Musik-Gesellschaft (AMG) richtete, ging es um diese bevorstehenden Konzerte. Liszt machte u.a. einen Vorschlag für das Programm vom 9. Juli. Dem "Verzeichniß der in den Gasthöfen der Stadt logirenden Fremden" im Tagblatt der Stadt Zürich (in der ZB unter der Signatur UZ 1 zu finden) lässt sich entnehmen, dass Liszt im Hôtel Baur logierte; auch ein Konzertinserat der AMG findet sich dort. Die Recherche der Woche führt diesmal in den Reiter "Handschriften" im Rechercheportal, in dem die rund 170'000 Briefe und 3'500 Musik- und Textmanuskripte der ZB erfasst sind. Die Suche nach Franz Liszt weist dort u.a. den oben erwähnten Brief nach (in der Facette Weitere Beteiligte: Allgemeine Musik-Gesellschaft Zürich). Dazu kommen weitere Briefe, die den Kontakt von Liszt mit Zürcher Musikern dokumentieren, aber auch Handschriften von Werken Liszts, die in der Tonhalle verwendet wurden. Bei der gleichen Suche im Reiter "NEBIS", der den Bibliothekskatalog durchsucht, empfiehlt sich auf jeden Fall der Filter über die Facette "Dokumenttyp"; dieser sortiert die über 1100 Treffer zu Franz Liszt erst einmal nach Musikalien, Büchern und Tonträgern. Für biographische Eckdaten des Komponisten sei auf den Brockhaus Musik, Grove Music online (beide im Datenbanknetzwek der ZB zugänglich) oder die Wikipedia verwiesen.
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45/2011
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Der Zürcher Lindenhof
Der Lindenhof unweit der ZB auf der anderen Limmatseite hat schon viel gesehen; derzeit ein Zeltlager von Aktivist/innen der "Occupy [xy]"-Bewegung. Die Recherche der Woche findet im Bibliothekskatalog - unter Zugabe des Orts Zürich, Lindenhöfe gibt es auch in anderen Gemeinden - mittelalterliche Skelette, die Loge Modestia Cum Libertate, aktuelle Erkenntnisse zur frühmittelalterlichen Königspfalz, bewaffnete Frauen (1292) und Umbauprojekte aus dem frühen 20. Jahrhundert. Und das ist nur die erste Seite der Trefferliste...! Darunter ist auch schönes Bildmaterial aus den digitalisierten Beständen der ZB, zum Beispiel die besagten wehrhaften Damen. Es handelt sich dabei um eine Radierung des Kupferstechers Franz Hegi für das Neujahrsblatt der Stadtbibliothek von 1824. Das Datum der abgebildeten (bewilligten?) Veranstaltung ist mit 1292 allerdings verdächtig sagenhaft....
44/2011
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Der Landesring wiederauferstanden?
Sind die Grünliberalen eine Neuauflage des Landesrings der Unabhängigen? "Die Älteren unter Ihnen erinnern sich noch": Der LdU war eine duttweilergegründete, zeitweise fast bundesratstaugliche Partei mit bis zu 16 Sitzen im Nationalrat und einem etwas changierenden sozialliberal-ökologischem Profil, die in den 1990er Jahren immer schwächer wurde und letztlich, nach immerhin über 60 Jahren Existenz, fast unbemerkt verschied. Die GLP der neue LdU? Politologinnen und Journalisten versuchen sich an Erklärungen für eine der Wahlsiegerinnen des letzten Wochenendes - und immer wieder wird der LdU ins Spiel gebracht. Ein Blick ins Rechercheportal fördert ziemlich viel Literatur zutage, das meiste aus der landesringeigenen Küche. Ergänzend wird man etwa das Historische Lexikon der Schweiz (HLS) zu Rate ziehen. Unentbehrliches Quellenmaterial liefert die Parteizeitung "Die Tat", die in der ZB auf Papier und Mikrofilm vorhanden ist..
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43/2011
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Eindeutiger Wahlausgang
Ein eindeutiger Wahlausgang: Grösste Schweizer Partei war wieder einmal die der Nichtwähler/innen, die mit um die 50% locker die absolute Mehrheit geschafft hat. Ihr Programm ist allerdings unscharf und die Motivation (wenn man dem so sagen kann) zum Nichtengagement wohl vielfältig. Was weiss die Literatur in den Bibliotheken darüber? Die entsprechenden Suchbegriffe sind "Wahlbeteiligung" und "Wahlenthaltung"; "Nichtwähler" kann man als Titelstichwort hinzufügen. Auch Literatur zum "Wählerverhalten", zur "politischen Beteiligung" oder zur "Politikverdrossenheit" könnte man in zweiter Linie beiziehen, wobei letztere neckischerweise als ZB-Schlagwort gleich "Staatsverdrossenheit" zu heissen scheint. Dazu kommen natürlich politikwissenschaftliche Beiträge in Zeitschriften und Sammelwerken, die nicht im Bibliothekskatalog, sondern in den Fachdatenbanken der Politologie nachgewiesen sind..
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42/2011
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Leonce&Lena
Leonce und Lena von Georg Büchner ist eine der Schauspielhauspremieren dieser Saison. Als Gruss vom Zähringerplatz an den Pfauen hier die entsprechende Recherche der Woche - undifferenziert nach Ausgaben des Werks und Sekundärliteratur dazu; als Zettelkatalog wäre dies ein "Kreuzkatalog", im Rechercheportal ist's einfach eine allgemeine Stichwortsuche mit Verweis auf die thematischen Facetten links an der Trefferliste. Nicht in jedem Fall mit drin sind Ausgaben der Komödie in Gesamtausgaben und Texte über L&L in allgemeinen Darstellungen der Werke Büchners. Hier müsste man zusätzlich breiter suchen: nach Büchner als Autor und Thema. Den Autor Büchner findet man (leider) nach wie vor am übersichtlichsten in der Autor/innenliste der alten Suchoberfläche..
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41/2011
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"In Putins Russland"
Vor fünf Jahren wurde die Journalistin Anna Politkovskaja vor ihrer Wohnung in Moskau ermordet. Politkovskaja hatte in der Novaja Gazeta stets unerschrocken über den Tschetschenienkrieg berichtet und sich damit mächtige Feinde geschaffen. Die Hintergründe der Ermordung liegen weiterhin im Dunkeln - in einer hässlichen Gemengelage von Geheimdienst, Politik und Mafia zwischen Moskau und Grosny. "In Putins Russland" ist eines ihrer - insbesondere im Westen - bekanntesten Werke und eine mehrfach ausgezeichnete Reportage zur russischen Politik und Gesellschaft unter dem in wechselnden Ämtern dominierenden russischen Politiker des letzten (und kommenden?) Jahrzehnts. In der ZB und in anderen Bibliotheken des Nebis-Verbunds finden sich die Werke Politkovskajas und selbstverständlich sehr viel weitere, einordnende Literatur für ein umfassendes Bild des heutigen Russlands..
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40/2011
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Zu 50 Jahren DEZA: Entwicklungshilfe, -zusammenarbeit und mehr
Die etwas gstabig benannte Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) feiert dieser Tage ihren 50. Geburtstag, unter anderem mit einer Ausstellung auch an der ETH, an der die Anfänge der DEZA zu verorten sind. Die Recherche der Woche findet die zugehörige Literatur vornehmlich in der ZB und der ETH-Bibliothek sowie im Sozialarchiv. Entwicklungshilfe oder Entwicklungszusammenarbeit? In der ZB werden beide Begriffe verwendet. Ein Blick ins Schlagwortregister der Zentralbibliothek zeigt zudem zahlreiche verwandte und Unterbegriffe, mit denen man die Recherche präzisieren oder ausweiten kann; dieses überaus nützliche Verzeichnis kann man übrigens am Ende jeder Trefferliste direkt aufrufen..
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39/2011
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Lichtgeschwindigkeit und mehr?
Forscher/innen wundern sich, SciFi-Fans freuen sich schon auf Zeitreisen: Geht es doch schneller als das Licht? Denn gemäss Experimenten des Projekts Opera sind Neutrinos früher in Gran Sasso in den Abruzzen, 730 Kilometer vom Cern bei Genf entfernt, als das Licht. Nun beginnt das grosse Überprüfen, denn eine Bestätigung dieses Resultats hätte gewaltige Auswirkungen auf die Physik. Bislang galt die Lichtgeschwindigkeit als oberste Geschwindigkeitsgrenze im Universum; Albert Einstein postulierte 1905, dass es nichts gebe, das sich schneller fortbewegt als Licht und dass diese Grösse eine Konstante sei. [Textgrundlage: ETH-Life-Artikel von P. Rüegg]. Die Recherche der Woche entdeckt, nicht gerade in Lichtgeschwindigkeit, einiges an Literatur zur Lichtgeschwindigkeit im Rechercheportal - vor allem Populäres, Älteres und Einsteigerliteratur; Forschungsliteratur der Physik wird gemeinhin nicht als Erstes in Buchform und damit in den Bibliothekskatalog gebracht. Das geisteswissenschaftliche Schlagwort "Zeitreise" bringt hier daher sogar mehr Treffer. .
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38/2011
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Italiens Provinzen, Aschenbrödels Küche und Luigi Malerba
Die kürzlich verstorbene Alice Vollenweider war Romanistin, Übersetzerin und Kochbuchautorin, Literaturrezensentin, Kolumnistin in der NZZ und Annabelle - und langjährige ZB-Benutzerin. Italiens regionale Küchen beschrieb sie stilistisch elegant, belesen, aber unprätentiös - und immer appetitanregend; ihr bekanntestes Werk, "Aschenbrödels Küche", besticht durch seine Auswahl einfacher, alltagstauglicher Gerichte. Stets präsent ist in ihren Kochbüchern der kulturhistorische Hintergrund, der literarische Bezug des Kochens und der Küche; ihre romanistische Dissertation verfasste Vollenweider zum Einfluss der italienischen auf die französische Küche im Spiegel der Sprache. Als Übersetzerin widmete sie sich u.a. dem 2008 verstorbenen italienischen Schriftsteller und Essayisten Luigi Malerba. Viele Facetten einer Autorin: In der ZB sind sie alle vertreten..
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37/2011
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9/11
Zu 9/11 ist schon sehr vieles gesagt, und der gestrige 10. Jahrestag hat dazu nochmals einiges hinzugefügt. Die Recherche der Woche kümmert sich daher um die Auffindung der Literatur im Bibliothekskatalog. "Elfter September" ist das Schlagwort der Zentralbibliothek Zürich, mit dem über 100 Treffer gefunden werden. Eine Suche mit dem populären Kurzbegriff "9/11" bringt dreimal mehr Resultate; warum? Zum einen sind da Dokumente, die kein ZB-Schlagwort haben - das sind natürlich Dokumente anderer Bibliotheken, allerdings nur etwa zu 20%. Der Rest sind z.B. Zeitschriftenartikel, Literatur mit Fokus "after 9/11", Michael Moore's Film "Fahrenheit 9/11"), Literatur, die "9/11" fast eher als Lockmittel im Titel trägt, aber eigentlich andere Themen verfolgt, und schliesslich Titel der ZB, die erst in Beschaffung oder sonstwie noch nicht mit Schlagwörtern versehen sind. Wenn man übrigens die Suche nur im Schlagwortfeld durchführt, ergibt sich mit "9/11" immer noch eine Verdoppelung der Resultatmenge gegenüber dem "Elften September". Der Unterschied der beiden Treffermengen zeigt sehr schön das Grundproblem jeder thematischen Suche: Wer mit präzisen Begriffen sucht, wird immer einige relevante Treffer ausblenden; wer breit und "vollständig" sucht, hat immer Ballast und Irrelevantes dabei..
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36/2011
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Zwanzig Jahre NZZ Folio
Seit zwanzig Jahren liegt der NZZ jeden ersten Montag ein besonderes Heft bei: das NZZ Folio. Im September 11 ist es das Thema "Tatort". Im Verlauf der letzten zwanzig Jahre hat die NZZ damit ein wahres Gesellschaftspanorama aufgeblättert und journalistisch aufbereitet; das Augustheft 2011 mit seinem Rückblick auf die eigene Geschichte belegt es. Das NZZ-Folio gibt es beim Verlag, (derzeit? als pdf auf der Website) und in zahlreichen Bibliotheken, wie der Blick ins Rechercheportal zeigt. Nicht zu vergessen dabei ist die Onlinevariante mit diversen Stichwortsuchmöglichkeiten, die über den NZZ-Onlinezugang der ZB und UZH läuft (nur im IP-Bereich von ZB und UZH möglich)..
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35/2011
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Loriot zu Ehren: Die Steinlaus
Der letzte Woche verstorbene deutsche Humorist Loriot - Vicco von Bülow - schuf unvegesslich komische Szenen und prägte ebenso unvergessliche Wendungen, die in den deutschn Sprachgebrauch eingingen. Ein "U-Boot" - fingierter Lexikoneintrag - geht auch auf seine Rechnung, nämlich die Steinlaus, die es bis in den Pschyrembel schaffte; Loriot hatte Petrophaga lorioti 1976 in einer Tiersendungsparodie in die Welt gesetzt. - Bis ins Rechercheportal hat es die Steinlaus bis dato nicht geschafft; die Recherche der Woche nähert sich dem Thema (einigermassen) an mit den Begriffen Lexikon und Fälschung. Dass die Suchmaschine hierzu auch unschuldige Treffer liefert, die einfach irgendwo mit dem Begriff "Kopie" versehen sind, ist eine noch nicht geklärte, aber sinnige Pointe..
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34/2011
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Neuchâtel, ville millénaire
Neuchâtel, ville millénaire prend ses racines en 1011. Elle possède alors un modeste château neuf et quelques maisons. Située sur les rives d’un lac auquel elle donna son nom, elle fête en 2011 la 1000e année de sa première apparition dans un texte. Cet anniversaire fait référence à l’acte de donation de Rodolphe III, dernier roi de Bourgogne, à son épouse, indiquant pour la première fois le nom de "Novum Castellum". [Source: 1000ne.ch].
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33/2011
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Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus
Heute ist in Berlin nicht mehr allzuviel von dem obszönen Bauwerk zu sehen, das fast 30 Jahre lang die Stadt teilte, und "Berlin (Ost)" oder "Berlin, Hauptstadt der DDR" gibt es nicht mehr. Vor 50 Jahren errichtete das DDR-Regime die Berliner Mauer. Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands ist Berlin eine der wichtigsten Tourismusdestinationen Europas und haben die Bilder der getrennten Stadt etwas Absurdes, Unvorstellbares; aber die brutale Realität ist erst knapp eine Generation alt. Die Recherche der Woche zeigt Erklärungs- und Erinnerungsliteratur im Bibliothekskatalog, literarische und filmische Verarbeitung, Mauergraffiti, historische und politische Einordnungsversuche..
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32/2011
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Der norwegische Friedensforscher Johan Galtung
Der 81jährige norwegische Soziologe Johan Galtung gilt als einer der Väter der Friedens- und Konfliktforschung; 1959 gründete er mit dem "Peace Research Institute Oslo (PRIO)" das erste universitär verankerte Friedensforschungsinstitut Europas. Galtung ist Träger des Alternativen Friedensnobelpreises von 1987 und Mitgründer des internationalen Netzwerks "Transcend" für Frieden, Entwicklung und Umwelt; "Transcend" bildet Konfliktvermittler aus und setzt sich für Mediation in grossen politischen Konflikten ein. Zu aktuellen politischen Debatten bezieht Galtung seit Jahrzehnten Stellung und wendet sich dabei konsequent gegen militärische Einsätze. Umstritten ist seine heftige Kritik an den Regierungen in Washington und am "amerikanischen Empire" [Text zusammengestellt aus Texten der Wikipedia e und d und von Spiegel online]. - Eine Enkelin von Galtung überlebte das Massaker von Utøya..
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31/2011
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Zum 100. Todestag von Konrad Duden
Vor hundert Jahren starb Konrad Duden, der "Vater des Dudens". Dieser erschien erstmals 1880 und avancierte rasch zum Standardwerk schlechthin. Die ZB hat diesen Original-Duden ("Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache", 27'000 Stichworte auf 187 Seiten) nur als Faksimile und dann erstmals die 4. Auflage, Leipzig 1893. Heute umfasst "der Duden" - eines von gar manchen Verlagsprodukten aus der Dudenredaktion in, of all places, Mannheim - als Universalwörterbuch der deutschen Sprache fünfmal so viele Einträge und zehnmal so viele Seiten; seit kurzem ist er unter duden.de gratis online. Der Duden ist prägender Teil der Rechtschreibung unserer Sprache, aber natürlich nicht ihr Anfang und Ende. Dies macht die Recherche der Woche, Konrad Duden zu Ehren, mit ihrer Suche nach der Geschichte der Rechtschreibung des Deutschen sichtbar..
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30/2011
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"Hundert Jahre" Machu Picchu und die Suche nach dem National Geographic von 1913
1911 wurde die spektakuläre Inkastadt Machu Picchu "wiederentdeckt". Eine eurozentrische Sichtweise, natürlich, und ein Meisterstück an Selbstmarketing durch den "Entdecker" Hiram Bingham. Dem Yale-Forscher ist aber auf jeden Fall die weltweite Bekanntmachtung der Inkastadt in den peruanischen Anden zuzuschreiben, etwa mit dem Buch "Lost city of the Incas", von dem die ZB ein signiertes Exemplar (New York 1948, Abt. Alte Drucke und Rara) besitzt. Die in diesem Zusammenhang berühmte Ausgabe des National Geographic vom April 1913, die ganz Machu Picchu gewidmet ist, scheint in Zürich allerdings nicht vorhanden zu sein; ZB und ETH haben die Zeitschrift offenbar erst ab 1915. Gemäss dem veralteten, hier aber nützlichen RP/VZ (dem Verzeichnis ausländischer Zeitschriften in Schweizer Bibliotheken) könnte mit Gewissheit in der Schweiz einzig die UB Basel aushelfen. Und das Web: Auf der Website des Magazins sind Binghams Texte aufzufinden (für wie lange?), obwohl das Archiv grundsätzlich nur bis 2005 zurückzugehen angibt..
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29/2011
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Harry Potter in der ZB
Einer der grössten literarischen Erfolge (und auch ein bemerkeneswertes ausserliterarisches Phänomen) des letzten Jahrzehnts rückt mit der Verfilmung von "Teil 7/2" nochmals in den Vordergrund: Harry Potter. Die ZB ist nicht die grösste Hogwarts-Bibliothek im Nebis-Verbund, wie eine einfache Anfrage an das Rechercheportal zeigt. Nicht ganz überraschend gibt es am meisten Treffer aus der Spezialbibliothek SIKJM - dem Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien; zumal sie auch viele Buchkapitel und Zeitungsartikel zum Thema Harry, Ron, Hermione und co. nachweisen. Dahinter folgt aber dann die ZB. Die Romane selbst hat die ZB englisch und deutsch, wobei die englischen fast noch besser ausgeliehen werden als die deutschen: bis dato 410 Mal gegenüber 350 Mal. Das gibt pro Band einen Schnitt von etwa 12 Ausleihen im Jahr - bei einer Leihfrist von vier Wochen heisst das, die Bände waren in den letzten Jahren immer ausgeliehen. Das spart Platz...!.
28/2011
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Zum Tod von Otto von Habsburg
Die Habsburger - einer der klingendsten Namen der europäischen Geschichte. Letzte Woche verstarb der ehemalige Thronfolger und Kronprinz Österreich-Ungarns (1916-1918), Otto von Habsburg, im Alter von 99 Jahren. Eine bedeutende, kontroverse Persönlichkeit: Monarchist mit Thronverzicht, Antifaschist und Antikommunist, Daniel Cohn-Bendits "liebster Reaktionär", Publizist, Politiker und bedeutender "Paneuropäer" - sein "paneuropäisches Picknick" im August 1989 war ein Katalysator für den Fall des Eisernen Vorhangs. Die Recherche der Woche ist daher für einmal k.u.k. und öffnet mit dem breitestmöglichen Stichwort "Habsburg*" ein angemessen weites Feld. Von Burgen über Herrscher zu Ausstellungen, Karten und Musikalien: Die Habsburger hinterliessen auch im Rechercheportal ihre Spuren...!.
27/2011
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Zum 4th of July ff.: Nationalfeiertage
Es gibt viele Nationen, und daher auch viele Nationalfeiertage. Allein in dieser Woche feiern am 4.7. natürlich die Vereinigten Staaten, aber pikanterweise auch die Philippinen, die 1946 von den USA unabhängig wurden. Am 5.7. folgt Venezuela, ein bolivarisches Datum. Am 6.7. ist die Reihe an Malawi und Tschechien, am 9. ist es Argentinien, und am 10. folgen die Bahamas. Quelle: Wikipedia. - Was aber sind und wozu dienen Nationalfeiertage? Die Recherche der Woche geht dem auf den Grund, mit bescheidenen 17 Treffern. Meist handeln die Werke von historischen Aspekten einzelner Staatswesen; die USA immerhin leisten sich, und die ZB bietet sie an, eine eigentliche "The Fourth of July *Encyclopedia". Kürzer gefasste, definitorische Information kann ergänzend z.B. ein Politiklexikon geben..
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26/2011
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Kirchenvater Augustinus digital
Ein grosser Schatz ist digital: Die zehnbändige, von Erasmus von Rotterdam besorgte Ausgabe der Werke des Kirchenvaters Augustin (354–430), gedruckt1528/29 in Basel bei Froben. Sie wurde vom Zürcher Kirchenhistoriker Prof. Dr. Alfred Schindler auf einer Auktion in Paris erstanden und der Zentralbibliothek mit der Bedingung übergeben, das einzigartige Stück mittels Volldigitalisierung der Öffentlichkeit und der internationalen Forschungsgemeinschaft zugänglich zu machen. Das Digitalisierungszentrum der ZB hat ganze Arbeit geleistet, und seit kurzem sind die Bände online auf der Schweizer Plattform für Alte Drucke, e-rara.ch. Was ist das Besondere an der Ausgabe mit ihren zewhn Bänden? Da sind zum einen die sehr gut erhaltenen zeitgenössischen Augsburger Einbände in Schweinsleder, vor allem aber auch die zahlreichen, insgesamt mehrere tausend handschriftlichen, gut lesbaren Annotationen, die ein anonymer Vorbesitzer vermutlich in den 1530er Jahren in roter Tinte angebracht hat. Neben unzähligen Verweisen auf Bibelstellen und antike Klassiker sowie Korrekturen des gedruckten lateinischen Textes enthalten diese Marginalien Auszüge aus gedruckten und möglicherweise sogar ungedruckten Werken der Reformatoren Martin Luther, Wenzeslaus Linck, Georg Spalatin und Philipp Melanchthon. Der Annotator scheint ein älterer lutherischer Gelehrter gewesen zu sein, der Augustin sehr schätzte und Zugang zu einer grossen institutionellen oder privaten Bibliothek hatte. Da die handschriftlichen Ergänzungen in deutscher und lateinischer Sprache angebracht worden sind, kann eine Überarbeitung im Hinblick auf eine damalige Neuauflage der Werke Augustins ausgeschlossen werden. Verschiedenes weist auf den Gebrauch der Bände in einer höheren Ausbildungsstätte oder einer gelehrten Gemeinschaft hin. Warum der Vorbesitzer diese Bände derart gründlich durchgearbeitet hat und welches seine weiteren, bisher nicht erschlossenen Quellen waren, ist Gegenstand zukünftiger Forschungen. (U. Leu; bearb. N. Branscheidt, O. Thiele)..
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25/2011
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Chemische Grundversorgung durch die ZB
Die UNO hat 2011 zum Jahr der Chemie erklärt, und letzten Samstag führten die Zürcher Hochschulen einen "Tag der Chemie" durch. Die ZB hat ihren Schwerpunkt in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie stellt im Fachgebiet Chemie ein repräsentatives Angebot an Lehrbüchern zur Verfügung, daneben Handbücher, Nachschlagewerke und Übersetzungswörterbücher zu allen Gebieten der Chemie: gewissermassen also eine "chemische Grundversorgung". Die Recherche der Woche pflückt das Thema "Duftstoffe" heraus, das einer der Schwerpunkte der UZH am Chemietag war. .
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24/2011
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Nichts für Arachnophobe: Maman à Zurich
Nichts für Arachnophobe: Die Plastik "Maman" von Louise Bourgeois, die bis Anfang August auf dem Bürkliplatz steht. Louise Bourgeois, die Newyorkerin französischer Herkunft, starb 2010 und hätte dieses Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. Die Fondation Beyeler widmet ihr eine grosse Ausstellung diesen Herbst - und zuvor tourt "Maman", ihre langbeinige, spinnende, fruchtbare, nährende, schützende Spinnenskulptur durch die Schweiz. Die Recherche der Woche ist Louise Bourgeois gewidmet und zeigt zudem hilfreich Bestimmungsbücher für die (zumeist kleineren) Krabbeltierchen an..
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23/2011
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Hans Peter (Mani) Matter
Dieses Jahr könnte Mani Matter seinen 75. Geburtstag feiern. Das Landesmuseum hat aus diesem Anlass eine sehenswerte Ausstellung konzipiert (obwohl "Mani Matter" und "Ausstellung" oder "Museum" auf den ersten Blick nicht recht zusammenpassen wollen). Im Rechercheportal findet sich recht viel Literatur von und über den Berner Poeten und Chansonnier. Darunter auch seine Dissertation von 1965 mit dem Titel: "Die Legitimation der Gemeinde zur staatsrechtlichen Beschwerde", in der ZB zu finden unter der schönen Signatur TC 317: NF 370-371. Der deutschsprachige Wikipedia-Eintrag zu Mani Matter ist übrigens erstaunlich schlecht, aber immerhin aus aktuellem Anlass zur Überarbeitung vorgemerkt. Die russische Wikipedia wiederum füllt ganze Seiten mit Маттер, Мани..
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22/2011
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Sonntagsruhe. Sonntagsarbeit. Sonntagsheiligung
Die ZB hat vergangenes Wochenende aus Anlass der Prüfungsvorbereitungszeit erstmals am Sonntag ihre Tore geöffnet - wenn auch "nur" für die Lesesäle. Fazit: Full house - alle Lernplätze waren belegt, und dies von morgens um 9 an. Was aber sagt die Literatur in den Bibliotheken zum Thema Arbeiten am Sonntag? Die Recherche der Woche geht dem nach mit den bezeichnenden Schlagwörtern Sonntagsarbeit - hierunter Soziologisches und Arbeitsrechtliches; Sonntagsruhe - der abstraktere, ethisch-philosophische Oberbegriff; und Sonntagsheiligung - hier kommt die Religion ins Spiel.
21/2011
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Hundert Jahre Obstverband
2011 feiert der Schweizerische Obstverband sein Hundertjahrjubiläum. Grund genug, für einmal ein agronomisches Thema für die Recherche der Woche aufzugreifen. Hier sind andere Bibliotheken als die ZB die Hauptlieferanten für Literatur - vor allem die ETH-Bibliothek als technisch-naturwissenschaftliche Nationalbibliothek der Schweiz sowie die agronomischen Fachbibliotheken in Wädenswil, Liebefeld, Posieux und Changins. Die ZB kommt vor allem mit historischen Werken ins Spiel, mit Einführungs- und Grundlagewerken und für Themen wie Naturschutz und Kulturlandschaft im Wandel..
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20/2011
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Max Frisch zum 100.
Am 15. Mai vor hundert Jahren wurde Max Frisch geboren. Das Jubiläumsjahr 2011 ist ja bereits in vollem Gang - ein Blick in die Veranstaltungsagenden und Feuilletonspalten der letzten Wochen und Monate genügt. Auch die Recherche der Woche tut mit. Im Rechercheportal findet sich eine Überfülle an Materialien - nicht nur ist Max Frisch als grosser Zürcher Autor ein Schwergewicht der ZB-Schriftsteller; im Nebisverbund hat auch das Max-Frisch-Archiv der ETH seine Bücher verzeichnet. Über 1500 Treffer resultieren daraus, in 28 Sprachen. Daher versucht die Musterrecherche, eingrenzend, zwei der Hauptattraktionen des Frischjahrs herauszuheben: Die Entwürfe zum dritten Tagebuch und die grosse Biographie von Julian Schütt. "Biographie" und "Tagebuch" sind daher die "Scheinwerfer", mit denen die Recherche der Woche den Kontinent Max Frisch - gezielt, zufällig - beleuchtet..
19/2011
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Noch einmal Stoff für Verschwörungstheoretiker: Osama
Mondlandung, Ausserirdische, 9/11, die Tode von Elvis, Prinzessin Diana und nun Osama: Nichts ist, wie es scheint, Dummerchen. Denn unsichtbare Kräfte machen konspirativ die Geschichte: Illuminaten, die "Bilderberg-Gruppe" und natürlich das "Weltjudentum". Dies jedenfalls legen die Verschwörungstheoretiker nahe, die auch nach der Tötung von Osama bin Laden durch die USA sogleich ausgeschwärmt sind, um die "dahinterliegenden Wahrheiten" auszusprechen. Die Recherche der Woche zieht sich aufs Deskriptiv-Faktische zurück und zeigt die Literatur zu echten und vermeintlichen Verschwörungen in der Geschichte..
18/2011
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Zum 300. Geburtstag von David Hume
Dieser Tage jährt sich der 300. Geburtstag des grossen schottischen Philosophen David Hume. Hume wird als einer der wichtigsten Vertreter des Empirismus und einer der bedeutendsten Vertreter der Aufklärung gesehen; Immanuel Kant und Adam Smith gehören zu seinen intellektuellen "Sparringpartnern". Erfreulicherweise findet man im Rechercheportal inzwischen auch die ältere Literatur von und zu Hume, denn das Rekatalogisierungsprojekt hat den Buchstaben H im Zettelkatalog bereits hinter sich gelassen. Das gilt allerdings nicht für die ganz alten Ausgaben - inkl. die zeitgenössischen Ausgaben des 18. Jhs. Diese sind, ihrer aufwendigeren Katalogisierung wegen, im Haus und mit dem Buch vor sich ("Autopsie" nennt das die Bibliothekarin) zu behandeln. Unter diesen Ausgaben befinden sich übrigens auch einige aus der Privatbibliothek des berühmten Zürcher Literaten und Aufklärers Johann Jakob Bodmer..
17/2011
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Zu den Ursachen des amerikanischen Bürgerkriegs
Kriege haben eine Vorgeschichte, Ursachen und Motive - offenliegende und verborgene. Historiker/innen erklären sie mit sozialen, wirtschaftlichen oder ethnisch-kulturellen Gründen, populäre Medien beleuchten kriegslüsterne oder friedliebende Persönlichkeiten. Vor 150 Jahren begann der amerikanische Bürgerkrieg oder Sezessionskrieg, bis heute der Krieg mit den meisten us-amerikanischen Toten. Wo liegen seine Ursachen? Die Recherche der Woche fördert Literatur zutage mit den Begriffen "Sezessionskrieg", "Vorgeschichte" und "Ursache"..
16/2011
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Neues vom Osterhasen
Es gibt immer wieder Trouvaillen in einer grossen Bibliothek. Wer "Osterhase* eingibt, erhält im Rechercheportal der ZB über 50 Treffer; die meisten davon im Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM am Zeltweg in Zürich. Gegen 20 Treffer sind aber auch aus der ZB. Zum einen stammen sie aus der historischen Sammlung von Jugendbüchern, die die ZB unter der Signatur "Jug" aufgestellt hat (Benutzung nur im Lesesaal). Zum anderen findet sich darunter wissenschaftliche Literatur zu Brauchtum und kirchlichen Festen. Und dann findet man eben auch Exotika wie ein Büchlein von 64 Seiten aus dem Jahr 1934 mit dem Titel: "Neues vom Osterhasen : Ein ernstfröhliches Frühlingsbüchlein". Etwas Weniges zur Autorin, Frida Schranz, findet sich in der Wikipedia; zum Inhalt meint die ZB-Beschlagwortung sec: "Osterhase". Ähnliche Entdeckungsreisen lassen sich übrigens mit dem Suchbegriff "Osterei" machen. Die Recherche der Woche wünscht schöne Ostern!.
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15/2011
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Sechseläuten, Knabenschiessen: Zürcher Festmontage
Zürich feiert! Als Partystadt macht Zürich das heutzutage ohnehin dauernd. Aber auch das traditionelle Zwinglizürich hat seine besonderen Tage - Knabenschiessen im Herbst und Sechseläuten im Frühling. Bisher war die ZB an diesen Tagen halbtags zu - weder Fisch noch Vogel. Jetzt macht sie keine halben Sachen mehr; im Frühling bleibt die ZB zu, im Herbst dafür ganz offen. Denn Sechseläuten steht im Zürcher Kalender höher als der Albisgüetli-Schiesswettbewerb. Auch das Rechercheportal sieht das so: Von 81 Treffern zu beiden Festen handeln 76 vom Frühlingsfest.
14/2011
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Filmzensur
Vor 40 Jahren endete die Zürcher Filmzensur - in der kantonalen Abstimmung sprachen sich über 70% der Abstimmenden für die Aufhebung aus. Oswalt Kolles Aufklärungsfilme u.dgl. sollten fortan ungekürzt über die Zürcher Leinwände flimmern. Nun ist Zensur aber nicht nur etwas, das über eine eigene kantonale Behörde ausgeübt werden kann, und gesetzliche Regelungen existieren selbstverständlich weiterhin. Erinnert sei an die Aufregung über eine geplante und dann vom Polizeidepartement der Stadt Zürich untersagte Aufführung von Pasolinis "Salò" vor einigen Jahren. Mit dem Schlagwort "Filmzensur" lässt sich im Rechercheportal die entsprechende Literatur leicht finden, und die thematische Facette links ermöglicht dann das Filtern beispielsweise nach einzelnen Ländern. Die Luzerner Dissertation von Martin Eberli zur Filmzensur in den Kantonen Luzern, Waadt und Zürich u.d.T. "Gefährliche Filme – gefährliche Zensur?» (2010) ist noch nicht dabei; sie ist allerdings auch im Luzerner Katalog noch nicht zu finden. Hingegen findet sich zu Zürich die Lizentiatsarbeit von Matthias Uhlmann, "Die Filmzensur im Kanton Zürich von den Anfängen bis 1945 : Etablierung, Praxis, Entscheide", die derzeit zur Dissertation ausgebaut wird.
13/2011
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Es grünt so grün...
Der schlimme Nuklearunfall in Japan hat ein Kernthema der grünen Parteien zuoberst auf die Wahlagenden gesetzt: den Ausstieg aus der Atomenenergie. In unserem Nachbarland Baden-Württemberg sind die Grünen bei den gestrigen Landtagswahlen zweitstärkste Partei geworden und dürften den neuen Ministerpräsidenten stellen; in der Schweiz erwartet man kantonal wie national Wahlerfolge der Grünen und v.a. auch der Grünliberalen. "Umweltpartei" ist daher die Recherche der Woche. Dies ist das ZB-Schlagwort als Sammelbegriff für die verschiedenen Gruppierungen "im grünen Bereich", die sich im übrigen ja durchaus nicht immer "grün" sind.....
12/2011
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Schwarze Schwäne in der Risikogesellschaft
Im Zusammenhang mit dem AKW-Unfall in Japan oft zitiert wird Ulrich Becks bekanntes und erfolgreiches Werk von 1986 (dem Tschernobyl-Jahr): Risikogesellschaft. Die Risiken der heutigen Gesellschaft beschreibt er als Modernisierungs- oder Zivilisationsrisiken, die parallel zur technologischen Entwicklung wachsen und globales Bedrohungspotential haben; entsprechend umfassend ist auch der Handlungsbedarf. Häufig wird auch Bezug genommen auf "Black Swan" des Libanesen Nassim Taleb. Es beschreibt die systematische Unterschätzung der Eintretenswahrscheinlichkeit von seltenen, mächtigen Grossereignissen, Krisen und "Schadensfällen" in ebendieser Risikogesellschaft. Erschienen 2007, warnte es u.a. vor einer globalen Finanzkrise, die durch die Konzentration und gegenseitige Abhängigkeiten im Bankenwesen zu entstehen drohe .
11/2011
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Auguri, Italia
Diese Woche feiert Italien den 150. Geburtstag. Tanti auguri! Vieles, was derzeit aus und über Italien geschrieben wird, ist nicht gerade Gratulationsliteratur... Berlusconi, seine Politik, seine Medienmacht und seine "Mädchen" dominieren. Die Recherche der Woche aber bleibt des Jubiläums wegen freundlich gestimmt und zeigt das "Bel paese" ins schönste Licht gerückt, mit dem Zusatzbegriff "Bildband". Es resultieren über 1000 Treffer... Sind Bibliothekar/innen per caso alle Italienfans?.
10/2011
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Und sie lebt doch noch: Die Buchpreisbindung
(K)eine Ware wie jede andere: Das Buch und sein Markt, sein Preis. Letzte Woche beschloss der Ständerat die Wiedereinführung der Buchpreisbindung; die Schlussabstimmung steht aber noch aus. Der Zweckartikel des entsprechenden Gesetzes wünscht sich, dass damit die Vielfalt und Qualität des Kulturgutes Buch gefördert und möglichst vielen Leserinnen und Lesern der Zugang zu Büchern zu den bestmöglichen Bedingungen gewährleisten werde. Kritiker würden einwerfen, dass vom Gesetz beim Leser vor allem höhere Preise ankämen - und Kritikerinnen der Kritikerinnen, dass ohne Preisbindung nur die Preise der Bestseller sänken, und anderes würde gar nicht mehr verlegt. Die Recherche der Woche hält sich hier heraus und verweist neutral auf die - im Buchhandel möglichst kostengünstig gekaufte - Literatur der ZB zum Thema. Die entsprechenden Schlagwörter dazu lauten "Buchpreis" und "Preisbindung".
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09/2011
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Wer ist Ghadhafi?
Der deutsche Wikipedia-Artikel zum libyschen Diktator gibt nicht besonders viel her. Der englische warnt, wegen der aktuellen Ereignisse sei der Artikel besonders stark in Überarbeitung... Was vermittelt das "gesicherte Buchwissen" für ein Bild? Ein Blick in den Bibliothekskatalog zeigt: Die Literatur schmückt sich gern mit blumigen Titeln - Le berger des Syrtes, der Sohn der Wüste, messager du désert, templier d'Allah... Auch das krause "grüne Buch" Ghadhafis findet sich, nicht hingegen die Dissertation von Saif al-Islam al-Ghadhafi, einem der Söhne des "Revolutionsführers", an der renommierten London School of Economics. Sie beschäftigt sich, ausgerechnet, mit der Rolle der Zivilgesellschaft in Demokratisierungsprozessen.
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08/2011
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Abgeschrieben? Fussnoten zum Fall Guttenberg
Der deutsche Verteidigungsminster Karl-Theodor von und zu Guttenberg ist in Bedrängnis. Grund ist seine Dissertation, von der es heisst, nicht alles darin sei selbstverfasst und/oder korrekt nachgewiesen. Die ZB hat die fragliche Arbeit mit dem Titel: "Verfassung und Verfassungsvertrag: konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU". Sie ist ausgeliehen, und es liegen drei Reservationen darauf; dieses grosse Interesse ist dabei wohl eher der aktuellen Kontroverse als dem eigentlichen Inhalt geschuldet...! Der Grossvater des Verteidigungsministers übrigens - auch er hiess Karl Theodor und war ein bekannter CSU-Wehrpolitik-Experte - schrieb seine Memoiren ausgerechnet unter dem Titel: Fussnoten. Auch dieses Werk ist in der ZB vorhanden; am Präzisesten liesse es sich mit der leicht pikanten Abfrage "Guttenberg Fussnoten" finden... Die Recherche der Woche hat sich übrigens in Woche 44 (2009) schon einmal mit dem Thema Plagiat beschäftigt. Sie meinte dort: "Anregende Lektüre für den literarischen Bereich bietet dabei das - mässig originell betitelte - Werk "Plagiat - eine unoriginelle Literaturgeschichte" des Professors für Literatur- und Kulturwissenschaft der ETH Zürich, Philipp Theisohn". Und damit endet die Recherche der Woche - in einem Eigenzitat.
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07/2011
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Der ägyptische Schriftsteller علاء الأسواني
Ägypten, seine Gesellschaft, Politik und Kultur ist im Fokus der Weltöffentlichkeit. Ein lohnender Weg "pour en savoir plus" ist, natürlich die Literatur. Ala al-Aswani (arabisch علاء الأسواني, * 26. Mai 1957 in Kairo) ist einer der bekanntesten ägyptischen Schriftsteller. Von Beruf Zahnarzt, studierte er Medizin in seinem Heimatland und in Chicago, daneben lernte er Spanisch, um die lateinamerikanischen Autoren im Original lesen zu können. 1985 machte er einen dreijährigen Studienaufenthalt in den USA. 2002 erschien sein bislang erfolgreichster Roman, Der Jakubian-Bau (Imārat Ya‘qūbiyān), ein schonungsloses Bild der ägyptischen Gesellschaft, die geprägt von Gewalt, Korruption und geheuchelter Sexualmoral erscheint. 2007 erschien der Roman auf Deutsch; sein Auftritt am 7. Mai 2007 in der Museumsgesellschaft auf Einladung seines Verlegers Andreas Simmen wurde zu einem grossen Erfolg. Die ZB hat seine Werke in deutscher Übersetzung..
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06/2011
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Waffenbesitz, Waffenrecht und Waffengesetz
Am 13. Februar stimmt die Schweiz über die "Waffeninitiative" ab. Militärwaffen sollen ins Zeughaus, es soll ein eidgenössisches Waffenregister und einen Bedarfs- und Fähigkeitsnachweis geben. Das Thema ist emotional und umstritten. Die Recherche der Woche, sachlich wie immer, geht der Thematik mit den Begriffen "Waffenbesitz", "Waffenrecht" und "Waffengesetz" nach und verknüpft diese mit "OR" - gewissermassen als Informationshilfe und Abstimmungsvorbereitung..
05/2011
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Demokratie in Ägypten
Wer die Umstürze 1989 in den Staaten des damaligen Warschauer Pakts in Erinnerung hat, wird nach den revolutionären (?) Ereignissen in Tunesien und den Unruhen in Ägypten unweigerlich dazu neigen, Parallelen zu ziehen. Wiederholt sich Geschichte - in anderem kulturellem, historischen Kontext, aber doch mit ähnlichen Mustern? Fallen weitere autoritäre Regimes, ist die Herrschaft von Hosni Mubarak am Ende? Und was folgt danach...? Die Recherche der Woche bleibt im Tagesgeschehen und fragt nach Demokratie und Demokratisierung in Ägypten. Die neuesten Titel im Rechercheportal klingen aufschlussreich: "Islamists and secularists in Egypt : opposition, conflict, and cooperation"; "Demokratieförderung der EU in der arabischen Mittelmeerregion"; "Egypt after Mubarak : liberalism, Islam, and democracy in the Arab world"...
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04/2011
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"Tunisia : stability and reform in the modern Maghreb"?
Manchmal überholt die Realität das Buchwissen. Christopher Alexanders "Tunisia : stability and reform in the modern Maghreb" ist bei Routledge 2010 erschienen und eine aktuelle politologische Studie zu den Verhältnissen und Aussichten in dem kleinen maghrebinischen Land. Es wäre interessant, das Buch vor dem Hintergrund der dramatischen Entwicklungen der letzten Zeit zu lesen - und in einem Jahr noch einmal, wenn sich die Verhältnisse vielleicht geklärt haben. Wieviel der Studie hat Bestand, wieviel ist veraltet? Auch andere Bücher zur politische Lage in Tunesien in der ZB erscheinen schon im Titel in neuem Licht: "Europe and Tunisia : democratisation via association" oder "La force de l'obéissance : économie politique de la répression en Tunisie". Die Recherche der Woche selbst experimentiert für einmal mit dem Platzhalter "*" und versucht mit einem doppelten Einsatz, Tunesien, tunesisch, tunisie, tunesia usw. unter einen Hut zu bekommen. "tun*si*" lautet dann das kryptische Suchwort. Um die oben genannten Titel leicht aufzufinden, empfiehlt es sich im Übrigen, die Sortierung von "Relevanz" auf "neueste zuerst" umzustellen..
03/2011
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Zehn Jahre Wikipedia: Zorionak!
Die Wikipedia kommt in die Jahre: Happy Birthday! Oder, um es in einer der zahlreichen "kleineren" Idiome zu sagen, die auch eine Wikipedia haben: "Wikipediak 10 urte bete ditu - Zorionak!" Viele Zeitungen haben dieses Jubiläum gewürdigt. Mit am besten scheint mir die ZEIT, in der auch ein netter kleiner Live-Ticker zu sehen ist, der die jeweils neusten Änderungen in der deutschsprachigen Wikipedia zeigt: "Die lebende Enzyklopädie"! Die ZB wiederum ist ja Wikipedia-Autorin - vornehmlich mit biographischen Einträgen zu Nachlässen in ihrem Bestand - und vermittelt andererseits auch in Workshops den klugen Umgang mit dem Brockhauskiller. Nächste Termine: 25.1. und 21.2.!.
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02/2011
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Emilie Lieberherr (1924-2011)
Einen kleinen Ausschnitt aus dem reichen öffentlichen Engagement der Zürcher alt Stadt- und Ständerätin Emilie Lieberherr, die letzte Woche verstarb, bietet auch das Rechercheportal der ZB. Neben einer - schmalen - Festschrift zum 85. Geburtstag findet sich dort auch die Berner Dissertation der engagierten Poltikerin: "Die Angestelltenschulung in der Hotelunternehmung". Die weiteren Titel zeigen exemplarisch das Hauptengagement der Politikerin, die Zürcher und Schweizer Sozialpolitik geprägt hat: "Seniorencharta des Sozialamtes"; "Entwicklung, Kommentare und Materialien zur Drogensituation in der Schweiz"; "Soziale Bedürfnisse, soziale Dienste". Nicht nachgewiesen ist hingegen Emilie Lieberherr als Kämpferin für die Frauenrechte und als Konsumentenschützerin; und erstaunlicherweise gibt es offenbar auch noch keine Biographie. - Reiches Bildmaterial findet man übrigens im Bildarchiv des Schweizerischen Sozialarchivs..
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01/2011
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2011: Was wird es bringen?
Ein neues Jahr, unbeschrieben und unbekannt. In den Medien tritt - nach den Rückblicken im Dezember - im Januar gehäuft das Phänomen des Ausblicks auf. Was bringt 2011? Das Rechercheportal kann das nicht beantworten. Eine, zugegeben nicht 200% ernstgemeinte Recherche nach der Zahl 2011 bringt erstaunliche Ergebnisse. Die "relevantesten" Treffer beziehen sich auf Management-Weiterbildung, Faserbeton, CAD, Linux und Sozialversicherungen. Ein bunter Strauss, fürwahr, mit einigermassen technischem Einschlag. Alternativ kann man in der erweiterten Suche das Erscheinungsjahr 2011 eingeben und findet damit in aller Regel natürlich Publikationen, die noch gar nicht erschienen sind. Es sind bereits über 5000; die Literaturbeschaffung der Bibliotheken ist also auch fürs neue Jahr bereits voll im Gang..
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52/2010
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Weihnächtliches Brauchtum
Auch die Recherche der Woche - bzw. ihr Verfasser - wünscht frohe Festtage, und zwar mit einem Blick auf die Literatur zum weihnächtlichen Brauchtum im Rechercheportal. Dabei bietet es sich wohl an, die Sortierung der Ergebnisliste umzustellen - weg von der "Relevanz", die hier zuerst einmal ältere Literatur zu Tage fördert, hin zur Auflistung mit den neuesten Titeln zuoberst..
51/2010
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Facebook-Gründer Zuckerberg ist "Person of the Year"
Der Facebook-Begründer Marc Zuckerberg ziert das Endjahrescover des Time Magazine als "Person of the Year" und löst dadurch eine Recherche der Woche aus. Was weiss die Fachliteratur zu facebook zu sagen? Sehr viel zum Thema Marketing, beispielsweise - unter so griffigen Titeln wie "Facebook Marketing for Dummies" oder, poetischer, "Facebook - Marketing unter Freunden, Dialog statt plumpe Werbung". Ob das für die eingeblendete Werbung zutrifft, mag jeder fb-Nutzer selbst entscheiden... Das Time Magazine ist im übrigens im Netz von ZB und UZ ab 1990 online zugänglich (über die Datenbank Business Source Premier). Eine Zuckerberg-Biogaphie gibt's im Rechercheportal übrigens noch nicht (der Mann ist ja auch noch jung...). Was tun in solchen Fällen? Am besten Wikipedia probieren..
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50/2010
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Der leere Stuhl: Friedensnobelpreis 1935 an Carl von Ossietzky
Der deutsche Publizist, Herausgeber der "Weltbühne" und Pazifist Carl von Ossietzky erhielt 1936 den Friedensnobelpreis für 1935. Als Häftling des NS-Regimes war es ihm nicht möglich, den Preis in Oslo entgegenzunehmen, so dass er ihm in Abwesenheit verliehen wurde. Die Nazis verfügten anschliessend ein generelles Verbot für "Reichsdeutsche", einen Nobelpreis entgegenzunehmen, und vergaben ab 1937 dafür den "Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft". Carl von Ossietzky starb 1938 an Tuberkulose. Heute sind in Deutschland zahlreiche Schulen und Strassen, dazu Preise und Bibliotheken nach ihm benannt..
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49/2010
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Alles über WikiLeaks
Plötzlich ist ein neues Phänomen in alle Munde: WikiLeaks, eine Internetseite, auf der Regierungsdokumente veröffentlicht werden, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Seit kurzem sind dort politische Einschätzungen aller Art der US-Botschaften zu lesen, und es ist "Feuer im Dach" der Diplomatie. Was aber ist WikiLeaks genau, und wer ist Julian Assange, der als Kopf dieser Bewegung (oder was es ist) auftritt? Für einmal ist das gesicherte Buchwissen in der ZB überfragt - zu neu, zu aktuell ist das Phänomen, zu rasch ändern noch die Fakten und Verhältnisse. In solchen Fällen gibt es wohl keine bessere Quelle als die Wikipedia, auf die hier deshalb verlinkt ist. Weil es sich dort um einen hochkontroversen Eintrag handelt, ist er zur Bearbeitung momentan übrigens gesperrt; ein Blick auf die Diskussionsseite lohnt sich, und auch ein Vergleich der Artikel in den verschiedenen Sprachen. Ebenfalls lohnend sind die Wikipedia-Workshops der ZB, die den bewissten Umgang mit der grössten und bald einzigen Enzyklopädie der Welt vermitteln..
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48/2010
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Noch ein grosses russisches Literaturjubiläum: Tschechovs 150. Geburtstag
Im Januar jährte sich der Geburtstag des grossen russischen Dramatikers und Schriftstellers Anton Tschechov zum 150. Mal. Er war einer der bedeutendsten "Westler" unter den russischen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts und in mancher Hinsicht vielleicht auch eine Art Antipode oder eher Komplementärfigur zu Lev Tolstoj, dessen 100. Todestag ja die letzte Recherche der Woche auslöste. "Tolstoj lesen" hiess letzte Woche die Aufforderung; "Tschechov lesen" könnte sie diese Woche lauten - und darüber hinaus, sobald sich in einem Theater in Ihrer Nähe die Gelegenheit ergibt: Tschechov schauen..
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47/2010
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Zum 100. Todestag von Lev Tolstoj: Krieg und Frieden lesen
Nach julianischem Kalender am 7. November, nach gregorianischem am 20. jährt sich der Todestag des russischen Schriftstellers Lev Tolstoj zum 100. Mal. "Krieg und Frieden" und "Anna Karenina" aus seiner Feder gehören zu den berühmtesten Werken der Literatur überhaupt - ersteres Werk mit über 2000 Seiten eine Herausforderung für jeden Bücherwurm. Die bevorstehenden dunklen Wintertage eignen sich hervorragend, diesen "Challenge" - vyzov - endlich anzunehmen. Vielleicht mit einer Ausgabe aus der ZB oder der Museumsgesellschaft? Letztere stellt bereits die offenbar sehr schöne neue Übersetzung von Barbara Conrad im Hanser Verlag (2010) zur Verfügung..
46/2010
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Zum Tod der grossen Übersetzerin Swetlana Geier
In der Regel fristen Übersetzerinnen und Übesetzer neben den Stars des Literaturbetriebs, den Autoren, ein Schattendasein. Die kürzlich verstorbene Swetlana Geier ist hier eine der wenigen Ausnahmen. Mit ihren fulminanten Neuübersetzungen der Romane Dostoevskijs (den "5 Elefanten"), zuerst erschienen im Zürcher Ammann-Verlag, zählte sie zu den bekanntesten Gesichtern ihres so ungemein anspruchsvollen Métiers. "Verbrechen und Strafe" statt "Schuld und Sühne" ist das bekannteste Beispiel für den genauen Blick der grossen Übersetzerin auch auf lange Etabliertes: Die (Wieder-) Lektüre lohnt sich. Swetlana Geiers Übersetzungen sind in der ZB und in anderen Bibliotheken des Nebis selbstverständlich vorhanden, ebenso der biographische Film "5 Elefanten" über sie und die faszinierenden Gesprächsnotizen "Leben ist Übersetzen"..
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45/2010
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"Falling in Love with Statues": Pygmalion, Cyborgs und das Sennentuntschi
Manche Themen bringen jede Beschlagwortung an den Rand ihrer Möglichkeiten. Das Werk des Chicagoer Kunsthistorikers George L. Hersey: "Falling in love with statues : artificial humans from Pygmalion to the present" gehört dazu. Es zeichnet die "psychoästhetische Hingabe" (und wohl noch etwas mehr) zu Menschen nachgebildeten Artekfakten nach, durch die Jahrtausende ein mächtiger Mythos, eine grosse Phantasie der - meist wohl männlichen - Menschheit: Vom Pygmalion zum Cyborg, mit der deftigen Schweizerischen Alpvariante des Sennentuntschi. Die Recherche der Woche sucht für einmal nur dieses eine Werk von Hersey und weist auf dessen Beschlagwortung hin - einmal die der ZB, und einmal die des SIK, und dazu die Subject Headings der Library of Congress. Nur das SIK kommt dabei etwas zur Sache... Tipp: Mit der Funktion "Titel in anderen Katalogen suchen" kann man von der Vollanzeige des Titels aus bequem in Swissbib nach anderen Exemplaren in Schweizer Bibliotheken suchen und überprüfen, wie diese das Thema zu fassen versuchen..
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44/2010
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"Philosoph und Entertainer": Zum Tod von Harry Mulisch
Mit "Philosoph und Entertainer" betitelt die NZZ ihre Würdigung des niederländischen Schriftstellers Harry Mulisch, der am 30.10. in Amsterdam verstorben ist. Mulisch galt als Doyen der niederländischen Literatur; in seinen Romanen erörterte er philosophische Grundfragen mit Esprit und Eloquenz. Zu seinen berühmtesten Werken gehören "Die Entdeckung des Himmels" und "Das Attentat", dessen Verfilmung 1987 den Oscar für den "besten fremdsprachigen Film" erhielt und Mulisch weltweit bekannt machte. (Ausgaben dieses Buchs finden sich in der ZB übrigens vorerst nur im (digitalisierten) Zettelkatalog, denn dessen Rekatalogisierung ist erst beim Buchstaben "D" angelangt)..
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43/2010
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La francophonie à Montreux
Zwei Tage lang war Montreux Zentrum der französischsprachigen Welt: Die internationale Organisation der Frankophonie traf sich dort. Diskutiert wurde vor allem, ob neben der gemeinsamen Sprache und Kultur nicht auch eine gemeinsame Politik anstünde. Hier durfte die entschiedene Abgrenzung zur angelsächsischen Welt natürlich nicht fehlen... A quoi bon? Die Recherche der Woche beantwortet's nicht, wie stets, sondern liefert den Hintergrund aus dem Bestand der Bibliotheken im Nebis-Verbund: Schriftenreihen, Journaux, sprach- und literaturwissenschaftliche Abhandlungen bis hin zum schönen Titel: "Plus français que moi, tu meurs!".
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42/2010
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Durchbruch am Gotthard, dem Schweizer Mythenberg
Wie könnte die Recherche der Woche am Jahrhundertbauwerk Gotthardtunnel vorbeikommen, der letzten Freitag mit dem "Durchstich" einen entscheidenden Meilenstein passiert hat? Reden, Bilder, Emotionen bezeugen, dass der grosse Schweizer Mythos Gotthard lebt. Mit der Suche "Gotthardtunnel" findet sich im Rechercheportal eine breite Palette von Literatur zu den Gotthardtunneln, zuoberst übrigens Online-Zeitschriftenartikel aus dem Projekt retro.seals; die Relevanzsortierung will es so - online first..
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41/2010
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¡Por fin!: Mario Vargas Llosa, Premio Nobel de Literatura
Der peruanische Schriftsteller Vargas Llosa hat den Literaturnobelpreis erhalten - nach langen Jahren auf der "Shortlist". Die ZB gratuliert - und hat natürlich "fast alles" von und über den Geehrten, wie ein Blick ins Rechercheportal beweist und ein zweiter in den Zettelkatalog..
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40/2010
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"Stuttgart 21": Direkte Demokratie für Deutschland?
Stuttgart (!) im Aufruhr (!?). Ein geplanter teurer neuer Bahnhof unter dem alten samt neuer Überbauung im Schlosspark bringt Zehntausende demonstrierend auf die Strasse. Was ist da los im "Ländle"? Die Recherche der Woche kann es nicht beantworten, nimmt aber das Thema "Direkte Demokratie" auf. Denn immer wieder lobend genannt wird bei unseren Nachbarn in diesem Zusammenhang das direktdemokratische System der Schweiz: "Darüber hättet Ihr abgestimmt"..
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39/2010
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Frauen an der Macht! 4:3 im Bundesrat
Seit der Bundesratswahl am vergangenen Mittwoch sind die Frauen in der Mehrheit im Bundesrat. Das hat ein erstaunliches Medienecho ausgelöst, sogar im Ausland. Die Recherche der Woche gratuliert den Gewählten und freut sich über das 4:3 - nach 136 Jahren 0:7, notabene. Ob und wie stark die Politik davon beeinflusst wird? Hübsch ist im übrigen bei dieser Recherche der Woche die Relevanzsortierung der Ergebnisliste: Erst kommen zwei Scaphusiana (!?), dann kommt, of all places, das Wallis zu Ehren, und dann "reden die SP-Frauen Klartext". Man/frau kann die Liste aber auch nach Erscheinungsjahr sortieren....
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38/2010
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200 Jahre Oktoberfest - München jetzt besuchen?
Zum 200. Mal heisst es dieses Jahr in München "Ozapft is". Ein grosses, weltweit bekanntes, ziemlich feuchtfröhliches Fest. Auch zu diesem Thema gibt es in der ZB Literatur - von der Festschrift der 175 Jahre bis zu "sozialpsychologischen Betrachtungen eines Phänomens". Jede/r für sich entscheiden möge, ob ein Besuch in München - ausgerüstet mit Reiseführern aus der ZB? - jetzt gerade besonders lohnt oder im Gegenteil, besonders zu vermeiden ist..
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37/2010
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Sinti, Roma, Zigeuner, Gitanos, Tziganes, Gypsies, Jenische...
Die "Grande Nation" Frankreich profiliert sich derzeit mit der Ausweisung von Roma "nach Rumänien", ein weiteres Kapitel in der langen europäischen Geschichte eines Volks, einer Ethnie, einer Kultur, die sich der von Nationalstaaten geprägten Kategorisierung entzieht. Entsprechend unübersichtlich ist die Bezeichnungsfrage - die Recherche der Woche zählt im Titel nur einige der Selbst- und Fremdbezeichnungen auf. Für Differenzierungen und Abgrenzungen empfiehlt sich der Beizug von Fachliteratur. Einen guten ersten Einstieg bieten dabei die entsprechenden Wikipedia-Artikel; wer mehr wissen will, recherchiert in der ZB. Das entsprechende Schlagwort dort lautet allerdings, unzimperlich und wenig korrekt, "Zigeuner". Gut zu beobachten ist in dieser Recherche im übrigen eine Besonderheit des Rechercheportals: Zeitschriften werden auf der Ergebnisliste zuoberst eingereiht ("gerankt")..
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36/2010
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Alles Google oder was?
Dies ist die erste Recherche der Woche, die ins neue Rechercheportal der ZB führt, das die Bestände des Nebisverbunds mit moderner Suchtechnologie durchforstet. Es liegt daher auf der Hand, diese Recherche der Mutter aller Suchmaschinen, dem grossen und einzigen (?) Google zu widmen. Die Recherche erfolgt dabei ganz unspezifisch, ungefiltert, unpräpariert und zeigt sehr schön einen der Hauptvorteile der neuen Suche: Die Filtermöglichkeit mit den "Facetten" links von der Ergebnisliste. Diese kann so nach Thema, Sprache, Bibliothek usw. verfeinert werden, und auch eine Differenzierung nach Onlinezugriff und Verfügbarkeit (i.e., "nicht ausgeliehen") ist möglich. Letzteres bezieht sich grundsätzlich auf den gesamten Verbundbestand.
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35/2010
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Prostitution
Derzeit hat sich eine grosse Strassenstrich-Szene an Zürichs Sihlquai etabliert. Die Medien berichten breit darüber, von boulevardesk bis ernsthaft: Zuhälterei, Menschenhandel, der Körper als Ware, Kontrolle und Repression sind Themen, die Hintergrund, Einordnung und Vertiefung benötigen. Die Literatur dazu hat die ZB..
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34/2010
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Jeanne Hersch zum 100. Geburtstag
Zum hundertsten Geburtstag der streitbaren Genfer Philosophin Jeanne Hersch, deren Nachlass in der ZB liegt, hat die Zentralbibliothek eine Ausstellung im Katalogsaal konzipiert, die ihr reiches Leben und Wirken in seinen vielen Facetten darstellt. Freiheit ist ein zentraler Begriff im Werk von Jeanne Hersch, und so taucht das Wort bei einer Recherche nach JH im Nebiskatalog unweigerlich prominent auf - genauso wie das Menschsein, die Menschenrechte. Jeanne Hersch, Emil Staiger, Theo Pinkus: Die Nachlässe der ZB, die dort letzthin in Ausstellungen präsentiert wurden, sind wahrlich vielfältig!.
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33/2010
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Nosferatu, Dracula & Twilight: Die Vampire sind (wieder einmal) los
Schon erstaunlich, wie gut und taufrisch sich alte Mythen halten. Die "untoten" Vampire sind in der Tat nicht totzukriegen und sausen und galoppieren derzeit grade durchs zwielichtige Kino. Enstprechend reichhaltig ist die vampirische Literatur im Bibliothekskatalog. Anne Rice darf hier nicht fehlen, und auch die trendige Stephenie [sic] Meyer findet sich mit ihren Bestsellern in der ZB, via die populäre Nordamerikabibliothek. Dazu kommt jede Menge Sekundärliteratur, und auch der Vampirfilm kommt zu seiner Geltung..
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32/2010
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"Wie man ein Land in den Abgrund führt": Einar Már Guðmundsson
Einar Már Guðmundsson ist einer der bekanntesten Schriftsteller und Feuilletonisten Islands. "Hvíta bókin", das Weissbuch, ist seine bittere, polemische, wütende, schäumende Auseinandersetzung und Abrechnung mit der globalen Finanzkrise und dem daraus resultierenden isländischen Staatsbankrott. Deutsch ist der Titel erschienen unter dem reisserischeren Titel: "Wie man ein Land in den Abgrund führt: Die Geschichte von Islands Ruin". In der ZB sind beide Ausgaben vorhanden - das isländische Original und die deutsche Übersetzung. Die Recherche der Woche zeigt zudem die weiteren Werke Guðmundssons in der ZB, darunter das bekannte, auch verfilmte "Engel des Universums"..
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31/2010
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Adiós, Torero: Zur Abschaffung des Stierkampfs in Katalonien
Das katalanische Parlament hat ein Verbot von Stierkämpfen erlassen. Eine "Kunst", oder wohl eher kulturell überformte Tierquälerei, auf dem Rückzug? In Katalonien wird auch ein anti-kastilischer Effekt mitgespielt haben. Ob in Madrid und Andalusien, den Hochburgen des Stierkampfs, ebenfalls das Ende der Stierkämpfe naht? Die Antwort steht nicht in den Büchern der Zentralbibliothek - vieles andere zum Thema aber schon, wie die Recherche der Woche zeigt..
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30/2010
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Zürich will (gemässigt) hoch hinaus: Vom "Prime Tower" und anderen Hochhäusern
Der "Prime Tower" in Zürich West steht und ist mit gegen 130 Metern nun das höchste Gebäude der Schweiz; Basels Pharma ist allerdings bereits dran, hier wieder die Führung zu übernehmen. Für Zürcher Verhältnisse ist das ein sehr hohes Haus, im internationalen Vergleich wirkt das Ganze deutlich bescheidener. Die Recherche der Woche widmet sich dem Hochhaus generell - China und New York erscheinen auf der Trefferliste prominent..
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29/2010
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Ferienzeit! - Ferienlektürezeit. Was bietet hier die ZB?
Die ZB ist nicht nur Unibibliothek, sondern auch Stadt- und Kantonsbibliothek. Ihr umfassendes Literaturangebot stellt sie der gesamten Bevölkerung kostenlos zur Verfügung. Pünktlich zum Ferienbeginn verweist die Recherche der Woche auf die "populären Bestände" im Bauch der grössten Zürcher Bibliothek - Biographien, Ratgeber, Reiseführer, DVDs, Hörbücher, Krimis usw. Die ZB führt diese in ihrem Bestand in Ergänzung zur Pestalozzibibliothek PBZ. Hierbei kommt insbesondere auch ihr Auftrag zum Tragen, alle Zürcher Verlage und Autor/innen zu sammeln ("Turicensia"). Exemplarisch zeigt die Recherche der Woche den Bestand an Kriminalromanen in der ZB an, der gerade in Zürcher Verlagen (Diogenes, Union, Kein&Aber usw.) bestens vertreten ist..
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28/2010
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Holland: Spanien, eine lange Geschichte
Die beiden Finalisten der Fussball-WM verbindet eine lange Geschichte. Die Recherche der Woche zeigt das, ausserhalb des Fussballs, mit der simplen Kombination der beiden Ländernamen. Der korrekte Begriff in der ZB lautet dabei "Niederlande". Die eingestandenermassen zusammengewürfelte Trefferliste enthält Titel zur Geschichte, Malerei, zum Drogenhandel, zum Recht und zu Fragen der Dezentralisierung..
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27/2010
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"Mister Swatch": Zum Tod des Unternehmers Nicolas Hayek, der prägenden Gestalt der Schweizer Uhrenindustrie
Die prägende Figur der Schweizer Uhrenindustrie, Nicolas G. Hayek, verstarb letzten Montag in Biel. Hayek war Gründer und bis zuletzt Verwaltungsratspräsident der Swatch Group. Er war die treibende Kraft hinter der Wiedergeburt der Schweizer Uhrenindustrie in den 1980er Jahren, ein Meister des Uhrenmarketings und ein bedeutender Schweizer Unternehmer, wie die NZZ diese Woche schrieb. Es kann kaum überraschen, dass die Literatur über ihn im Nebis derzeit ausgeliehen ist. Weitergehende, "überpersonale" Literatur findet sich mit dem Begriff "Uhrenindustrie"; wissenschaftlich ergänzt wird die Recherche am besten mit den Fachdatenbanken der Wirtschaftswissenschaften..
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26/2010
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Zum Start des Wissensportals der ETH-Bibliothek: Google und mehr - alles über Suchmaschinen
Die ETH-Bibliothek hat heute ihr neues Wissensportal aufgeschaltet und gleichzeitig einen neuen Webauftritt. Das Wissensportal bietet mit moderner Suchmaschinentechnologie einen raschen und übersichtlichen Zugriff auf den Bibliothekskatalog Nebis und weitere Ressourcen wie die E-Collection der ETH, eine Fachartikeldatenbank und Bilder und Videos aus dem Multimedia-Fundus der ETH Zürich. Wir schicken aus der ZB herzliche Gratulation und wünschen einen guten Start - mit einer begleitenden Recherche der Woche zum Thema Suchmaschinen. Die ZB wird im übrigen auf der Grundlage der gleichen Technologie und "powered by ETH-Bibliothek" ebenfalls eine neue Recherche-Oberfläche anbieten - Form und Inhalt sind in intensiver Vorbereitung... Und wer die Bibliothekskataloge Nebis und IDS Zürich Universität gemeinsam durchsuchen will, der kann das neu ebenfalls in ansprechender Form tun: Mit swissbib Zürich, einem "Spinoff" des in Basel betriebenen Schweizer Bibliotheksportals swissbib. Es tut sich also was im Schweizer Bibliothekswesen...! .
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25/2010
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Zum Tod des portugiesischen Literaturnobelpreisträgers José Saramago
Letzte Woche verstarb in seinem Haus auf Lanzarote der bedeutende portugiesische Schriftsteller José Saramago, der 1998 mit dem Literaturnobelpreis geehrt wurde. Saramago, ein Meister der barock-bildhaften Sprache, Sohn eines Landarbeiters und Kommunist, scheute keine Kontroversen und nahm pointiert zu politischen wie kulturellen und religiösen Themen Stellung. Die Recherche der Woche fördert mit einer allgemeinen Stichwortsuche die vielfältige Literatur des Autors wie auch diejenige über ihn im Nebiskatalog zutage..
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24/2010
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Fussball und Literatur: Die Mischung in der ZB
Pünktlich zum Start der (lautstarken) Fussball-WM in Südafrika geht die Recherche der Woche der Frage nach dem Verhältnis von Buch und Ball in der ZB nach. Literarische Darstellungen eines (dominanten) Themas werden mit dem formalen Schlagwort "Belletristische Darstellung" versehen, das hier sehr hilfreich wirkt und eine recht gute Trefferliste ermöglicht. Eine eigentliche inhaltliche Erschliessung von Belletristik wäre ja ziemlich heikel, die Fallhöhe zwischen der komplexen Weltliteratur und der reduzierenden Schlagwortwelt ist allzu hoch (vergeben Sie mal "Tags" zu Goethes Werther, Nabokovs Lolita oder Emily Brontës Wuthering Heights...!).
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23/2010
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Petroleum, Petroleum: Gustav Meyrink (1868-1932) und das Öl im Golf von Mexiko
1903 malte sich der österreichische Schriftsteller Gustav Meyrink in seiner Novellensammlung "Des deutschen Spiessers Wunderhorn" unter dem Titel "Petroleum, Petroleum" die Folgen einer Ölpest im Golf von Mexiko aus. Hundert Jahre später wird seine schwarze Utopie Realität, und ein Weltkonzern und eine Weltmacht werden die Geister nicht mehr los, die sie - durchaus im Auftrag der Mobilitätsgesellschaft der westlichen Welt - so erfolgreich riefen. Auf der nüchternen Recherche-Ebene bietet diese Woche wieder Gelegenheit, auf den Zettelkatalog AZK der ZB hinzuweisen, in dem Meyrinks Werk verzeichnet bleibt, solange der AZK noch nicht vollständig in den aktuellen Nebiskatalog integriert ist. Und ausserdem gibt es Gelegenheit, das World Wild Web als Belletristik-Volltextspeicher zu prüfen: "Petroleum, Petroleum" ist nämlich im Projekt Gutenberg enthalten - wenn auch schäbig formatiert und lausig bibliographiert. Bis auf weiteres siegen die Papierexemplare in den Magazinen der Bibliotheken haushoch in punkto Verlässlichkeit und Lesbarkeit. Wenn man sie, von google geblendet, denn noch findet....
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22/2010
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Züri brännt – vor dreissig Jahren
Zürichs letzte politische Unrast ist eine Weile her. Vor dreissig Jahren hiess es auf einmal „Züri brännt“, und man forderte "freie Sicht aufs Mittelmeer". Die Stadt wurde in den brav-soliden Grundfesten erschüttert; ratlos nahm man die Revolte der Mittelstandsjugend auf. Heute sind die Rädelsführer von damals Entscheidungsträger, akademische Eminenzen oder Urgesteine der Party-, Klub- und "Kreativszene". Die Recherche der Woche kombiniert die auf den ersten Blick unvereinbaren Begriffe "Protest" und "Unruhe" mit Zürich und fördert dabei einiges an Literatur zu Tage – zum 1980, 1968 und auch zu 1522... Reiches Quellenmaterial zu diesen Themen – mit Ausnahme von 1522 – findet sich im übrigen im Schweizerischen Sozialarchiv beim Bahnhof Stadelhofen..
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21/2010
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Jubiläum einer grauen Maus: 50 Jahre EFTA
Eine bescheidene graue Maus von Organisation feiert dieses Jahr - im Schatten der Eurokrise - ihren 50. Geburtstag: Die European Free Trade Organization EFTA. Ihre Mitglieder sind heute nur noch die folgenden Staaten: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Lange Jahre galt die EFTA aber als DER Weg der Schweiz in der europäischen Integration, und in Zeiten bedrohlich wankender Euro-Kolosse verdient die bescheiden-brave EFTA gewiss eine ehrenvolle Erwähnung in der Recherche der Woche..
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20/2010
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Alemannische Weltliteratur: Johann Peter Hebel zum 250. Geburtstag
Vor 250 Jahren wurde der Schriftsteller Johann Peter Hebel in Basel geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten alemannischen Dichter, wurde geschätzt von Goethe, den Gebrüdern Grimm und Canetti. Seine "Alemannischen Gedichte" und die Kalendergeschichten - darunter die berühmte Erzählung "Kanntiverstan" - haben Zeit und Idiom mühelos überwunden: In der Region lag eine ganze Welt. In der ZB finden sich Hebels Werke vorderhand noch in zwei Katalogen, dem Zettelkatalog AZK und dem Nebis. Mit der Publikationsgeschichte Hebels verhält es sich eben derzeit so, dass eine gute Zahl der Ausgaben älteren Datums und damit im AZK zu finden ist. Die laufende Rekatalogisierung wird diesen Misstand in den nächsten zwei Jahren beseitigen. .
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19/2010
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Der "Blockfreie": Zum 30. Todestag von Marschall Tito
Vor dreissig Jahren starb Josip Broz Tito, als Marschall Tito autokratischer Führer Jugoslawiens seit dem Zweiten Weltkrieg und einer der Wortführer der sogenannten Blockfreien zwischen der Sowjetunion samt ihren Satelliten und dem Westen. It seems long ago... "Sein" Staat Jugoslawien überdauerte seinen Tod nicht lange, implodierte zehn Jahre danach und wurde zu einem der grossen politischen Krisenherde der 1990er Jahre, ja darüber hinaus. Eine kritische Aufarbeitung der Jahrzehnte Titos hat auf dem Balkan erst begonnen, unkritische Verehrung versus nationalistische Ablehnung dominieren noch das Bild..
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18/2010
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Ausgepafft: Zur Geschichte des Rauchens
Seit dem 1. Mai hat auch der Kanton Zürich ein Rauchverbot und Raucher vor den Türen von Bars und Restaurants. Die wechselhafte Geschichte des Rauchens lässt sich mit der Recherche der Woche in den Beständen der ZB nachschlagen. Neben den offensichtlichen Begriffen "Rauchen" und "Geschichte" führen Schlagworte wie "Gesundheitsgefährdung" und "Raucherentwöhnung" [sic - die ZB hilft sogar beim mit_dem_Rauchen_Aufhören] ins Herz des aktuellen Zugangs zum blauen Dunst..
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17/2010
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Schmale, aber tiefgründige Werke: Zum Tod von Erika Burkart
Die kürzlich verstorbene Dichterin Erika Burkart gehört zu den bedeutendsten Lyerikerinnen der Schweiz. Ihr Werk macht in der ZB nicht viele Regalmeter aus - oft sind es Gedichtbände von 80, vielleicht 100 Seiten. Tiefe und Fülle des Inhalts aber misst sich bekanntlich nicht in Seitenzahlen...! Prosaisch anzufügen bleibt, dass viele Werke Erika Burkarts in der ZB vorerst nur im Zettelkatalog AZK zu finden sind. Für die Nebis-Recherche wurde die allgemeine Stichwortsuche gewählt, um sowohl Werke der Autorin selbst als auch Literatur über sie zu finden..
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16/2010
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"Send cash, not ash": Island und Europa
Island und Europa: Besonders viel Literatur dazu findet man im Nebiskatalog nicht. In der Regel ist die Insel ganz im Norden kein grosses Thema. Ausser, es geht dem Land der "cash" aus oder seine Vulkane schicken "ash" nach Südosten...! - Für die Recherche bietet Island übrigens eine recht gemeine Schwierigkeit: "Island" heisst ja auf englisch einfach Insel, und diese Mehrdeutigkeit lässt sich nicht vollständig beseitigen..
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15/2010
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Die Tagebücher von Max Frisch
Entwürfe zu einem Tagebuch geben zu reden. Der Suhrkamp-Verlag gibt, unter der Herausgeberschaft von Peter von Matt, ein "Tagebuch 3" von Max Frisch heraus. Das gefällt nicht allen, da es sich offenbar nicht um bis ins letzte durchgearbeitete Texte handelt. Die Recherche der Woche mischt sich in diese Kontroverse nicht ein und zeigt vielmehr mit einer "Gemischtwarensuche" über alle Felder des Nebiskatalogs die Bandbreite des Vorhandenen - von den Tagebücher selbst in allen Sprachen bis zur Literatur über sie. Zu beachten: Literatur von und zu Frisch, die die ZB vor 1988 erworben hat, findet sich vorderhand immer noch nur im (digitalisierten) Zettelkatalog AZK. Das Rekatalogsierungsprojekt immerhin läuft..
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14/2010
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Der General: Henri Guisan
Zum 50. Todestag von Henri Guisan erscheint eine neue Biographie des Generals, die der Historiker und Journalist Markus Somm verfasst hat. Im Nebisverbund ist sie noch nicht verzeichnet - für einmal ist die Recherche der Woche also "tifiger" als bibliothekarische Abläufe...! Diese findet dennoch eine recht grosse Auswahl an Literatur, darunter natürlich auch das Standardwerk von Gautschi. Bald wird man es in den Regalen der ZB mit Somms neuer Darstellung vergleichen können..
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13/2010
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Peter Bichsel zum 75. Geburtstag
Am 24.3. wurde Peter Bichsel 75 Jahre alt. Dem Solothurner Meister der kurzen und kürzesten Geschichten ist - ohne viele weitere Worte - diese Recherche der Woche gewidmet. Alles Gute zum Geburtstag!.
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12/2010
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"Bicentenario" in Lateinamerika - Zweihundert Jahre Diktatur und Demokratie
2010 wird in vielen Ländern der "Bicentenario" gefeiert, das 200. Jubiläum der Gründung - oder der ersten Unabhängigkeitsversuche - der meisten lateinamerikanischen Republiken: von Argentinien über Venezuela bis Mexiko. Ein Kontinent zwischen Diktatur und Demokratie, so hätte man über die meiste Zeit dieser zweihundert Jahre einen überblickenden Beitrag betiteln können. Die Recherche der Woche nimmt die Thematik entsprechend auf .
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11/2010
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Die katholische Kirche und der Sex
Missbrauchskandale erschüttern die katholische Kirche. Für eine Institution mit hohem moralischen und ethischen Anspruch und prononciertem Auftreten eine besonders schwierige Situation. In der Ursachenforschung, Verantwortungsbenennung und Schuldzuweisung rückt wieder einmal das, sagen wir, spannungsreiche Verhältnis der Kirche zur Sexualität in den Vordergrund. Die Recherche der Woche befragt dazu die ZB-Literatur im Nebiskatalog möglichst breit; sie deckt mit katholi* die Schlagworte Katholische Kirche, Katholizismus und Katholische Theologie ab und kombiniert mit sexu* Begriffe wie Sexualethik, Sexualität, sexueller Missbrauch usw. (Die Recherche im Uralt-Suchsystem Nebis wird dadurch leider relativ langsam)..
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10/2010
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Curiouser and curiouser: Alice, nicht nur im Wunderland
Wieder einmal wurde "Alice in Wonderland" verfilmt. Die Recherche der Woche blickt auf den alphabetischen Titelindex und zeigt, zu welchen kreativen Höhenflügen (?) bei der Titelgebung der Klassiker von Lewis Carroll schon inspiriert hat: Neben der Carroll'schen Alice finden wir da etwa Alice im Comicland, Männerland und Quantenland, dazu einen Beitrag zum E-Learning an deutschen Hochschulen u.d.T. Alice im www.underland - "Next door to Alice" wohnt im Nebiskatalog also allerlei phantasievolles Volk...!.
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09/2010
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Abstimmung am 7.3.: Literatur zum Tierschutz
In Kürze stimmt die Schweiz über einen Tieranwalt ab, wie ihn der Kanton Zürich schon seit einiger Zeit kennt. Literatur zu den verschiedenen Aspekten des Tierschutzes findet sich in der ZB mit den Schlagwörtern Tierschutz, Tierschutzrecht und Tierschutzethik. Die Recherche der Woche deckt alle drei Begriffe ab, indem sie den Platzhalter "*" verwendet. Bücher in der Bibliothek des RWI (des rechtswissenschaftlichen Instituts der UZH) werden mit dieser Recherche übrigens mitgefunden: ZB und RWI verwenden die gleichen Begriffe.
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08/2010
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Von der Bibliothek zum "Rolex Learning Center"
Letzte Woche eröffnete die neue Bibliothek der EPF Lausanne. Pardon: Das Rolex Learning Center, ein spektakulärer Bau des japanischen Architekturbüros SANAA. Mit etwas Neid blickt die ZB aus ihren bescheidenen Zürcher Räumlichkeiten an den Genfersee und wünscht den Kolleg/innen einen guten Start in einem hoffentlich ebenso funktionalen wie schönen Gebäude. Über den Namen lassen wir uns - ticktack - nicht weiter aus und stellen nur die Frage, wo dort denn die anderen Funktionen der guten alten Bibliothek, über's "learning center" hinaus, abgeblieben sein mögen?.
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07/2010
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Griechenland bankrott?
Griechenlands Wirtschaft ist ziemlich in den Negativschlagzeilen. Im Gefolge der grossen Wirtschaftskrise hat das Land im Süden des Balkans riesige Staatsschulden aufgehäuft. Investitoren weichen zurück, die EU auferlegt ihrem Mitglied strenge Richtlinien. Die Recherche der Woche fragt vergleichsweise einfach nach Griechenlands Wirtschaft und schliesst mit dem famosen NOT-Operator die Antike aus, die in diesem Zusammenhang derzeit vielleicht weniger von Interesse ist. Als ZB-Schlagwort lautet diese Epoche übrigens, germanisiert (!), "Altertum"..
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06/2010
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Zum Tod von J.D. Salinger
"The Catcher in the Rye", deutsch der "Fänger im Roggen" ist wohl die Mutter aller "Kultbücher". Sein Autor, J.D. Salinger, ist Ende Januar im Alter von 91 Jahren verstorben. Salinger ist bis heute einer der meistgelesenen und -rezensierten amerikanischen Autoren der Nachkriegszeit, geheimisumwittert dank seines ausgesprochen öffentlichkeitswirksamen Rückzugs aus der Öffentlichkeit Mitte der 1960er Jahre. Der Nebiskatalog wirft für die ZB einiges an Sekundärliteratur zum "Catcher" aus. Das Werk selber findet man aber nicht im Original: wieder einmal ein Fall für den Zettelkatalog AZK mit den Erwerbungen der ZB vor 1988. Die Rekatalogisierung des AZK in das Nebis hinein ist ja im Gang, aber nach wie vor mit dem Buchstaben A befasst....
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05/2010
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"Alles ist ganz anders hier"
Professor Leo Schelberts Buch über die Schweizer Emigration in die USA: "Alles ist ganz anders hier" ist ein Klassiker und kürzlich im Limmat-Verlag neu aufgelegt worden. Alle Ausgaben sind in der ZB und im Sozialarchiv ausgeliehen (oder, leider, verloren). Hier lohnt sich ganz besonders der Nebiskurier, der die beiden nicht ausgeliehenen Exemplare an den Fachhochschulen Buchs und Wädenswil kostenlos zur Abholung an die ETH-Bibliothek bringt. Zürcher Alternative: Der Katalog IDS Zürich Universität, in dem weitere verfügbare Exemplare an Zürcher Universitätsinstituten aufzufinden sind. Die Recherche der Woche dehnt die Fragestellung aus auf die gesamte Schweizer Emigration in die USA, mit der Schlagwörtern Auswanderung, Schweizer und USA..
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04/2010
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Böser Flamingo
Dem kürzlich aus dem Zürcher Zoo entflohenen Flamingo war kein langes Leben in Freiheit beschieden. Die Aargauer Behörden liessen ihn abschiessen. Warum? Im Tier- und Pflanzenreich gelten strenge Immigrationsrichtlinien in der Schweiz: Neophyten und Neozoen gelten als Bedrohung für das Einheimische und sollen "draussen bleiben" - in der globalisierten Handels- Transport- und Tourismuswelt ein schwer zu erreichendes, in unserem Land aber intensiv verfolgtes Ziel. Der chilenische Andenflamingo, die rosa Zier des Aargaus, hatte daher keine Chance. Die Recherche der Woche widmet sich dem - ernsten - Thema mit einer fast nach science fiction tönenden Suchfrage: "(alien or invasiv?) and species".
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53/2009
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Zwölf Nächte - Was Ihr Wollt
Zum Jahresabschluss ein Klassiker: Shakespeares Komödie "Twelfth night", deutsch meist "Was Ihr Wollt". Die hier gewählte ganz allgemeine Stichwortsuche vereint Primär- und Sekundärliteratur; präziser ginge es über den Titel- bzw. den Schlagwortindex. Dazu kommt: Noch ist der Zettelkatalog AZK mit den Beständen der ZB vor 1988 nicht rekatalogisiert - wichtige Ausgaben finden sich dort. Sowohl für Nebis wie für AZK gilt in diesen Fällen darüber hinaus: Gesamtausgaben berücksichtigen! Die zwölf fraglichen Nächte sind die Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigsfest - etwas Literatur dazu findet sich in der ZB unter dem schönen gleichnamigen Schlagwort, ein ausführlicher Artikel in der Wikipedia oder, klassischer, in einem Brauchtumslexikon.
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46/2009
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Mauerfall
Vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer, das kurze 20. Jahrhundert ging zu Ende - die Weltgeschichte brauste im Schnellzugtempo. Literatur zur Mauer findet sich im Nebiskatalog zuhauf - das Schlagwort der ZB dazu lautet, kaum überraschend, "Berliner Mauer". Als sogenannt "enges" Schlagwort ist es nahe am Thema und für einmal der breiten Klassifikationsmethode weit überlegen, wie sie z.B. die ETH-Bibliothek pflegt. In deren System behilft man sich beispielsweise mit: "Baudenkmäler", "politische Grenzen", "Wände+Mauern", "befestigte Linien (Wehrtechnologie)", "Geschichtliche Symbole+Politische Symbole".
