Projekte
Laufende Projekte (Auszug)
Neuer Vortragssaal inkl. Erneuerung der Kursräume
Die ZB erhält einen neuen repräsentativen Vortragssaal. Dieser wird von Mai bis August 2013 in den Räumen der jetzigen Garderobe realisiert. . Der bestehende alte Vortragssaal wird geteilt und zur neuen Garderobe bzw. zu einem zusätzlichen Kursraum umgebaut. Im gleichen Zug werden auch die bestehenden Kursräume im Hinblick auf deren Infrastruktur und technischen Ausstattung modernisiert.
DigiTUR - Das kulturelle Erbe von Stadt und Kanton Zürich nachhaltig sichern
Die Zentralbibliothek Zürich (ZB) ist Stadt-, Kantons- und Universitätsbibliothek. In ihrer Eigenschaft als Kantonsbibliothek nimmt sie den in den Statuten verankerten regionalen Sammel- und Archivauftrag für zürcherische Medien, sogenannte «Turicensia», wahr.
Die Erschliessung von Bibliotheksbeständen ist heute und in Zukunft ohne qualitativ hochstehende Digitalisierung nicht mehr denkbar. Insbesondere der zeit- und ortsunabhängige Zugang via Internet wird von den Nutzerinnen und Nutzern weltweit als Standard angesehen. Vor allem die Spezialsammlungen grosser Bibliotheken mit ihren einzigartigen Beständen profitieren von der neuen Sichtbarkeit, erleichtert dies doch die Benutzung und Forschung erheblich, ohne die Originale in Mitleidenschaft zu ziehen. Zudem kann eine Bibliothek damit ihr Profil schärfen und interessierten Nutzerinnen und Nutzern eine moderne Dienstleistung anbieten.
Die systematische Digitalisierung als Mittel der Erschliessung, Vermittlung und Nutzung von Beständen ist eine neue Herausforderung, die nicht mit den üblichen Betriebsmitteln der Zentralbibliothek bewirtschaftet werden kann, weil sie im Leistungsauftrag bis anhin nicht vorgesehen war. Die ZB hat sich daher entschlossen, ein Gesuch beim Lotteriefonds einzureichen, welches im Herbst 2012 bewilligt wurde. Damit kann ein weiteres Gross-Projekt angegangen werden.
Computerunterstützte Sacherschliessung - Pilotsystem
Die Erschliessung des Bestands ermöglicht als zentrale bibliothekarische Dienstleistung das Suchen und Finden von Publikationen mithilfe des Bibliothekskatalogs. Die stetig und rasch steigende Zahl der print- sowie insbesondere der online-Publikationen, die die ZB ihren Benutzenden zur Verfügung stellt, führt zu immer grösseren Anforderungen an die Mengenbewältigung, die mit der herkömmlichen intellektuellen Erschliessung schlicht nicht mehr erfüllt werden können. Die ZB hat deshalb entschieden, mit einem Pilotsystem die Sacherschliessung auf Basis von vermehrt maschinenlesbaren Daten mit automatisierten Prozessen zu unterstützen. Als so genannter digitaler Assistent liefert das Pilotsystem automatisch generierte Schlagwörter, welche im Moment nach wie vor intellektuell überprüft werden. Ziel ist, die Erschliessungsprozesse langfristig so zu gestalten, dass Publikationen und digitale Medien so schnell wie möglich erschlossen für die Nutzung zur Verfügung gestellt werden können. Der Einsatz von automatisierten Verfahren in der Sacherschliessung ist in dieser Form in der Schweiz noch einzigartig. Die ZB pflegt jedoch in diesem Kontext auch den Erfahrungsaustauch mit Bibliotheken im Ausland, darunter vor allem mit der Deutschen Nationalbibliothek.
Papierentsäuerung
Der Altbestand vor 1988 ist durch die Rekatalogisierung stärkerer Benutzung ausgesetzt als früher. Damit bekommt das Problem des säurebedingten Papierzerfalls erhöhte Dringlichkeit.
Seit der Zeit der Industrialisierung enthält der Rohstoff Papier massiv zerstörerische Bestandteile. Durch unvermeidbare Lichteinwirkung und Feuchtigkeitsschwankungen der Umgebung werden chemische Zerfallsprozesse des Papiers katalysiert. Dies hat zur Folge, dass das Papier vergilbt, brüchig wird und schliesslich zerfällt. Die Zentralbibliothek Zürich hat daher die Firma papersave in Wimmis damit beauftragt, in einem ersten Schritt die Musiksammlung und die Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung zu entsäuern und damit ein Gross-Projekt für die nächsten 15 Jahre anzustossen.
Projekte in Vorbereitung (Auszug)
RFID
Die Ausleihe in der ZB ist ein „Massengeschäft“ mit über einer Million Ausleih- und Rückgabevorgängen pro Jahr. Derzeit werden unsere Bestände mit so genannten RFID-Tags versehen, damit künftig die Benutzerinnen und Benutzer die Bücher an den entsprechenden Ausleih- und Rückgabestationen selbst ausleihen und zurückgeben können (RFID = Radio Frequency Identification). Zudem plant die ZB den Bau einer Rückgabestation, die rund um die Uhr zugänglich sein wird
Speicherbibliothek
Mitwirkung an einer geplanten Speicherbibliothek verschiedener Bibliotheken unter der Federführung der ZHB Luzern. Grund: Ab ca. 2018 wird der Magazinraum am Zähringerplatz nicht mehr ausreichen, eine Auslagerung drängt sich auf. Projektleitung: Benutzung.
Langzeitarchivierung
Das Thema Langzeitarchivierung ist für Bibliotheken und Archive eine Herausforderung: Einerseits ist zu klären, welche Datenbestände über welche Zeiträume gespeichert werden sollen. Andererseits ist auch ein Software-Produkt zu evaluieren, welches die Langzeitarchivierung sowohl in technischer als auch organisatorischer Hinsicht sicherstellt.
Die Zentralbibliothek digitalisiert in grossem Umfang Objekte in ihrem Digitalisierungszentrum. Daneben gibt es in zunehmendem Masse Objekte, die ausschliesslich digital vorhanden sind. Aufgrund der sich rasch wandelnden IT-Technologie gibt es keine Garantie, dass die digitalen Daten auch in einigen Jahren noch mit der gleichen Software und den gleichen Verfahren abrufbar sind und ggf. weiter bearbeitet werden können.
Mit dem Einsatz einer professionellen Software zur Langzeitarchivierung soll sichergestellt werden, dass die definierten Bereiche der digitalen Datenbestände auch in der weiteren Zukunft (resp. für immer) noch zugreifbar sind.
